{"id":374,"date":"2011-03-07T17:39:23","date_gmt":"2011-03-07T17:39:23","guid":{"rendered":"https:\/\/zelking.com\/2011\/03\/07\/burgstaelle-und-wallanlagen\/"},"modified":"2011-03-07T17:39:23","modified_gmt":"2011-03-07T17:39:23","slug":"burgstaelle-und-wallanlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/?p=374","title":{"rendered":"Burgst\u00e4lle und Wallanlagen"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><strong><br \/> <\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px; color: #000000;\"><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Burgstall Althaus<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><strong>Zelking<\/strong><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><strong>(sehr gut erkennbarer Burgstall) <\/strong><br \/> <strong>\u00d6K 54, N 160 mm, O 115 mm<\/strong><br \/> <\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> &nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-352\" style=\"width: 439px; height: 118px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/burgstall%20althaus.jpg\" width=\"800\" height=\"216\" \/><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\">Auf diesem Gel\u00e4nder\u00fccken (Burgstall Althaus), befand sich einstmals die erste Wehranlage der Herren von Zelking<br \/> Deutlich kann man hier <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u201eKerben\u201c, also die ehemaligen Wallgr\u00e4ben, sehen<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/p>\n<p> Der Burgstall erstreckt sich am (bewaldeten) Bergkamm nord\u00f6stlich vom Hochbauer (*).<br \/> Die Anlage besteht aus zwei Teilen \u2013 einem Kernwerk und einem Vorwerk \u2013 die gemeinsam von einem Wallbogen vom Hinterland abgeschnitten sind. Der Wall geht im NW in eine Hangstufe \u00fcber, die bis zur Vorwerksspitze gef\u00fchrt haben d\u00fcrfte, heute aber nur mehr eindeutig am Kernwerkshang verfolgbar ist. Der Kernwerksfelsen weist eine H\u00f6he von 8 m auf. Das l\u00e4ngliche ovale Plateau weist eine L\u00e4nge (N-S) von 40 m und eine mittlere Breite von 12 m auf. An der S-Spitze, gegen\u00fcber dem Abschnittswall, ist am dortigen Felsplateau die Steinansammlung eines ehemaligen Turmes erkennbar. 11 m vor dem N-Ende verl\u00e4uft quer \u00fcber das Plateau ein 9 m langes Mauerfundament.<br \/> Der aus dem Fels gehauene Abschnittswall ist durch einen 3 m tiefen Graben vom Hinterland getrennt. Er weist in der Mitte ein 7&#215;5 m gro\u00dfes Plateau auf (Br\u00fcckenlager). Der Graben zwischen dem Wall und dem Kernwerk ist 5<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">6 m tief. Im weiteren Verlauf senkt sich der Abschnittswall am Kernwerkshang bis 8 m unter das Plateau und f\u00fchrt als Hangstufe, auf der heute ein Weg angelegt ist, bis zum Graben, der das Kernwerk vom Vorwerk trennt und vom Kernwerk gesehen 4 m tief ist.<br \/> Das lang gestreckte Vorwerksplateau liegt 2 m tiefer als das Plateau des Kernwerkes. Es ist nur wenige Meter breit aber 24 m lang. Unterhalb der Kernwerksspitze scheint ein verschliffener Wallbogen die Anlage zu begrenzen.<br \/> Am Fu\u00dfe des (bewaldeten) Burgfelsens liegt der Hof \u201eAlthauer\u201c (Familie Peham), dessen Name darauf hinweist, dass hier die alte Burg der Zelkinger lag.<br \/> Bei der im Berghang auf der anderen Seite der Melk erkennbaren Burgruine Zelking sind keine romanischen Bauteile vorhanden.<br \/> Um 1120 nannte sich Reginbert, der Sohn Hartwigs von Hagenau, nach Zelking. Im weiteren Verlauf des 12. Jhdts. wurde Zelking landesf\u00fcrstliches Lehen, die ehemals Hochfreien von Zelking wurden landesf\u00fcrstliche Ministeriale.<br \/> Im 13. Jhdt. kam die Schallaburg an die Zelkinger sowie auch Sch\u00f6negg, Freydegg, Weinberg und Wolfberg (?). Ab dieser Zeit hatten sie ihren Sitz auf der neuen Burg Zelking und der Burgstall (die ehem. Anlage) d\u00fcrfte verlassen worden sein.<br \/> Scherben der Babenbergerzeit kommen sowohl am Kernwerksplateau als auch am Hang des Burgstalls zutage.<br \/> LITERATUR: Rudolf B\u00fcttner, II\/2, S. 175f und S. 182; H. WEIGL, Historisches Ortsnamensbuch von N\u00d6., W S. 316; F. HUTTER, Melkflu\u00df-Medjilica-Grenzflu\u00df, Unsere Heimat 1964, S. 63 und 67<br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">(*)<\/span><strong><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Der zu h\u00f6chst in der KG Zelking gelegene Bauernhof der Familie Reiter, tr\u00e4gt den Hofnamen \u201eHochbauer\u201c.<\/strong><\/span><\/strong><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> In der \u201eFranzosenzeit\u201c soll der erste, im Priestergrab bestattete, langj\u00e4hrige Pfarrer von Zelking, Josef Leutm\u00f6tzer mit den Liturgischen Gef\u00e4\u00dfen hierher geflohen sein. Die 19.. verstorbene Fr. Hermine Handl, erz\u00e4hlte (mir), dass damals hier oben eine Art Holzf\u00e4llerh\u00fctte gestanden sei und alles soll noch von Wald umgeben gewesen sein. <\/p>\n<p> 637. Vnhoch\uf006 ex alia parte aque\u00b2 10 denarios (* U II 637\u2013648, Seite 220).<br \/> 637.&nbsp; \u00b9 Vielleicht Hochbauer, KG Zelking, OG Zelking-Matzleinsdorf, GB Melk. In der maria-theresianischen Fassion werden noch die Fluren Klein H\u00f6ch, Gro\u00dfe H\u00f6he und H\u00f6chgstetten genannt. Beim Hochbauer liegt eine alte Wehranlage&nbsp; (Hutter, Melkflu\u00df, Seite 67).<br \/> \u00b2 Melk, rechter Nebenflu\u00df der Donau.<br \/> (* \u00d6STERREICHISCHE URBARE, III. Abteilung URBARE GEISTLICHER GRUNDHERRSCHAFTEN, I. BAND DIE MITTELALTERLICHEN STIFTSURBARE NIEDER\u00d6STERREICHS III. TEIL SEITENSTETTEN, Wien 1977)<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><strong>Hochbauer<\/strong><\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>(Althaus)<\/strong><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">Dieser Sitz ist durch Schriftquellen nicht belegt. Der Name \u201eAlthaus\u201c weist auf ein ehemalig vorhandenes \u201eNeues Haus\u201c, somit wird hier ein Vorg\u00e4ngerbau der Burg Zelking vermutet (P\u00f6chhacker, Schwammenh\u00f6fer). Genannte v. Zelking aus der Familie der Hagenauer sind ab etwa 1120 nachweisbar. (M.K., G.R.)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 408\/409<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Lage\/Baubeschreibung<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Die namenlose Burganlage ist aus einem felsigen Gel\u00e4ndesporn gearbeitet, der 700 m s\u00fcds\u00fcdwestl. der Pfarrkirche von Zelking den linken Talhang des Melk-Flusses bildet. Der markant sichtbare, dicht bewaldete Sporn springt knapp unterhalb des \u201eHochbauern\u201c aus dem nord\u00f6stl. Gegen den Ort abfallenden Wiesenr\u00fccken. Der namengebende \u201eHochbauer\u201c, ein Einzelhof, ist auf der \u00d6K50\/Blatt 54 verzeichnet. Der vom Hof \u00fcberh\u00f6hte, SW-NW-orientierte Sporn ist an der Bergseite ebenen Weges erreichbar, bildet jedoch talw\u00e4rts zunehmend Steilh\u00e4nge aus. Die vielfach bei hochmittelalterlichen Burgen auftretende Spornanlage kommt hier in besonders ausgepr\u00e4gter Weise zur Anwendung. Der ausgedehnte Bauplatz f\u00fchrte zur Errichtung einer wohl fr\u00fchen, doch bemerkenswerten Burganlage, deren Gel\u00e4ndesubstruktionen \u00fcber ein Areal von \u00fcber 150 m L\u00e4nge und bis zu 50 m Breite zu verfolgen sind. Eine instruktive Planskizze von P\u00f6chhacker l\u00e4sst sowohl Gr\u00f6\u00dfe als auch Struktur der Anlage erkennen. Da sie zumeist aus dem anstehenden Felsen gearbeitet sind, ist der Begriff \u201eHausberg\u201c im eigentlichen Sinn hier nicht mehr zutreffend. Den Zugang vermittelt ein schmaler Felsgrad, der unterhalb des Hochbauern beginnt und am ersten, aus dem Fels geschlagenen Halsgraben endet. Knapp davor sind Gel\u00e4ndeaufbereitungen sichtbar, sodass bereits in diesem Bereich mit einer Bebauung gerechnet werden kann. Der Graben zieht in Bogenform zuletzt gegen N und m\u00fcndet hier in eine ehem. die gesamte Anlage an der NW-Flanke begleitende Wallstufe. Der relativ tief ausgebaute Graben sicherte zun\u00e4chst ein kleines Vorwerk mit ca. 5 x 7 m Plateau-Gr\u00f6\u00dfe. Der Burgseitige Teil dieses Plateaus erscheint gering erh\u00f6ht, mglw. ein Hinweis f\u00fcr eine ehem. zugangssichernde Bebauung. Aus dem Vorwerk entwickelt sich ein kr\u00e4ftiger Wallbogen, der parallel zum 1. Graben Gegen N l\u00e4uft und hier innerhalb der Wallstufe endet. Zum eigentlichen Kernwerk ist das Vorwerk durch den 5<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">6 m tiefen, sichtlich aus dem zutage tretenden Fels gearbeiteten 2. Halsgraben abgeriegelt, der ebenso in die nordwestl. Wallstufe m\u00fcndet. Als Kernwerk ist das nun folgende, rund 40 m lange und bis zu 12 m breite Plateau zu sehen, das sich gegen\u00fcber der Wallstufe um 8 m erh\u00f6ht. Die Stirnseiten des Plateaus laufen in spitzer Form aus, wodurch es die Form eines langgezogenen Dreiecks besitzt. Eine erh\u00f6hte Felskuppe an der SW-Spitze war mglw. der Standort eines turmartigen(?) Geb\u00e4udes. Nahe der nord\u00f6stl. Spitze beschreibt Schwammenh\u00f6fer Fundamentreste einer quer zur Hauptachse laufenden Mauer, wohl eine durch den Plan P\u00f6chhackers vermittelte Situation, der heute nur schwer zu folgen ist, da das gesamte Plateau \u00f6rtlich starke Steinansammlungen wahrscheinlich nat\u00fcrlichen Ursprungs zeigt. Ein dritter, tlw. Senkrecht aus dem Fels gearbeiteter Graben trennt ein 24 m langes, nur wenige Meter breites, talseitiges Vorwerk von der Kernzone der Burg ab. Der NO-Fu\u00df dieses Plateaus wird von einer schwachen Hangstufe umgeben, mglw. die Fortsetzung der bis zum dritten Graben verfolgbaren Wallstufe. Am s\u00fcd\u00f6stl. Steilabfall zur Melk waren entsprechende Ann\u00e4herungshindernisse nicht n\u00f6tig. Schwammenh\u00f6fer berichtet von Keramikfunden des Hochmittelalters, die am Kernwerk und an den H\u00e4ngen festgestellt werden konnten und die mglw. in das 11. Jh. zur\u00fcckreichen. Keramikfragmente und Metallfunde aus der Sammlung Kreitner umfassen allerdings nur das 12. und die 1. H. d. 13. Jhs. Am siedlungsseitigen Fu\u00df des Sporns liegt der Hof \u201eAlthauser\u201c, dessen Name sich mglw. von einem Vorg\u00e4nger der j\u00fcngeren Burg Zelking ableitet, die sich ca. 1,2 km nord\u00f6stl. am gegen\u00fcberliegenden Talhang befindet.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-353\" style=\"width: 400px; height: 197px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/peham%201.jpg\" width=\"447\" height=\"221\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Bauernhof der Familie Peham (<span style=\"font-size: 14px;\">\u201eAlthauser\u201c<\/span>) am 26. Februar 2011<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Ob der Name \u201eAlthaus\u201c tats\u00e4chlich berechtigt, bzw. ob die Anlage beim Hochbauer der nicht vor 1200 errichteten Burg Zelking anzusprechen ist, k\u00f6nnte nur durch entsprechende Untersuchungen gekl\u00e4rt werden. Eine in bedingter Weise als \u201eVorg\u00e4ngerbau\u201c ansprechbare Anlage in Form einer bronzezeitlichen Kleinbefestigung wurde am s\u00fcdl. des Hochbauern situierten H\u00fcgel entdeckt, div. Funde belegen eine vorausgehende jungsteinzeitliche Besiedlung dieses Platzes (G.R., T.K.).<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 409<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 18px;\"><strong>Hochbauer<\/strong><\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><strong>Erkennbare Reste einer Kleinbefestigung<\/strong><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Die anl\u00e4sslich der Aufnahme der Bodendenkmale entdeckte bronzezeitliche H\u00f6hensiedlung, deren ehemalige Befestigung noch an den Wallresten erkennbar ist, liegt unmittelbar s\u00fcdlich oberhalb des Hochbauerhofes (Familie Reiter), auf einem nat\u00fcrlichen H\u00fcgel.<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/><\/span><\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-354\" style=\"width: 320px; height: 248px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/grundri%20hochbauer%20i.jpg\" width=\"700\" height=\"545\" \/><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> Plan von der <span style=\"font-size: 14px;\">bronzezeitlichen H\u00f6hensiedlung<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"> Die H\u00f6he des H\u00fcgels liegt bei 6 m; sein Plateau weist eine L\u00e4nge von 110 m und eine breite von rund 36 m auf.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die NW- und die NO-Seite des H\u00fcgels waren nach Art der bronzezeitlichen Befestigungen abgeb\u00f6scht (vgl. Weinviertel, Weidendorf\/Buhuberg). An den anderen Seiten weist der H\u00fcgel nat\u00fcrliche Steilh\u00e4nge auf.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Abb\u00f6schung ist noch an der W-Ecke und an der NO-Seite gut erkennbar.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die nordostseitige B\u00f6schungskrone weist eine sanfte Erh\u00f6hung auf.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Bereich der W-Ecke zeigt sich entlang des B\u00f6schungfu\u00dfes eine schmale Terrassenstufe, die wahrscheinlich den Rest einer urspr\u00fcnglich rund um den H\u00fcgel verlaufenden Palisade darstellt.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">An der NO-Seite weitet sich die Terrasse zu einer 10<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">12 m breiten Fl\u00e4che aus. Die Terrassenstufe verl\u00e4uft etwa 4 m unterhalb des H\u00fcgelplateaus. <br \/> An der W- und an der S-Ecke verbreitert sich die Palisadenstufe bastionsartig. <br \/> An der NW-Seite des H\u00fcgels wurde die B\u00f6schung schon im Mittelalter verackert.<br \/> Auf der Siedlungsfl\u00e4che am H\u00fcgelplateau und in dem von der Siedlung abgeackerten Erdmaterial finden sich gleichm\u00e4\u00dfig verstreut bronzezeitliche Scherben. Die Scherbenstreuung am Plateau zeigt eine gleichm\u00e4\u00dfige aber nicht sonderlich dichte Besiedlung.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-355\" style=\"width: 401px; height: 229px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/pr%20h.jpg\" width=\"427\" height=\"243\" \/><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\">Die ehemalige Pr\u00e4historische Wallanlage beim \u201eHochbauern\u201c<\/span> <span style=\"font-size: 14px;\">(2000)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/p>\n<p> Beim Grundaushub f\u00fcr das Stallgeb\u00e4ude wurde vom Ferdinand Reiter Senior vor einiger Zeit eine kleine bronzezeitliche Henkelschale&nbsp; gefunden, die jedoch in den Mist gelangte. Der Autor konnte noch Fragmente des Gef\u00e4\u00dfes sicherstellen. M\u00f6glicherweise war hier vom Besitzer&nbsp; ein Grab angeschnitten worden.<br \/> Der H\u00fcgel war schon in der sp\u00e4ten Jungsteinzeit besiedelt; aus dieser Zeit liegen ein Steinbeil und eine Steinklinge vom H\u00fcgel vor.<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Herrmann Schwammenh\u00f6fer\/Wien<br \/> <\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 20px; color: #000000;\"><strong>Der M\u00fcllnerkogel<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-356\" style=\"width: 201px; height: 304px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/6.jpg\" width=\"260\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/6.jpg 260w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/6-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Lageplan der Wehranlage auf dem M\u00fcllnerkogel von Herbert A. P\u00f6chhacker und K. Wolfram<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong><br \/> <\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/p>\n<p> Der am Westausgang vom Ortsteil M\u00f6sel befindliche H\u00fcgel wird M\u00fcllnerkogel genannt. Nach der Entlaubung und bei Schnee ist eine ehemalige Hausberganlage gut sichtbar im Gel\u00e4nde zu erkennen, in deren N\u00e4he sich auch ein ehemaliger pr\u00e4historischer Siedlungsbereich befand. <\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-357\" style=\"width: 294px; height: 128px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/19.jpg\" width=\"400\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/19.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/19-300x132.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Der Pfeil bezeichnet den ehemaligen pr\u00e4historischen Siedlungsbereich zwischen dem M\u00fcllnerkogel und der B 215 (Bereich \u201eGro\u00dfe H\u00f6he\u201c)<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/p>\n<p> Die gut erhaltene Anlage ist dreiteilig, wobei das Kernwerk und die Wirtschaftsplattform, die von einer mittelalterlichen Burg stammen, von einem Wallring umgeben waren. Das Plateau d\u00fcrfte zu einer gr\u00f6\u00dferen Befestigung geh\u00f6rt haben, die schon in pr\u00e4historischer Zeit sich am M\u00fcllnerkogel befunden haben k\u00f6nnte. Urkundliche Erw\u00e4hnungen, die sich auf eine mittelalterliche Burganlage beziehen k\u00f6nnten, sind nicht bekannt. 1386\/98 wird die Anlage schon als Burgstall (\u00f6de) bezeichnet. In der unmittelbaren N\u00e4he bestand eine slawische Siedlung, die eine Ben\u00fctzung des M\u00fcllnerkogels als fr\u00fche karolingische Befestigung m\u00f6glich macht.<\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Literatur: F. Hutter, Melkflu\u00df-Medjilica-Grenzflu\u00df, Unsere Heimat 1964; <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Plank\/Steinhauser, Colomezza, Jahrbuch f\u00fcr Landeskunde 1970\/71 und 1973\/74; Rudolf B\u00fcttner, II\/2 1973; H. P. Schad\u2019n 1953 <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Zu dieser Anlage sind keine historischen Daten vorhanden, eine namentliche Zuweisung kann somit nicht erfolgen. 1386\/98 wird sie als \u201ePurkchstal\u201c genannt (Schwammenh\u00f6fer), ein Hinweis auf die schon l\u00e4nger zur\u00fcckliegende Ver\u00f6dung. (G.R.) <br \/> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 407<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-358\" style=\"width: 278px; height: 125px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20.jpg\" width=\"400\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/20-300x132.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Der Pfeil bezeichnet die ehemalige Wehranlage am M\u00fcllnerkogel<br \/> Noch gut erkennbar sind die ehemaligen Wallgr\u00e4ben, die diese einfache Wehranlage einstmals umgaben<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Lage\/Baubeschreibung<\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/> Der so genannte <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u201e<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">M\u00fcllnerkogel\u201c mit den Erdsubstruktionen der ausgedehnten Burganlage liegt 950 m s\u00fcdl. der Kirche Matzleinsdorf, der etwa NNO-SSW-verlaufende Gel\u00e4ndesporn bildet den linken Talhang, zugleich einen Umlaufberg des Melk-Flusses. Die Lage der Burgstelle ist anhand der H\u00f6henschichtlinien auf der \u00d6K50\/Blatt 54 gut nachvollziehbar. Der Sporn entwickelt sich aus einer s\u00fcdwestl. der Rotte M\u00f6sel situierten beackerten Hochfl\u00e4che. Von dieser Seite erfolgt heute wie wohl auch urspr. der Zugang, der hier ebenen Weges m\u00f6glich war, w\u00e4hrend der Sporn im weiteren Verlauf gegen S zunehmend vom Umland isolierende Steilh\u00e4nge ausbildet. Durch den partiell dichten Baumbewuchs ist ein \u00dcberblick \u00fcber die Anlage, die eine \u00fcberdurchschnittliche Fl\u00e4chenentwicklung zeigt, nur bedingt zu gewinnen. P\u00f6chhackers Lageskizze kann hier hilfreich herangezogen werden, die daraus ablesbare Gesamtausdehnung der Befestigungsanlagen betr\u00e4gt rund 170 x 65 m. Die Anlage ist im Wesentlichen in 3 Abschnitte gegliedert. Der erste Halsgraben, der das Vorwerk der Burg sch\u00fctzte, k\u00f6nnte nach Schwammenh\u00f6fer ein \u00dcberrest der pr\u00e4historischen Besiedelung im Bereich des M\u00fcllnerkogels gewesen sein. Dieser bereits etwas verflachte Graben durchschneidet mit einer L\u00e4nge von 24 m den Sporn, ist 6 m breit, jedoch nur noch 2 m tief. Eine dammartige Unterbrechung spricht Schwammenh\u00f6fer als \u201eSteinunterbau der mittelalterlichen Zufahrt\u201c an. Der erste Abschnitt wird von dem 35 m langen und 15 m breiten Vorwerk gebildet. Burgseitig besitzt es eine schwache Erh\u00f6hung, die vielleicht eine ehem. Bebauung andeutet, die Flanken werden von einer nur noch schwach ausgebildeten Wallstufe begleitet. Der zweite Abschnitt wird von einem 3<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">4 m hohen, quer zur Hauptachse orientierten Plateau gebildet, die 15 x 24 m gro\u00dfe Fl\u00e4che k\u00f6nnte wirtschaftlich genutzt worden sein. Durch einen 8<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">9 m breiten, 2<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">3 m tiefen Graben ist der dritte Abschnitt, das Kernwerk, abgeriegelt. Dessen Plateau erreicht 54 m L\u00e4nge und 21 m Breite, verschm\u00e4lert sich gegen S jedoch zunehmend. Im nordwestl. Bereich ist eine gr\u00f6\u00dfere Eintiefung unbekannter Herkunft zu beobachten, lose Steinanh\u00e4ufungen bzw. Schutth\u00fcgel stammen mglw. von einer ehem. Massivbebauung. Wirtschafts- und Kernwerksbereich werden von einer gemeinsamen Wallstufe umgeben, die sich aus dem zweiten Halsgraben bildet und streckenweise Reste des ehem. Randwalles zeigt. An der S-Spitze der Anlage formt der Wall ein kleines, gering erh\u00f6htes Plateau aus, mglw. die Basis eines Bauwerkes. Etwas entfernt im NW liegt die Flur \u201eBurgstall\u201c. Die unmittelbar nordnordwestl. benachbarten \u201eBurgstall\u00e4cker\u201c waren nach entsprechenden Keramikfunden schon in der Hallstattzeit besiedelt. Scherben der Urnenfelder- und Hallstattzeit sind dar\u00fcber hinaus am gesamten M\u00fcllnerkogel verstreut. Nach Schwammenh\u00f6fer belegen Funde des 9.\/10. Jhs. auch eine fr\u00fchmittelalterliche Siedlungst\u00e4tigkeit auf der benachbarten \u201eGro\u00dfen H\u00f6he\u201c sowie auf dem M\u00fcllnerkogel selbst. Ob dieser eine zugeh\u00f6rige Befestigung trug, bleibt jedoch unbekannt. Funde aus dem 11. Jh. sind nach Schwammenh\u00f6fer in verschwindend geringer Zahl vorhanden. J\u00fcngere Funde des 13.\/14. Jhs. stammen hingegen aus der Sammlung Kreitner. Die Sitzfunktion ist deshalb wohl nicht anzuzweifeln, auch wenn die Anlage bislang noch keiner Adelsfamilie zuzuweisen ist. (G.R., T.K.) <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 407\/408<\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 20px; color: #000000;\"><strong>Wildenstein<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\"><strong>(Hofstetten, KG Mannersdorf)<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\"><strong>Nieder\u00f6sterreich<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-359\" style=\"width: 251px; height: 335px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/grundri%20%20wildenstein.jpg\" width=\"500\" height=\"674\" \/><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> Grundriss der ehem. Wehranlage <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">1281, 26. April, Wildenstein, vermachte Bernhard von H\u00e4usel zu Wildenstein dem Kloster Melk ein Lehen zu Pigardbach (Pittersbach bei Gansbach) und ein halbes Lehen zu Ermut (Arnreith bei Gerolding) mit 1 Pfd. Pf. Dienst und behielt die Vogtei und das Recht des Umtausches um andere gleichwertige G\u00fcter seinen S\u00f6hnen Otto und Marquard vor (* Seite 464).<br \/> Keiblinger, Melk, I., Seite 365<br \/> Bei den D\u00f6rfern Hofstetten und Mannersdorf erheben sich \u00fcber einem Wiesental zwei durch tiefen Einschnitt getrennte, waldige H\u00fcgel mit den ausgedehnten Grundmauern des Schlosses und Maierhofes Wildenstein daselbst eine tiefe Zisterne und im Tale Spuren eines aufgelassenen Teiches (* Seite 464).<br \/> \u00dcber das Geschlecht von Wildenstein vgl. Fontes, LV., Seite 737<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> 1346 werden Friedrich und Otto H\u00e4usler auf Wildenstein genannt (* Seite 565).<br \/> Geschichtliche Beilagen, XI., Seite 255<br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> 1375 brachte Elisabeth, geborene H\u00e4usler, die Herrschaften Wildenstein ihrem Gemahle R\u00fcdiger dem Jungen von Starhemberg zu (* Seite 568).<\/span><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"> Staatsarchiv in Wien, Kodex Wei\u00df, Nr. 48, Blatt 73<\/span><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Wurmbrand, Collectanea, Seite 219.<\/p>\n<p> 1388 front (pf\u00e4ndet) Ott der Wildungsmaurer Marchart dem Hewsler seinen Teil der halben Feste Wildenstain und alles Habe, das nun die Streitweserin gelassen hat (* Seite 568).<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> 1456 \u00fcbernahm die Herrschaft Wildenstein nach dem Tode des Reinprecht III. von Wallsee, sein Sohn Wolfgang (* Seite 576).<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Hoheneck, Genealogie der St\u00e4nde Ober\u00f6sterreichs, III., Seite 825<br \/> (*) Geschichtliche Beilagen zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17\/2001<\/span><\/div>\n<p> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> 1487, im Oktober, schickte K\u00f6nig Matthias von Ungarn ein Heer herauf und lie\u00df \u201eWildenstein, ain \u00f6d Schlo\u00df, bawen\u201c und ben\u00fctzte es als St\u00fctzpunkt (* Seite 576). <\/p>\n<p> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-360\" style=\"width: 137px; height: 178px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/corvinus.jpg\" width=\"300\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/corvinus.jpg 300w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/corvinus-232x300.jpg 232w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\">Ungarische Briefmarke mit dem Bildnis Matthias Corvinus (\u201eder Rabe\u201c)<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> (* 23. Februar 1443 in Cluj-Napoca\/Siebenb\u00fcrgen, \u2020 6. April 1490 in Wien) <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<p> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Kaltenbaeck, Oesterr. Zeitschrift f. Geschichts- und Staatskunde, 1836, Seite 144; Keiblinger, Melk, I., Seite 681; Bl\u00e4tter f\u00fcr Landeskunde, 1876, Seite 1<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/span><span style=\"color: #000000;\"> <br \/><\/span><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Wildenstein (\u00d6K 54, N 179 mm, O 151 mm)<\/strong><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Etwa 500 m nordwestlich des Weilers Hofstetten liegt eine bewaldete Erhebung, die im N und O von einem B\u00e4chlein umflossen wird.<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-361\" style=\"width: 323px; height: 237px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/grundri%20w%20schnitt.jpg\" width=\"680\" height=\"502\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Querschnitt des Gel\u00e4ndes der ehemaligen Anlage<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> Auf dieser Erhebung lag einst die Burg Wildenstein, von der noch beachtliche Erdwerke vorhanden sind. Das Gesamtausma\u00df der Erhebung liegt bei 90 x 120 m; seine H\u00f6he betr\u00e4gt 5<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">10 m.<br \/> Die Anlage ist dreigeteilt: Im W liegt das Kernwerk, im S die Wirtschaftsplattform und im SW das Vorwerk.<br \/> Am max. 10 m hohen Kernwerksh\u00fcgel sind Mauerreste der Burg und ein Brunnenschacht zu erkennbar.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-362\" style=\"width: 163px; height: 246px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein%205.jpg\" width=\"300\" height=\"450\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Sabrina vor dem Brunnenschacht<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Der H\u00fcgel ist durch einen bis 8 m tiefen und an der Sohle 5 m breiten Graben vom Wirtschaftsteil getrennt. Zwischen dem Kernwerk und dem Vorwerk verl\u00e4uft ein 30 m langer und 3<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">4 m hoher Wall, der im W bei einem 5 m hohen Turmh\u00fcgel endet.<br \/> Das Plateau des Burgh\u00fcgels misst 22 x 30 m. An der NO-Ecke des H\u00fcgels hinterlie\u00df ein Steinbruch seine Spuren.<br \/> Das Wirtschaftsplateau erhebt sich 4-5 m hoch und wei\u00dft Trapezform auf. Die Seitenl\u00e4ngen betragen im N 27 m, im O 22 m und im S 36 m. An den beiden S\u00fcd-Ecken springen Bastionen vor (\u00d8 etwa 7 m). Im n\u00f6rdlichen Teil des Wirtschaftsplateaus befindet sich eine Zisternengrube. <br \/> Die ehemalige Umfassungsmauer des Plateaus ist noch in Resten verfolgbar.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-363\" style=\"width: 208px; height: 168px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein%203.jpg\" width=\"400\" height=\"325\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Mauerrest (im Gegensatz zur Ruine Zelking, befinden sich hier nur mehr sp\u00e4rliche Reste an Mauerwerk)<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> Das Vorwerk ist ein l\u00e4ngliches Plateau, das sich westlich des Wirtschaftsbereiches und s\u00fcdlich des Walles auf eine L\u00e4nge von \u00fcber 30 m erstreckt. Die Breite liegt bei 8<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">12 m. <br \/> Gegen S sind noch Reste eines 2 m tiefen Grabens erkennbar.<br \/> Die Gr\u00f6\u00dfe der Burg und die Form der Anlage weisen auf das 13. Jhdt. Wildenstein wird 1281 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und d\u00fcrfte bis in das 15. Jhdt. existiert haben. 1486\/87 wird berichtet, da\u00df Matthias Corvinus \u201eWildenstein, ein \u00f6d Schlo\u00df\u201c wieder instand setzen lie\u00df.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-364\" style=\"width: 249px; height: 166px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein%201.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Waffen (unter anderem Lanzenspitze aus der Zeit Matthias Corvinus) <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">von der Ruine Wildenstein<br \/> (Aufgenommen im Heimatmuseum P\u00f6chlarn)<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/p>\n<p> Die Anlage d\u00fcrfte aber unbewohnt geblieben sein. Eine bei der Ruine gefundene Sturmhaube (Schaller) und Lanzenspitzen werden im Museum P\u00f6chlarn verwahrt.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-365\" style=\"width: 199px; height: 130px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein%202.jpg\" width=\"400\" height=\"263\" \/><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">Sturmhaube (Schaller aus der Ruine)<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Literatur: G. Binder, Burgen und Schl\u00f6sser N\u00d6 Band I, 1925, S. 138; F. Hutter, Melkflu\u00df-Medjilica-Grenzflu\u00df, Unsere Heimat 1964, S. 66; W. H\u00e4usler, Melk und der Dunkelsteinerwald 1970, S. 80; Rudolf B\u00fcttner, II\/2, S. 185f.; H. Weigl, Histor. Ortsnamenbuch v. N\u00d6. W S. 316; Der Bezirk Melk II 1994, S. 125\/126; Ortsplan Zelking-Matzleinsdorf 2003; Sagenhaftes Melktal 2004, S. 33.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1281 stiftet der Ministeriale Bernhard H\u00e4usler zu Wildenstein ein Seelger\u00e4t zu Melk.<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Seine S\u00f6hne Otto und Marquard die H\u00e4usler von Wildenstein sind bereits ab 1277 bezeugt, Marquard bis 1302, Otto unternahm 1305 einen Romzug&nbsp; und lebte noch bis 1316. <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Seine Witwe widmet 1322 den H\u00e4uslhof in Klein-Schollach f\u00fcr ihr Begr\u00e4bnis nach Melk, wo einer ihrer Verwandten, Konrad H\u00e4usler, als Abt gewirkt hatte.<\/p>\n<p> 1348 wird vom \u201eH\u00e4uslerguet zu Wildenstain\u201c gesprochen.&nbsp;F\u00fcr Wildenstein fehlen ab 1350 jedoch urkundliche Nachrichten. <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Um 1456 sind die Hrn. V. Wallsee Grundherren. <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> Die auch anderorts&nbsp; reich beg\u00fcterte Ritterfamilie&nbsp; ist bis 1477 quellenm\u00e4\u00dfig nachzuweisen.&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> Laut einer Melker Chronik jedoch l\u00e4sst K\u00f6nig Matthias Corvinus 1486\/87 Wildenstein, \u201eein \u00f6d Schloss bawen\u201c, also wiedererrichten.<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> 1500\/10 wird vom \u201e\u00f6den Schloss\u201c Wildenstein berichtetet.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> 1591 erscheint nur noch das Amt Wildenstein. Der Burgstall geh\u00f6rt heute zum Grundbesitz der Fam. Wieseneder, Hofstetten. (M.K., G.R.) <br \/> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 404\/405<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Lage\/Baubeschreibung<\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Die Burganlage liegt 2,5 km s\u00fcdwestl. Von Zelking bzw. 750 m westl. der Ortskapelle von Mannersdorf am sanft gegen die Rotte Hofstetten&nbsp; fallenden linken Talhang der Melk. Die Anlage benutzt hier einen&nbsp; niedrigen nat\u00fcrlichen H\u00fcgel, der 300 m nordwestl. von Hofstetten&nbsp; aus dem beackerten Umland ragt und heute durch dichte Bewaldung gekennzeichnet ist. Durch den Bewuchs sind Gr\u00f6\u00dfe, M\u00e4chtigkeit und Auspr\u00e4gung der Erdsubstruktionen&nbsp; erst bei einer n\u00e4heren Gel\u00e4ndebegehung in&nbsp; vollem Umfang zu erkennen.&nbsp; Die Burg geh\u00f6rt wohl zu den beeindruckendsten und typologisch bemerkenswertesten&nbsp; Wehranlagen des Bezirks. Die \u00fcberraschend komplexe Gestalt der Erdwerke&nbsp; ist durch den Vermessungsplan von P\u00f6chhacker dokumentiert, dieser zeigt die Ausdehnung&nbsp; der Gel\u00e4ndeaufbereitungen, die \u00fcber eine Fl\u00e4che von rund 100 x 120 m zu verfolgen sind. Zentrum der Burganlage ist das bergw\u00e4rts im N situierte, etwa kegelstumpff\u00f6rmige Kernwerk. Das massige Erdwerk ist bis zu 10 m hoch, der Basis-Durchmesser betr\u00e4gt 60<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">70 m. Auf dem Plateau sind Schutth\u00fcgel, Futtermauern und sogar aufgehende Mauern einer offensichtlich mehrteiligen und mehrphasigen&nbsp; Massivbebauung erhalten. Die \u00fcber weite Strecken rekonstruierbaren, mehrfach polygonal abgewinkelten Beringfronten umschlossen eine Fl\u00e4che von durchschnittlich 40 x 30 m, orientiert W-O. An der NO-Ecke, wo das Kernwerk durch einen bereits aufgelassenen Steinbruch besch\u00e4digt ist, sind aufgehende Mauerreste einer sichtlich mehrphasigen Geb\u00e4udesituation erhalten, die den polygonalen Verlauf des Berings folgt. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-366\" style=\"width: 236px; height: 157px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein%204.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Das besch\u00e4digte Mauerwerk der NO-Ecke<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> Die Schuttansammlungen lassen generell wohl eine allseitige, randst\u00e4ndige Bebauung vermuten, Aufschl\u00fcsse zur Funktion der Geb\u00e4ude sind heute jedoch nicht mehr zu gewinnen. Im NW ist der noch etwa 7 m tiefe, im oberen Bereich Ausgemauerte, aus dem Feld geschlagene Schacht eines Brunnens erhalten. S\u00fcdwestl. bis s\u00fcd\u00f6stl. umzieht ein bogenf\u00f6rmiger angelegter, ca. 80 m langer Graben das Kernwerk. Er ist bis zu 8 m tief, die Sohlbreite betr\u00e4gt 5 m. Dem Bogen des Grabens folgt die Form der s\u00fcdl. angeschlossenen Vorwerke. Im SW ist dem Graben ein starker, ca. 50 m langer Wallbogen vorgelagert, der sich westl. deutlich verbreitert und einen \u201eTurmh\u00fcgel\u201c ausbildet. Am \u00f6stl. Ende ist dem Wall ein gegen SO vortretendes, durchschnittlich 40 x 30 m gro\u00dfes trapezf\u00f6rmiges Plateau angeschlossen. Dieses 4<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">5 m hohe Erdwerk trug den ehem. Meierhof der Burg, geringe Reste einer Massivbebauung laufen relativ geradlinig angelegt \u00fcber eine Fl\u00e4che von durchschnittlich 30 x 30 m. Die S- und vor allem die O-Ecke dieses Plateaus erscheinen bastionsf\u00f6rmig ausgebaut, im Zentrum ist eine starke Eintiefung zu beobachten, vielleicht der Rest einer Zisterne oder eines Kellers. Die Gliederung der Burganlage l\u00e4sst eine Erschlie\u00dfung der betr\u00e4chtlich h\u00f6her liegenden Kernburg \u00fcber eine aufw\u00e4ndige Br\u00fcckenkonstruktion vom Meierhofareal aus erwarten. Das starke feldseitige Vortreten des Wirtschafts- bzw. Meierhofplateaus f\u00fchrte zu einer entsprechenden St\u00f6rung an der S-Seite der Anlage, diese L\u00fccke wurde durch die Anlage eines weiteren Vorwerks geschlossen. Dieses 40 m lange und 8<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">12 m breite Plateau war allseits durch 2<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">3 m tiefe Gr\u00e4ben isoliert, mit seiner Form reagiert es auch auf den \u201eTurmh\u00fcgel\u201c am westl. Ende des Wallbogens. P\u00f6chhackers Plan l\u00e4sst eine weitere Wallsicherung im S des Vorwerks erschlie\u00dfen, dar\u00fcber hinaus die gesamte W-Seite und auch das Kernwerk umziehende Grabenanlagen. N\u00f6rdl. der Burg flie\u00dft ein kleines Bachgerinne, nordwestl. Weist das \u201eTeichfeld\u201c auf eine ehem. Teichanlage, die zwar noch bedingt erkennbar ist, deren Damm jedoch abgetragen und tlw. Zur Verf\u00fcllung der \u00f6rtlichen Grabenanlagen verwendet wurde. Die bereits verst\u00fcrzten Mauerschalen des Berings sind \u00fcber die Mauertechnik&nbsp; nur eingeschr\u00e4nkt zu datieren, eine Zeitstellung vom sp\u00e4ten 13. Jh. \u2013 der Zeit der ersten urk. Erw\u00e4hnung \u2013 bis zum 14. Jh. ist m\u00f6glich. Die Geb\u00e4udereste im NO sind durch die st\u00e4rker ausgezwickelten Strukturen dem 14. Jh. zuzuweisen. Nach einem Fundbericht von Bors, der die Anlage als \u201eHausberg mit angeschlossenem Meierhof\u201c anspricht, endete die Sitzfunktion der Burg im fr\u00fchen Mittelalter. Nach der Ver\u00f6dung d\u00fcrfte der angeschlossene Meierhof bis in das sp\u00e4te Mittelalter ihre wirtschaftliche Funktion weitergef\u00fchrt haben. Die Keramik- und Metallfunde (darunter Fragmente von Ofenkacheln, z. T. von figural verzierten Blattkacheln, sowie von Werkzeugen) aus dem Bereich des Meierhofs datieren zwischen dem 14. und dem sp\u00e4ten 15. Jh. was die Vermutungen hinsichtlich der Nutzungsdauer best\u00e4tigt. Als 1591 das Amt Wildenstein genannt wird, war wohl auch der Meierhof ver\u00f6det. Ein bei der Burg aufgefundener Schaller, eine in der Sp\u00e4tgotik verbreitete Helmform, und weitere Kleinfunde werden im P\u00f6chlarner Museum verwahrt, Teile der Burg sind noch heute mit Keramikscherben \u00fcbers\u00e4t. (G.R.) <br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 405\/406<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-367\" style=\"width: 247px; height: 218px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein.jpg\" width=\"330\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein.jpg 330w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wildenstein-300x265.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><strong> Die Wildenstein<\/strong><br \/> (Ausschnitt aus dem Druck: Schlo\u00df Zelckhing 1672)<\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> &nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">In der N\u00e4he von Zelking \u2013 keine n\u00e4here Ortsangabe \u2013 lag die Burg WILDENSTEIN, von der noch eine Mauer stehen soll. 1286 Otto und Marchart von W. 1486 als \u00f6des Schlo\u00df bezeichnet, jedoch von (unter!) Matthias Corvinus neu aufgebaut.<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">(Bl. f. LK. 1879, S. 290; P. Ludwig Koller, M. Bl. A. V. 1911, S. 32.)<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000; font-size: 10pt;\">HR Ing. Dr. Georg Binder (1925), Die Nieder\u00f6sterreichischen Burgen und Schl\u00f6sser I. Teil, S. 138<\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-368\" style=\"width: 175px; height: 264px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wild%20i.jpg\" width=\"250\" height=\"375\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-369\" style=\"width: 179px; height: 265px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wild%20ii.jpg\" width=\"250\" height=\"375\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-370\" style=\"width: 178px; height: 266px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wild%20iii.jpg\" width=\"250\" height=\"375\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Drei Seiten der Miniaturanlage Wildenstein &#8230;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-371\" style=\"width: 174px; height: 262px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/wild%20iv.jpg\" width=\"250\" height=\"375\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;&#8230; und der <span style=\"font-size: 14px;\">\u201e<\/span>Innenhof<span style=\"font-size: 14px;\">\u201c<\/span> mit einem kleinen Geb\u00e4udeanbau, geschaffen vom ehemaligen Besitzer des Weingarthofs, <\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> Herrn Engelbert Gattringer, vermutlich um 1960<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"> &nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Anzenberg<\/strong> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>KG Mannersdorf<\/strong><\/span><span style=\"font-size: 20px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-372\" style=\"width: 250px; height: 366px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/grundri%20wallburg%20anzenberg.jpg\" width=\"500\" height=\"733\" \/><\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Lageplan von H. P\u00f6chhacker<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Sehr gut erkennbare Wallbefestigung (\u00d6K 54, N 197 mm, O 137 mm)<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Das etwa 40 m \u00fcber der Melk liegende Hochplateau des Anzenberges wird etwa in seiner H\u00e4lfte von einem m\u00e4chtigen Wallstufenbogen durchschnitten. <br \/> Diese bronzezeitliche Anlage wurde zuf\u00e4llig im Rahmen der Aufnahme der Bodendenkmale festgestellt.<br \/> Der rund 300 m lange Wall erreicht eine H\u00f6he von 6 m und verl\u00e4uft in einem Bogen vom N-Hang des Berges zum S-Hang. Am N-Abbruch des Plateaus ist der Rest eines ehemals dem Wallstufenfu\u00df Vorgelagerten Grabens erkennbar, der den Berghang abw\u00e4rts noch gut verfolgbar ist.<br \/> Gegen S erscheint eine am Wallfu\u00df liegende Gel\u00e4ndestufe. <br \/> Der S-Teil des Walles liegt \u00fcber einem nat\u00fcrlichen Taleinschnitt, der bis zur Melk hinunterf\u00fchrt.<br \/> Im Bereich der Bauernh\u00f6fe von Anzenberg entspringen mehrere Quellen, deren Wasser durch den Taleinschnitt zur Melk flie\u00dft. Es war dies auch die Wasserversorgung der Bronzezeitsiedlung. Der vom Wall gesch\u00fctzte Siedlungsbereich hat eine ovale Form mit einem Dm. von 250 x 180 m und f\u00e4llt gegen S gleichm\u00e4\u00dfig einige Meter ab.<br \/> Die Anlage zeigt den w\u00e4hrend der Bronzezeit \u00fcblichen Befestigungstypus, der im Wesentlichen durch Abgraben einer Gel\u00e4ndestufe gebildet wurde. Die Stufe war urspr\u00fcnglich nahezu senkrecht abgeb\u00f6scht worden. Vor der B\u00f6schung verlief ein Graben. Das dabei gewonnene Erdmaterial d\u00fcrfte auch bereits zur Aufsch\u00fcttung eines niedrigen Walles auf der Stufenkrone gedient haben. Von diesem Wall sind heute durch die Beackerung nur mehr Spuren vorhanden. Nur im N-Teil ist die Wallaufsch\u00fcttung auch an der Innenseite erkennbar.<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Im NW, N und O f\u00e4llt das Siedlungsgel\u00e4nde nat\u00fcrlich steil ins Tal ab. Es ist jedoch auch an diesen Seiten eine deutliche Plateaurandkante zu verfolgen, die auf eine Abb\u00f6schung der Au\u00dfenseite zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und die m\u00f6glicherweise eine Palisade trug.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Auch zeigt die gleichm\u00e4\u00dfige Verteilung der Keramik eine weitgehende Ausn\u00fctzung der Fl\u00e4che (auf).<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Auf den Beginn der Besiedlung verweist ein sp\u00e4tneolithisches Steinbeil.<br \/> Die Masse der Keramik von der Siedlungsfl\u00e4che ist der fr\u00fchen bis mittleren Bronzezeit sowie vor allem auch der Urnenfelderzeit zuzuordnen. Hallstattzeitlich ist ein Bronzet\u00fcllenhammer vom Anzenberg sowie Keramik mit Graphitbr\u00f6ckchen. Der T\u00fcllenhammer ist im Museum in Melk. <br \/> Die Anlage wurde sp\u00e4ter auch von den Kelten ben\u00fctzt. Scherben der Latenezeit weisen auf einige H\u00f6fe innerhalb der bronzezeitlichen Befestigung (hin).<br \/> M\u00f6glicherweise diente die Anlage noch in den Ungarkriegen als Fluchtburg. <br \/> Karolingerzeitliche Keramik wurde von Kustos des Museums Melk Anton Harrer am Anzenberg aufgelesen. <br \/> Vermessen durch H. A. P\u00f6chhacker am 3. II. 1990 und Hermann Schwammenh\u00f6fer.<br \/> LITERATUR: F. HUTTER, Unsere Heimat 1964, S. 66&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/span><br \/><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> Um 1120 werden Heinrich und Otto von Ancinberg in einer Freisinger Urkunde genannt. <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Geschichtliche Beilagen zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17\/2001, S. 563; Hormayr, Die Bayern im Morgenlande, M\u00fcnchen 1832, S. 48<\/span>&nbsp;<\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">GB zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17\/2001, S. 564; Hueber, Austria ex archivis Mellic. Illustrata, S. 14.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">1217 erscheint Otto von Antzenperge (Anzenberg bei Zelking) in einer Melker Urkunde.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Bei der Pfarrgr\u00fcndung durch Alber von Celking und seiner Hausfrau Minzla (von Volkersdorf) wurden 1346 auch Zehente auf Anzenberg und auf einer Hofstatt in Anzenberg als Abgeltung der Mutterpfarre Melk zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">GB zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17\/2001, S. 566<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">1348, 24. Juni stiften Alber von Celking und seine Frau Minzla drei Wochenmessen in der (neuen Pfarr)Kirche&nbsp; aus den Zehent zu Anczenperg (Anzenberg) und 24 d Dienst von einer Hofst\u00e4tte zu Anczenperg.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> GB zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17\/2001; S. 567 <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> 1363 18. Juni, vermacht u.a. Hanns III. von Zelking seinen drei Br\u00fcdern (Stephan III., Ulrich IV. und Heinrich IV.) zwei G\u00fcter auf dem Anzenberg mit 12 \u00df (Schilling) Dienst, &#8230;<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> GB zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17\/2001, S. 567&nbsp; <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> 1439, Samstag nach dem Auffahrtstag (16. Mai), verkauft Hans der Kr\u00f6ssling zum Dorf sein Gut am Anzenberg (bei Zelking) dem Sigmund Pielacher und kaufte daf\u00fcr 1443 von dem K\u00fcenast das Amt B\u00f6hamberg. Er starb 1478 und wurde in der Klosterkirche zu Gleink begraben.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">GB XV. Band 1977, S. 192; Wi\u00dfgrill, Schauplatz, V., S. 84<\/p>\n<p> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">1176\/82 bezeugt \u201eHadamarus de Ancinberge\u201c eine Seelger\u00e4tsstiftung Heinrichs v. Murstetten an das Kloster G\u00f6ttweig (FRA II\/69, Nr. 385). 1180\/90 ist \u201eEgino de Hancinberc\u201c als Gefolgschaftsmitglied des Vogtes Friedrich v. Perg Zeuge einer Raitenhaslacher Tradition (Dumrath, Nr. 58). <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> 1217 ist \u201eOtto de Anzenperge\u201c in einer ldfl. Urkunde f\u00fcr das Kloster Melk nachweisbar (BUB II, Nr. 208). Der Sitz ist offenbar fr\u00fch abgekommen. (M.K., G.R.) <br \/> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 402<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <br \/> <\/span><\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Lage\/Baubeschreibung<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Das Dorf Anzenberg, worauf Weigl (HONB) und P\u00f6chhacker die urk. Quellen beziehen, liegt ca. 3,3 km s\u00fcdwestlich von Zelking. Der Sitz bleibt heute verschollen. (G.R.<\/span>)<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 402<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 20px; color: #000000;\"><strong>Arb<\/strong><\/span><br \/><span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><strong>KG Mannersdorf<\/strong><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><strong><br \/> E<\/strong><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>hemalige Wehranlage \u201eT\u00fcrkenkogel\u201c in der Arb<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-373\" style=\"width: 253px; height: 345px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/grundri%20trkenkogel.jpg\" width=\"500\" height=\"687\" \/><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">Plan dieser ehem. Kleinbefestigung <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">Auf einem oberhalb einer sumpfigen Wiese westlich von Arb gelegenen talnahen Sporn erhebt sich im Zwiesel zweier von H\u00f6henberg kommender B\u00e4che das imposante dreiteilige Erdwerk einer Hausberganlage, des urkundlich ab 1120 genannten Sitzes Aliube. Die beiden nat\u00fcrlichen Bachgr\u00e4ben werden durch drei Quergr\u00e4ben miteinander verbunden und gliedern die Anlage in den sogenannten \u201eT\u00fcrkenkogel\u201c mit einer H\u00f6he von 4 m am Ostende, auf den ein langes, leicht nach Westen ansteigendes Mittelwerk (90 x 25 m) folgt. Am Westende befindet sich der eigentliche Burgh\u00fcgel, der das Mittelwerk um 3 Meter \u00fcberh\u00f6ht. An diesen schlie\u00dft noch ein Halsgraben an, der das gesamte Werk vom Hinterland abriegelt.<\/span>&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Die Anlage geh\u00f6rt zum Typus der kleinen Adelsburgen, wie sie f\u00fcr Ministerialengeschlechter des hohen und sp\u00e4ten Mittelalters charakteristisch sind. Die Urform der Hausberge (auch Turmh\u00fcgelburgen genannt) bilden ein von Wall und Graben umgebener, k\u00fcnstlich aufgeworfener oder aus dem Gel\u00e4nde geschnittener H\u00fcgel, der die Gestalt eines Kegel- oder Pyramidenstumpfes besitzt. Dieser H\u00fcgel tr\u00e4gt das feste Haus, den Sitz des Edelmannes und seines Gesindes. Gr\u00f6\u00dfere Anlagen weisen mehrere W\u00e4lle und Gr\u00e4ben um die Zentralfl\u00e4che auf, die in die Befestigung&nbsp; miteinbezogen sein konnten. Hausberganlagen besitzen einen zumeist nur geringen Fassungsraum, haben aber trotzdem in unruhigen Zeiten den Untertanen Schutz gew\u00e4hrt. Sie dienten ihrem Besitzer als gut gesch\u00fctzte Wohnung, sicherten die Herrschaft \u00fcber Land und Leute und Repr\u00e4sentierten Macht und soziale Stellung. Sie stellten damit wichtige historische Quellen f\u00fcr die Orts- und Besiedelungsgeschichte dar.<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Die Hausberganlage von Arb geh\u00f6rt zu den eindruckvollsten Beispielen ihrer Art. Ihre unversehrte Erhaltung liegt wegen ihrer geschichtlichen und kulturellen Bedeutung in \u00f6ffentlichem Interesse.<\/span>&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Im Zusammenhang damit wird auch auf folgende Literatur\/alte Ansichten\/Pl\u00e4ne verwiesen: Ortsakten BDA (Schriftlicher Nachlass Herbert Anton P\u00f6chhacker).<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Hermann Schwammenh\u00f6fer (Wien), Fundberichte aus \u00d6sterreich 23, 1984, 323.<\/span>&nbsp; &nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Das Bundesdenkmalamt teilte&nbsp; im Sinne der \u00a7\u00a7 37 und 45 Absatz 3 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 mit, dass es beabsichtigt, die Hausberganlage Arb, Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf, Gerichts- und Verwaltungsbezirk Melk, N\u00d6, Gdst.Nr. 291 (EZ 86), Gdst.Nr. 232 (EZ 89), KG Mannersdorf bei Zelking, Flur Fuchsgraben, wegen ihrer geschichtlichen und kulturellen Bedeutung gem\u00e4\u00df \u00a71 und \u00a73 des Bundesgesetzes vom 25. 9. 1923, BGBl.Nr. 533\/23 (Denkmalschutzgesetz), in der Fassung der Bundesgesetze BGBl.Nr. 92\/1959, 167\/1978 und 473\/1990, wegen \u00f6ffentlichen Interesses an ihrer Erhaltung unter Denkmalschutz zu stellen.<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Im 12. Jh. erscheint \u201eWolfkerus de Aliub\u201c als Zeuge in einer Traditionsnotiz von St. Nikola zu Passau, sein Ansitz kann hier in Arb vermutet werden. <\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> Der 1200 und 1209 genannte \u201eEspin de Naeleub\u201c bzw. \u201eAeschwinus de Aeliube\u201c und seine S\u00f6hne Heinrich und Jubort&nbsp; sind Gefolgsleute der Peilsteiner (UB St. P\u00f6lten I, Nr. 20). <\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">1289 ist \u201eOtto de Eleub\u201c in einer Melker Urkunde&nbsp; Zeuge des regensburgischen Lehenstr\u00e4gers Friedrich v. Hausegg. Im 14. Jh. ist der Sitz verm. bereits&nbsp; abgekommen. (M.K. G.R.) <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 403\/404<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Lage\/Baubeschreibung<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\">Die im Volksmund \u201eT\u00fcrkenkogel\u201c genannte Hausberganlage liegt&nbsp; 3,5 km&nbsp; s\u00fcdwestl. von Zelking, rund&nbsp; 250 m&nbsp; westl. der Rotte Arb im so g. \u201eFuchsgraben\u201c. Die Gel\u00e4ndesubstruktionen nutzen eine schmale Gel\u00e4ndezunge, die in den Zwiesel zweier B\u00e4che l\u00e4uft, welche 1,8 km \u00f6stl. in die Melk entw\u00e4ssern. Dazu liegt eine Planskizze P\u00f6chhackers vor, die eine rund 200 m lange Anlage, orientiert NW-SO, erkennen&nbsp; l\u00e4sst. Der daraus erschlie\u00dfbare Zustand ist noch heute g\u00fcltig.&nbsp; Der Gro\u00dfteil verbirgt sich im bewaldeten Fuchsgraben, nur das als \u201eT\u00fcrkenkogel\u201c bezeichnete Erdwerk springt in die z.T. beackerte Bachniederung vor. Der Zusammenfluss der beiden B\u00e4che am SO-Fu\u00df des H\u00fcgels bildete einst eine versumpfte Senke, die noch heute als saure Wiese erhalten ist. Der urspr. wohl kegelstumpff\u00f6rmige H\u00fcgel ist heute durch rezente Gel\u00e4ndever\u00e4nderungen vor allem an der NO-Seite stark reduziert. Erhalten ist ein rund 6 m hohes und 24 m langes, an der Bergseite 12 m breites Erdwerk, das tlw. Mit Gras bewachsen, tlw. Von jungem Nadelgeh\u00f6lz und Buschwerk \u00fcberwuchert ist. Der \u201eT\u00fcrkenkogel\u201c bildete aber nur das Vorwerk der Anlage. Ein 4 m tiefer Abschnittsgraben trennt ihn von den im Graben situierten teilen ab, die wohl das einstige Kernwerk bildeten. Der zun\u00e4chst folgende Teil ist ein ca. 90 m langes, durchschnittlich 20 m breites, der L\u00e4ngsachse folgendes Plateau. Unmittelbar nordwestl. Folgt, nur durch einen stark verebneten Graben getrennt, ein ca. 15 x 16 m gro\u00dfes, etwas erh\u00f6htes Plateau, das Schwammenh\u00f6fer als \u201eTurmh\u00fcgel\u201c anspricht. Gegen NW, von wo verm. der Zugang erfolgte, zeigt das Plateau eine schildwallartige Erh\u00f6hung. Vom unmittelbaren Vorgel\u00e4nde ist es durch einen noch 3 m tiefen Halsgraben getrennt, inwieweit das Vorgel\u00e4nde im Bereich des Zuganges einbezogen war, ist heute nicht mehr zu bestimmen. Die topographiebedingt axial angeordnete Anlage ben\u00f6tigte durch die tief eingeschnittenen B\u00e4che keine Flankensichernden Befestigungen. Gegen\u00fcber den \u00fcberh\u00f6henden und nahe heranger\u00fcckten Gegenh\u00e4ngen liegt das Burgareal erstaunlich tief, hier ist es aber durch die in den Fels geschnittenen Gerinne in nat\u00fcrlicher Form gesch\u00fctzt. Vor allem der nord\u00f6stl. Einschnitt \u00fcberrascht durch senkrecht ausgesp\u00fclte Felsw\u00e4nde. Die Anlage ist bis auf die l\u00e4ngere Zeit zur\u00fcckliegenden Ver\u00e4nderungen am Vorwerk in einem relativ guten Erhaltungszustand.&nbsp; Bis auf den durch Bewuchs unzug\u00e4nglichen \u201eT\u00fcrkenkogel\u201c ist das Gel\u00e4nde nur mit Hochwald bestanden, ein entsprechender \u00dcberblick ist daher leicht zu gewinnen. Leider wurden die Erdwerke durch einen im s\u00fcd\u00f6stl. Graben beginnenden und die gesamte Anlage durchschneidenden Holzbringungsweg etwas beeintr\u00e4chtigt. Funde, die in Form und Dauer der Nutzung weisen k\u00f6nnten, liegen bislang nicht vor. (G.R.)<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\">Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 403\/404<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Grub<\/strong><\/span><span style=\"font-size: 14pt;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14pt; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <br \/><\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\">Eine Burg Grub erhielt Sigmund Telizer 1479 von Kaiser Maximilian, sie wurde nach mehrw\u00f6chiger Belagerung am 17. Oktober 1485 durch die Ungarn unter Matthias Corvinus erobert. (M.K.) Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 404<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px; color: #000000;\"><strong>Lage\/Baubeschreibung<\/strong><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"> <\/span> <\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> Aus \u00e4lteren Berichten ist zu entnehmen, dass nahe der Rotte Anzenberg die abgekommene Burg Grub gesucht wurde \u2013 und wird. Nach der Bev\u00f6lkerung lag diese n\u00f6rdl. von Anzenberg auf einem zur Melk abfallenden Steilhang. Hutter fand hier anl\u00e4sslich einer Gel\u00e4ndebegehung im Auswurfmaterial von Dachsbauten Keramikscherben, die jedoch als pr\u00e4historisch eingeordnet wurden. B\u00fcttner berichtet (unter Wildenstein) von einer am W-Hang des Melktals situierte \u201eBurgwiese\u201c, wobei er eine Verwechslung mit der Anlage Vornholz (KG Ritzengrub, OG St. Leonhard am Forst, s. d.) am rechten Ufer der Melk konkret&nbsp; ausschlie\u00dft. In der flachen Senke westl. der Rotte Anzenberg liegen die \u201eGrubh\u00f6fe\u201c, Anzenberg Nr. 9 und 10. Sie liegen 3,6 km s\u00fcdwestl. von Zelking und sind auf der \u00d6K 50\/Blatt 54 mit dem Namen \u201eGrub\u201c ausgewiesen. Der vielfach auftretende Name Grub (eine Streusiedlung dieses Namens liegt nur 3 km s\u00fcd\u00f6stl. bei Zwerbach in der KG Rainberg, OG Ruprechtshofen) l\u00e4sst jedoch Zweifel an der Lokalisierung der Burg Grub aufkommen. (G.R.) <br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Entnommen aus: BURGEN Mostviertel 2007, S. 404<br \/> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> (*) Im Bereiche der Ortschaft Anzenberg am linken Melkufer d\u00fcrfte jene Burg GRUB gelegen gewesen sein, von der (Schober, Bl. f. LK. 1879, S. 264) berichtet, da\u00df sie 17. Oktober 1485 von den Ungarn zerst\u00f6rt wurde <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">(* HR Ing. Dr. Georg Binder, Die Nieder\u00f6sterreichischen Burgen und Schl\u00f6sser I. Teil, 1925, S. 138).<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px; color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Burgstall Althaus Zelking (sehr gut erkennbarer Burgstall) \u00d6K 54, N 160 mm, O 115 mm &nbsp; Auf diesem Gel\u00e4nder\u00fccken (Burgstall Althaus), befand sich einstmals die erste Wehranlage der Herren von Zelking Deutlich kann man hier \u201eKerben\u201c, also die ehemaligen Wallgr\u00e4ben, sehen Der Burgstall erstreckt sich am (bewaldeten) Bergkamm nord\u00f6stlich vom Hochbauer (*). Die Anlage besteht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":352,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40],"tags":[],"class_list":["post-374","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-burgstaelle-und-wallanlagen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=374"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/374\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}