{"id":286,"date":"2011-01-23T19:32:21","date_gmt":"2011-01-23T19:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/zelking.com\/2011\/01\/23\/vom-lehm-bis-zum-ziegel\/"},"modified":"2011-01-23T19:32:21","modified_gmt":"2011-01-23T19:32:21","slug":"vom-lehm-bis-zum-ziegel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/?p=286","title":{"rendered":"Vom Lehm bis zum Ziegel"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <strong><\/p>\n<p> <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><strong>Vom Lehm bis zum (gebrannten) Ziegel<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<p> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Das  Wort Ziegel ist ein landl\u00e4ufiger Sammelbegriff f\u00fcr getrocknete bis hoch  gebrannte keramische Mauersteine, Klinker und Fliesen, gebrannte bzw.  glasierte Dachziegel sowie geh\u00e4rtete lehmige bis tonige Zuschlagstoffe  in M\u00f6rtel und Kunststein. Demnach k\u00f6nnen sie an den W\u00e4nden, Gew\u00f6lben,  B\u00f6den und D\u00e4chern aber auch an Schmucktafeln und Fertigteilen vorkommen,  kurzum: Ziegel finden \u00fcberall im Haus Verwendung. Beitrag von Patrick  Schicht in: Ziegel in der Bauforschung (Teilentnahme aus: Denkmalpflege<\/span><span><span style=\"font-size: 14px;\"> in Nieder\u00f6sterreich<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u2013<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Lehm und Ziegel, Nr. 5\/2008<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span><span style=\"font-size: 14px;\">, Band 39, Seite 18).<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><\/p>\n<p> Ziegelschlagen<\/span><\/span><span style=\"font-size: 18pt; color: rgb(0, 0, 0);\"><br \/> <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><\/p>\n<p> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">M\u00e4nnerarbeit:  Das Material (Lehm) wurde vom Tonlager auf die Gst\u00e4ttn (Gel\u00e4nde zum  Zwischenlagern von Lehmmaterial) gef\u00fchrt. Der Ton mu\u00dfte im Winter  ausfrieren und wurde vom Schnee und Regen durchn\u00e4sst; somit war er im  Fr\u00fchjahr gut knetbar. M\u00e4nner brachten den Lehm in Scheibtruhen (die zur  damaligen Zeit aus Holz mit Holzr\u00e4dern bestanden) dann zum Schlagtisch. <br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<p> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"> <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/41.jpg\" style=\"width: 295px; height: 221px;\" \/><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Frauen am <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> \u201e<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Schlagtisch<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> mit vorbereitetem Lehmmaterial \u2013 f\u00fcr heutige Generationen nicht vorstellbar!<br \/> Bild entnommen aus: Ziegelwerke in Guntramsdorf 1618<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">1918, Seite 8<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">; <\/span>Autor Herr Ernst Wurth Guntramsdorf<\/p>\n<p> <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/div>\n<p> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><br \/> Frauenarbeit: Die Ziegel wurden von den Frauen in eigene Formen geschlagen. <br \/> Eine gute Arbeitspartie brachte es bis zu 1.500 Ziegel im Tag! Mit einem  sogenannten Streichbrett wurde der Lehm in die Form geschlagen.  Schlie\u00dflich wurde mit diesem Brett der Lehm glatt gestrichen. Auf der  R\u00fcckseite der gebrannten Ziegel sieht man oft noch die Streifen von  diesem Glattstreichen.<br \/> Zuerst wurde vom \u201eSandler\u201c (das waren Leute, die man zu keiner anderen  Arbeit gebrauchen konnte) in die leere (h\u00f6lzerne) Form Wellsand  gestreut, damit der Lehm in der Form nicht haften <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">blieb. <\/span><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Kinderarbeit  (heute unvorstellbar): Gr\u00f6\u00dfere Kinder mussten im Sommer meistens schon  um 3 Uhr (!!) aufstehen und im Werk fest mithelfen. <br \/> Die Ziegel wurden aus den Formen herausgest\u00fcrzt und von den Kindern  flach auf den Boden gelegt. Sp\u00e4ter auf die Schmalseite aufgestellt, um  so das Trocknen zu erleichtern. Erst der \u00fcbertrocknete Ziegel kam in den  Trockenschuppen. Je nach Witterung blieb er hier 4 bis 6 Wochen, dann  trat er erst die Reise in den Ringofen an.<br \/> Der sogenannte \u201eEinscheiber\u201c vollbrachte diese T\u00e4tigkeit mit einem  Schubkarren (diese waren anders gebaut, wie die Scheibtruhen). <br \/> Nach dem etwa eine Woche dauernden Brennvorgang, holte der \u201eAusscheiber\u201c  die Ziegel wieder ans Tageslicht und bekam daf\u00fcr einen h\u00f6heren Lohn  (durch den noch sehr warmen Ofen, mu\u00dfte dieser auch mehr trinken als  alle anderen Besch\u00e4ftigten). <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/42.jpg\" style=\"width: 278px; height: 205px;\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Der herrschaftliche Ziegelofen (im Ortsteil M\u00f6sel) mit Trockenschuppen wie er in etwa ausgesehen  haben d\u00fcrfte \u2013 nach den Erinnerungen von Frau Elisabeth Heussenstamm,  gemalt von Herrn Anton Funiak im Juli 2003<\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &#160;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">  Der Ringofen wurde 1858 vom Baumeister Hofmann erfunden und hatte den  Vorteil, dass die Abw\u00e4rme einer Kammer schon zum Aufw\u00e4rmen der n\u00e4chsten&#160;  Kammer verwendet werden konnte. So wurde der Brand billiger, als bei  den vorher verwendeten \u201eFeld\u00f6fen\u201c, bei denen nur eine Kammer vorhanden  war. Nach dem Brand mu\u00dfte der Ofen erst erkalten, dann konnten die  Ziegel herausgeholt und der n\u00e4chste Brand vorbereitet werden.<\/p>\n<p> Ziegelformat: Das Format der Ziegel war urspr\u00fcnglich sehr verschieden.<br \/> Die Ma\u00dfe waren jedoch immer so gew\u00e4hlt, dass sie einander erg\u00e4nzten  (zwei Mal die Dicke ist ein Mal die Breite, zwei Mal die Breite ist ein  Mal die L\u00e4nge).<br \/> Es wurde nicht nach der Arbeitszeit, sondern nach den fertig gebrannten  und brauchbaren Ziegeln bezahlt! Dazu hatten einige Werke sogar f\u00fcr  ganze Arbeitspartie eine Nummer, die im Model befestigt war. So  verhinderte man, dass die guten Ziegel von einer Partie zur anderen  \u201ewanderten\u201c. Wer also beim Schlagen und Auflegen oder Verladen schlampig  war, der verdiente weniger.<br \/> Gute Arbeit wurde gut bezahlt und daher war es notwendig, genau und rasch zu arbeiten.<br \/> Teilentnahme aus: Ziegelwerke in Guntramsdorf 1618<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">1918 (inklusive Bild: Ziegelschlagen war Frauenarbeit) von Ernst Wurth, Seite 8 bis 12 (mit eigenen Erg\u00e4nzungen)<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><strong><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><\/p>\n<p> <\/span><\/strong> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong>Ziegelbeschreibungen<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" style=\"width: 190px; height: 106px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel 00.jpg\" alt=\"\" \/> &#160;&#160; <img decoding=\"async\" style=\"width: 221px; height: 107px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel 0.jpg\" alt=\"\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Links erhabene Krone, rechts vertiefte<\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &#160;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">  Ziegel im Altformat (ca. 28 x 14 x 7 cm), die eine neunzackige Krone  aufweisen (= Graf) stammten aus dem herrschaftlichen Ziegelofen, der  sich im Ortsteil M\u00f6sel befand. <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">E<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">s wurden aber auch Ziegel mit Krone\/Buchstaben oder nur mit Buchstaben hier erzeugt.<\/span><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Ziegel mit erhabenen Unterscheidungszeichen sind \u00e4lter als die mit vertieften!<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel klein.jpg\" style=\"width: 205px; height: 113px;\" \/> <br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Ziegel mit kleiner Krone<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &#160;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziege 1.jpg\" style=\"width: 196px; height: 105px;\" \/> &#160;&#160; <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel 2.jpg\" style=\"width: 199px; height: 107px;\" \/><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Durch die Unterscheidungszeichen (1, 2, usw.) konnte man die Ziegeln der jeweiligen <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Schlagpartie<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> zuordnen und so Unstimmigkeiten unter den Partien verhindern<\/span><\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> Die Ziegel aus dem herrschaftlichen Ziegelofen trugen kleine und gro\u00dfe Kronen (die gro\u00dfe Krone auch zus\u00e4tzlich Nr. 1, 2 und 3).<\/span><\/div>\n<div> &#160;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel 3b.jpg\" style=\"width: 212px; height: 107px;\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Herrschaft Zelking mit anders gestalteter Krone<\/span><\/span><\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel 3a.jpg\" style=\"width: 196px; height: 113px;\" \/>&#160;&#160;&#160; <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel 3.jpg\" style=\"width: 191px; height: 115px;\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Links Herrschaft Zelking <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Krone oben), rechts Zelking Herrschaft <br \/> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(<\/span>Buchstaben verkehrt in der Model besfestigt ?) <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Krone zwischen dem Z und H<\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> H Z = Herrschaft Zelking, Z H = Zelking Herrschaft.<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel ahz.jpg\" style=\"width: 215px; height: 115px;\" \/><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">AHZ-Ziegel<\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<p> <\/span> <\/p>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/p>\n<p> AHZ = Allod Herrschaft Zelking (Herrschaft als freies Eigen).<\/span> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div>&#160;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><img decoding=\"async\" style=\"width: 168px; height: 94px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel k.jpg\" alt=\"\" \/>&#160; &#160; <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 214px; height: 106px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel g.jpg\" alt=\"\" \/><br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Abdeckziegel f\u00fcr Gartenmauern (links f\u00fcr die Mauer, rechts f\u00fcr die Pfeiler)<\/span> <\/span><\/span><\/div>\n<div>&#160;<\/div>\n<div><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> Es gab auch Abgerundete Ziegelformate  (klein 14 x 31 cm mit Z H und gro\u00df 18 x 47 cm mit H Z) f\u00fcr Abdeckungen von  Gartenmauern bzw. Gartenpfeilern.<br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><br \/> <\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong> <\/strong><\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><span><span style=\"font-size: 14px;\">Zwei Ziegelb\u00fcchel<\/span><\/span><\/strong><br \/> <\/span><\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" style=\"width: 227px; height: 350px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/1851 a.jpg\" alt=\"\" \/><br \/> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span>Ziegelb\u00fcchel <\/span>von 1851<\/span><\/span><\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" style=\"width: 262px; height: 257px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/1851 b.jpg\" alt=\"\" \/> &#160; <img decoding=\"async\" style=\"width: 200px; height: 257px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/1851 c.jpg\" alt=\"\" \/><br \/> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(Links) 2. Innenseite und rechts letzte Eintragungsseite (= Auflistung der gebrannten Ziegel) <br \/> Die (r\u00f6mische) Ziffer 1 bedeutet, dass 19.650 Ziegel der <span>\u201eSchlagpartie I\u201c zwischen dem 29. Juli und 2. September<\/span><\/span> <span style=\"font-size: 14px;\">und <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">die (r\u00f6mische) Ziffer 2, dass <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">10.300 Ziegel der <span>\u201eSchlagpartie II\u201c gebrannt wurden<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/1852 a.jpg\" style=\"width: 230px; height: 363px;\" \/><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span><span style=\"font-size: 14px;\">Ziegelb\u00fcchel von 1852<br \/> F\u00fcr die Abfuhren vom Matzleinsdorfer Ziegelofen, f\u00fcr Herrn Baumeister Schega (?) nach Krem<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">s<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/1852 b.jpg\" style=\"width: 235px; height: 395px;\" \/><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&#160;&#160; <\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/1852 c.jpg\" style=\"width: 245px; height: 171px;\" \/><br \/> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span><span style=\"font-size: 14px;\">(Links) 2. Innenseite und rechts letzte Eintragung (= Auflistung der gebrannten Ziegel) <br \/> &#160; Von der \u201eSchlagpartie I\u201c wurden zwischen dem 11. Juni und 17. Juli  20.000 Ziegeln, von der \u201eSchlagpartie II\u201c aber 25.000 gebrannt <br \/> <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span><br \/> <\/span><\/span><\/span><\/span><br \/> <img decoding=\"async\" style=\"width: 127px; height: 120px;\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/ziegel hm.jpg\" alt=\"\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u201ePflasterziegel\u201c der Herrschaft Melk. Beschreibung entnommen aus: Denkmalpflege in Nieder\u00f6sterreich <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u2013<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Lehm und Ziegel, Nr. 5\/2008, Band 39, Seite 23<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">. Ein Beitrag von Altabt Burkhard Ellegast (Stift Melk)<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><br type=\"_moz\" \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"> Eine Ausnahme bildete ein ca. 20 x 20 cm gro\u00dfer \u201ePflasterziegel\u201c, als  Feuerhemmender Abschluss auf Besch\u00fcttungen. Unterhalb einer Besch\u00fcttung  befand sich meist eine Tramdecke oder auch ein \u201eMausboden\u201c.<br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<p> <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gemeinde\/wickelbaum.jpg\" style=\"width: 232px; height: 117px;\" \/><br \/> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span><span style=\"font-size: 14px;\">\u201eWickelbaum\u201c mit Holzn\u00e4gel<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<p> <\/span> <\/p>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><\/p>\n<p> Eine \u00e4ltere Holzkonstruktion (bevor man die Baumst\u00e4mme kantig schneiden  konnte) war der \u201eWickelbaum\u201c. Hier wurden entrindete Rundh\u00f6lzer mittels  Lehm und Stroh umwickelt (daher der Name). Diese <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">U<\/span>mantelung  brachte schon einen ganz geringen Feuerschutz und war auch gleichzeitig  Putztr\u00e4ger. Die Rundst\u00e4mme wurden mittels Holzn\u00e4gel (mittig) verbunden  um so die Tragf\u00e4higkeit zu erh\u00f6hen. <br \/> Beim Umbau am Haus P\u00f6chlarnerstra\u00dfe Nr. 16 war noch so eine \u201eTechnik\u201c im  Bereich der \u201ealten Stube\u201c vorhanden. Auf dieser \u201eWickelbaumdecke\u201c  befand sich ein meist um die 20 cm hoher \u201eFeuerschutz\u201c, der aus  unbrennbarem Material (= Schutt), bestand. Darauf befanden sich  Ziegelabdeckungen aus ca. 20 x 20 cm gro\u00dfen Ziegelformaten.<\/p>\n<p> Als am 4. September 1874 beinahe die ganze H\u00e4userzeile der heutigen  P\u00f6chlarnerstra\u00dfe abbrannte (alle D\u00e4cher der H\u00e4user waren damals nur  mittels Stroh gedeckt gewesen), hielt vermutlich diese \u201eWickelbaumdecke\u201c  einen Zimmerbrand ab, da man keine angekohlten Rundh\u00f6lzer fand. Im  Mauerwerk (beim Stemmen f\u00fcr ein Auflager der zu betonierenden Decke)  dagegen befand sich wohl ein angekohlter Rest, vermutlich von einem  Sparren.<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<p> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Rechtliche Grundlage der Ziegelerzeugung, Codices Austriaci, 1715 (\u00f6sterreichisches Gesetzbuch)<\/span><br \/> <\/strong><\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">\u201eOb  zwar durch ein noch den 6. September 1686, ausgegangenes, und den 5.  April 1690 wiederum best\u00e4tigtes Patent, bereits die L\u00e4nge, Breite und  Dicke aller Ziegel-Sorten ordentlich vorgeschrieben, und die schuldigste  Beobachtung bey im widrigen Confiscierung der Ziegel, und nach Befund  der Sache anderer schwerer Straffe, auferlegt worden; m\u00fcssen Wir jedoch  mit h\u00f6chstem Missfallen versp\u00fcren, da\u00df solcher heilsamen Ordnung wenig  oder gar nicht nachgelebt, die Ziegel weit kleiner, auch vom schlechten  steinigen Lehm verfertigt, und \u00f6ffters nicht genugsam ausgebrennet,  hierdurch aber das Publicum hinterf\u00fchrt, und diejenigen so Gebau f\u00fchren  mercklich \u00fcbervortheilt, und in unverantwortlichen Schaden gebracht  werden\u201c.<br \/> Entnommen aus: Helga Papp, Die ehemaligen Ziegel\u00f6fen des Gerichtsbezirks  Ravelsbach, in: Wiener Ziegelmuseum, Heft 9\/10, 1994, Seite 159 <br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Lehm bis zum (gebrannten) Ziegel Das Wort Ziegel ist ein landl\u00e4ufiger Sammelbegriff f\u00fcr getrocknete bis hoch gebrannte keramische Mauersteine, Klinker und Fliesen, gebrannte bzw. glasierte Dachziegel sowie geh\u00e4rtete lehmige bis tonige Zuschlagstoffe in M\u00f6rtel und Kunststein. Demnach k\u00f6nnen sie an den W\u00e4nden, Gew\u00f6lben, B\u00f6den und D\u00e4chern aber auch an Schmucktafeln und Fertigteilen vorkommen, kurzum: [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[60],"tags":[],"class_list":["post-286","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-diverses"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/286\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}