{"id":50,"date":"2009-02-02T11:12:14","date_gmt":"2009-02-02T11:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/zelking.com\/2009\/02\/02\/das-geschlecht-zelking\/"},"modified":"2009-02-02T11:12:14","modified_gmt":"2009-02-02T11:12:14","slug":"das-geschlecht-zelking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/?p=50","title":{"rendered":"Das Herrengeschlecht der Zelking"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><\/span><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die Herren von Zelking und Ruine Zelking&nbsp;<\/strong><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Fortsetzung aus: Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich &#8230; (ab Seite 135)<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Erster Teil unter: Die Orte \u2013 Zelking (Ort und Umgebung)<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Freiherren und Ritter von Zelking stammten aus einem uralten ansehnlichen Dynasten Geschlecht, welches in Oesterreich ob und unter der Ens beg\u00fctert war, und hohe Ehrenstellen begleitete. Lazius leitet ihre Abkunft von den celtischen V\u00f6lkern her, welche in den \u00e4ltesten Zeiten das Schlo\u00df Celting oder Zelking erbaut haben sollen.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-27\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/lazius.jpg\" height=\"309\" width=\"236\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Bild entnommen aus: StadtChronik Wien, 1986, Seite 105<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Wolfgang Lazius (eigentlich Wolfgang Laz , * 31. Oktober 1514 in Wien; \u2020 19. Juni 1565 ebenda)<br \/> war Humanist, Geschichtsschreiber, Kartograf, Professor und kaiserlicher Leibarzt (Wikipedia)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Angabe ist nicht zu verb\u00fcrgen, dagegen ist es aber aus Urkunden gewi\u00df, da\u00df sich dieses Geschlecht vor Alters her Schlierbach genannt, und mit den \u00fcbrigen Herren von Schlierbach, deren Stammschlo\u00df am Rhein war, einerlei Abkunft und Wappen hatten. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">In Feierabends Turnierbuch erscheint Achaz Landherr von Zelking, der im Jahre 948 das dritte Turnier zu Constanz (Konstanz am Bodensee) besuchte <strong>(eine historisch gesehen unrichtige Angabe, die immer weitergegeben wird!)<\/strong>. Nach dieser Angabe w\u00e4re das Schlo\u00df Zelking gestanden, als noch auf dem Platze (Stiftsfelsen) des heutigen Melk, welches nicht gar weit davon entfernt ist, die Eisenburg der Ungarn als ihre Grenzfeste stand, da solche erst im Jahre 983 durch den (unter dem!) Markgrafen Leopold I. von Oesterreich erobert und zerst\u00f6rt wurde. Ein Ludwig Herr von Schlierbach wird im Kloster Garsten in einem Stiftsbrief einer Matrone Hildegardis und Ulrich von Jphse (Ybbs), ihres Sohnes, im Jahre 1096 nebst Diepold Grafen Vohburg, Adalbert Graf von Rebgau, Berengar von Capell, Gundacker von Steyer, und mehrere Andere als Zeugen unterfertigt gefunden.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Jahre 1100 erscheint als Besitzer der Burg Wernher von Zelking; Ulrich von Zelking wird in zwei Urkunden des Herzog Leopolds von Oesterreich und Steyer, \u00fcber einige dem Stifte Melk best\u00e4tigte G\u00fcter in den Jahren 1208 und 1217 unter den Zeugen gelesen. In einem von K\u00f6nig Ottokar von B\u00f6hmen dem Kloster Melk ertheilten Freiheitsbrief vom Jahre 1256 erscheinen Chunrad (Konrad von Zagging!), Albert (Alber I.) und Ludwig (I.) von Zelking als Zeugen. Syboto von Zelking (Zagging!), Chunrads Sohn, verschaffte und \u00fcbergab im Jahre 1265 einige Eink\u00fcnfte in Ruprechtsdorf (Ruprechtshofen) zur Kirche St. Leonhard am Forst; und Otto (I.), Ludwigs Sohn, wird im Jahre 1276 bekannt. Ein anderer Otto (III.) von Zelking zu Schollach lebte im Jahre 1316. Derselbe, der sich auch wahrscheinlich Herr von Sch\u00f6neck (Sch\u00f6negg) schrieb, war im Jahre 1334 mit Margareth von Thierstein verm\u00e4hlt, die ihm drei S\u00f6hne und eine Tochter gebar, n\u00e4mlich Heinrich, Jobst, Albero und Anna, welche an Herrn Hansen von Schwarzenau sich verehelichte. Herzog Albrecht II. verglich im Jahre 1338 den Streit des Otto von Zelking mit dem Abt zu Seitenstetten wegen der Freiheit des Hofes zu Tulbing und der Gerichtsbarkeit daselbst dahin, da\u00df Otto von Zelking die betreffende Todtschl\u00e4ger blos an Leib, und nicht an Gut zu bestrafen haben sollte.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Albero Herr von Zelking und Sch\u00f6negg, war vom Jahre 1338 bis 1360 mit Elisabetha Herrin von Walsee verehligt (verehelicht) und liegt in der Kirche zu Baumgartenberg in Ober\u00f6sterreich begraben. Er hinterlie\u00df die S\u00f6hne Johann, Stephan, Ulrich und Heinrich. Diese vier Br\u00fcder machten im Jahre 1361 f\u00fcr sich und ihre Nachkommen eine Erbverbr\u00fcderung oder Erbfolge, besonders wegen der Veste Zelking, Sch\u00f6negg etc. So waren auch 1365 die Herren und Ritter Stephan, Ulrich und Heinreich, Br\u00fcder, dann Ulrich, Otto, Albert und Rudolf von Zelking, ihre Vettern, im Herzog Rudolphs IV, von Oesterreich Stiftsbriefe der errichteten Universit\u00e4t zu Wien nebst vielen Gro\u00dfen und Edlen als Zeugen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Stephan von Zelking war der \u00f6sterreichischen Herzogin Hofmeister. Ulrich Zelking zu Freidegg, hatte sich mit Anna von Prunner verm\u00e4hlt im Jahre 1361, und bestimmte ihr zur Morgengabe 600 Pfund Pfennige. Ulrich und Stephan starben aber kinderlos.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Heinrich von Zelking hat im Jahre 1369 von Hans und Ulrich Schecken, das Amt Groissere, und die Kirchenvogtei zu Ernsthofen gekauft. Heinrich von Zelking und Schallaburg oder Scholach (wahrscheinlich ein anderer), war im Jahre 1398 und 1399 Vogt des Klosters Gaming, und kaufte von Herrn zu Tannberg die Kirchenlehen zu Ferschnitz.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Hierbei bemerken wir, da\u00df die Hauptlinie der Herren von Schlierbach und Zelking sich schon durch Heinrich von Schlierbach mit den obigen Gliedern verpflanzt hat. Dieser Heinrich von Zelking und Schlierbach, wird au\u00dfer dem schon oben erw\u00e4hnten Ludwig Herrn von Schlierbach im Jahre 1096 (1196?), in den Jahren 1239 und 1241 in Urkunden angef\u00fchrt und <em>Miles strenus<\/em> genannt. Er hinterlie\u00df drei S\u00f6hne: Alber, Wernher und Ludwig, die dann urkundlich als Herren von Zelking erscheinen. Nicht nur Otto von Zelking, der im Jahre 1316 lebte und bereits erw\u00e4hnt wurde, nannte sich zu Scholach, sondern ein Ludwig von Schlierbach und Zelking, der in Dokumentenvom Jahre 1284 bekannt wird, f\u00fchrte fr\u00fcher schon den Titel von Schollach (Schallaburg), vermuthlich von seiner Mutter, die eine Gr\u00e4fin von Scholach war.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Otto IV. von Zelking und Schlierbach, war im Jahre 1348 Schiedsrichter und Spruchmann, nebst Herrn Cadold von Ekartsau und Alber von Rauhenstein, zwischen Hermann von Wolfgersdorf und Stephan von Schlatt, wegen einiger Gr\u00fcnde, etc. Heinrich III. von Zelking, war schon in seiner fr\u00fchesten Jugend ein Kriegsmann, und hatte im Jahre 1324 und 1325 den Feldz\u00fcgen in Baiern unter Herzog Leopold beigewohnt. Otto VII. von Zelking, Heinrichs III. Sohn, empfing im Jahre 1386 vom Erzbischof von Salzburg, das Haus und Gut Reichersdorf zu Lehen. Heinrich von Zelking empfing im Jahre 1406 vom Herzog Leopold die Veste und das Dorf D\u00fcrnchrutt (D\u00fcrnkrut, im Viertel unter dem Manhartsberg) zu Lehen. Alber Herr von Zelking, Ritter von Weinberg, Ebenthal und Stillfried, welcher sich auch Erbherr von Zelking und Schallaburg schrieb und nannte, erschien in einem Verm\u00e4chtni\u00dfbrief, worin er seiner Gattin Agnes 600 Pfund Heirathsgut, und 400 Pfund Pfennige Wiederlage, dann 200 Pfund als Witwen-Unterhalt bestimmte.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Christoph Herr von Zelking und Weinberg, Zelking=Sierndorf, Leonstein, Ebenthal und Weierburg, war im Jahre 1468 und 1470 Kaiser Friedrichs IV. Rath bei den Landrechten. Im Jahre 1474 half er nebst vielen andern Edlen das Schlo\u00df H\u00f6rschlag belagern und besetzen. Im Jahre 1480 \u00fcbergab ihm der Kaiser auch die Vogtei der Pfarrkirche zu St. Veit, und \u00fcber die Filiale zu St. Oswald im Freist\u00e4dter Landgericht. Er starb im Jahre 1491 und ist in der von ihm erbauten (erbauen lassenden!) Pfarrkirche zu Kefermarkt begraben, allwo er in der vorhandenen Grabschrift <em>Christophorus Baro de Zelking<\/em> (Christoph Freiherr von Zelking) genannt wird.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> Hans von Zelking wurde am 5. April 1486 von Kaiser Maximilian I. zu Aachen mit dem Schwerte Kaisers Carl des Gro\u00dfen zum Ritter geschlagen; er war kaiserlicher Rath und Truchse\u00df, und im Jahre 1491 kaiserlicher Pfleger zu Freistadt.<\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-28\" style=\"width: 132px; height: 154px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/freistadt%20i.jpg\" width=\"272\" height=\"317\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Freistadt (Teilansicht) im M\u00fchlviertel\/Ober\u00f6sterreich<br \/> \u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG\u201c<\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;&nbsp; <br \/> <\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-29\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/maximilian.jpg\" height=\"119\" width=\"191\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Kaiser Maximilian I. auf Postkarte 2009 (Ausschnitt)<br \/> \u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG\u201c <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Derselbe erscheint auch im Jahre 1508 unter dem Herrenstande auf dem gro\u00dfen Landtage zu Krems. Wilhelm von Zelking zu Weinberg, Sierndorf, Ebreichsdorf am Moos, etc. war des Kaisers geheimer Rath, und der verwitweten K\u00f6nigin Maria oberster Hofmeister. In seinen Jugendjahren noch, im Jahre 1509, zog er nebst seinem Bruder Wolfgang mit den Hilfsv\u00f6lkern, welche die n.\u00f6. St\u00e4nde dem Kaiser Maximilian im Kriege gegen die Venetianer stellten zu Felde. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-30\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/maximilian%203.jpg\" height=\"320\" width=\"453\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Abbildungen von Kaiser Maximilian I. von folgenden K\u00fcnstlern: (v. l. n. r.) Bernhard Strigel, Peter Paul Rubens und Albrecht D\u00fcrer. Alle Bilder befinden sich im Kunsthistorischen Museum Wien<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG\u201c <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\">Dieser ward vom Kaiser Carl V. bei der Kr\u00f6nung zu Aachen zum Ritter geschlagen. Georg Wilhelm zu Zelking, verlieh dem Gabriel Pentscher, Beneficiaten zu St. Leonhard im Jahre 1523 den Zehent zu Pottendorf. Peter Wilhelm von Zelking hatte im Jahre 1553 seinem Bruder Paul, seinen v\u00e4terlichen und m\u00fctterlichen Antheil an den G\u00fctern in Nieder\u00f6sterreich verkauft. Seine Gattin war Justina von Pohlheim. Paul Wilhelm von Zelking war kaiserlicher Hauptmann zu Hainburg, und Maximilians II. K\u00e4mmerer; er starb im Jahre 1568.<br \/> <\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-31\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/wappen%20hans%20wilhelm.jpg\" height=\"364\" width=\"234\" \/><br \/> Dieses Wappen des Hans Wilhelm von Zelking stammt aus dem Freundschaftsalbum des Jonas Rottenburger aus etwa 1590 und wurden freundlicherweise seitens der Museen Horn zVg.<\/p>\n<p> <\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-32\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/andraschek.jpg\" height=\"375\" width=\"234\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Der Leiter der Museen der Stadt Horn, Herr Wolfgang Andraschek (11. Juli 2010)<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Im Katalog: Der Horner Bund 1608, Seite 259 ist dieses Wappen nur beschrieben unter: c) Hans Wilhelm von Zelking.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Das Buch (Freundschaftsalbum) wurde 2007 restauriert und zerlegt, die Einzelbl\u00e4tter sind in einer Mappe aufbewahrt.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-33\" style=\"width: 132px; height: 154px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/wappen%20pm.jpg\" width=\"355\" height=\"420\" \/>&nbsp; <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Personalisierte Briefmarke mit bildgleichen Motiv<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(Layout Franz Jell)<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Hans Wilhelm von Zelking zu Weinberg, Rastenberg, Leonstein, Dornach und Wartberg, war Kaiser Rudolphs II. K\u00e4mmerer und Landrath in Oesterreich ob der Ens und Verordneter der Landschaft in diesem Lande. Im Jahre 1602 besa\u00df er die Herrschaft Rastenberg im Viertel unter dem Manhartsberg und hatte wegen der Pfarrrechte zu Sch\u00f6nau mit dem Kloster Zwettl in demselben Jahre Mi\u00dfhelligkeiten.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> Derselbe hatte nach Absterben aller seiner S\u00f6hne, noch im Jahre 1622 die Herrschaft Zelking seinem Vetter Christoph Wilhelm \u00fcberlassen und starb im Jahre1623. Mit ihm ist die abgestammte Linie der Herren von Zelking erloschen (die Herren von Zelking sind erst mit Ludwig Wilhelm, welcher 1634 auf dem hiesigen Schloss verstarb, erloschen!).<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> Die Stammherrschaft und Veste Zelking, unweit Melk, welche diese Familie durch so viele Jahrhunderte best\u00e4ndig besa\u00df, haben \u00f6fters die Herren von Zelking gemeinschaftlich, oft aber auch nur die \u00e4ltesten des Geschlechtes inne gehabt, bis im Jahre 1542 Christoph der j\u00fcngere Herr von Zelking die Herrschaft seiner Frau Muhme Margaretha und ihrer mit Wilhelm von Zelking erzeugten Kinder Gerhaben Georg von Zelking verkaufte, worauf die Herrschaft immer bei der j\u00fcngern Zelking=Sierndorfischen Familie blieb und nachhin in der br\u00fcderlichen Theilung der G\u00fcter unter Wilhelms S\u00f6hnen, an Paul Wilhelm von Zelking allein gelangte, der solche im Jahre 1561 besa\u00df. Nach seinem kinderlosen Hintritte im Jahre 1568, kam die Veste Zelking an Carl Ludwig und weiters nach dessen Tode an seinen Sohn Christoph Wilhelm, dessen Vorm\u00fcnder aber solche w\u00e4hrend seiner Minderj\u00e4hrigkeit dem Hans Wilhelm verkauften und den 13. Mai 1590 bei dem n. \u00f6. st\u00e4ndischen G\u00fcltenbuche aufsandten. Dieser zahlte am 9. December 1598 die Landesanlagen, \u00fcberlie\u00df aber kurz vor seinem Tode, n\u00e4mlich am 1. Mai 1622, diese Herrschaft dem Christoph Wilhelm von Zelking, kaufsweise.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-34\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/zelkingwappen.jpg\" height=\"374\" width=\"237\" \/><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Totenschild von Ludwig Wilhelm von Zelking<\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">Der ehemalige Totenschild des letzten Zelkingers Ludwig Wilhelm (aus der Pfarrkirche stammend) befindet sich im Vorraum des Gemeindeamtes.<br \/> Wappentafeln fanden einst bei den Begr\u00e4bnisfeierlichkeiten Verwendung; dies entstand aus dem Brauch, Schild und Waffen eines verstorbenen Adeligen \u00fcber seinem Grab aufzuh\u00e4ngen. Die heute sich im Vorraum des Gemeindeamtes in Zelking befindliche Wappentafel geh\u00f6rt gest\u00fcrzt (das hei\u00dft kopf\u00fcber) angebracht, da mit Ludwig Wilhelm von Zelking das Geschlecht 1634 erloschen ist!<\/p>\n<p> Nachdem mit dem Letzten Zelkinger Ludwig Wilhelm das Geschlecht erloschen ist, hat Frau Susanna Regina von Polheim und Wartenburg, geborne Herrin von Zelking, die Herrschaft g\u00e4nzlich eingel\u00f6st, und solche in Folge ihres Testaments von 10. M\u00e4rz 1652 ihrem bl\u00f6den Sohne Hans Cyriacus von Polheim zugedacht und diesem die von ihrer Tochter Salome von Polheim, verehligte Gr\u00e4fin von Sinzendorf zur\u00fcckgelassene S\u00f6hne August und dessen Bruder und Nachkommen substituiert, welche letztern auch die Herrschaft Zelking durch gerichtlichen Ausspruch am 15. M\u00e4rz 1658 gegen Erlag von 15.000 Gulden Capital, und \u00fcberdie\u00df lebensl\u00e4nglicher Unterhaltung des bl\u00f6dsinnigen Hans Ciriacus einverantwortet wurde. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\"><span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Wappen der Freiherren von Zelking ist ein quadrierter oder vierfeldiger Schild; das erste und das vierte Feld ist schr\u00e4g, oder \u00fcber das Eck herab bis zum untern rechten Winkel das erste, das vierte hingegen rechts herab schr\u00e4g bis untern linken Winkel gespalten, die obere H\u00e4lfte im silbernen oder wei\u00dfen, die untere im blauen Grund getheilet, welches das alte Wappen der Herren von Zelking war. Das neuere zeigt im zweiten und dritten roten Feld einen einw\u00e4rts aufsteigenden L\u00f6wen, welches zweite rechts herab schr\u00e4g und das dritte ebenso links getheilt, an der oberen H\u00e4lfte von Gold, an der unteren blau ist, worin der L\u00f6we mit ausgestreckten Pfoten, herausgeschlagener rother Zunge, hinter sich aufgeworfenen doppeltem Schwanze und mit goldener Krone auf dem Haupte geziert ist. Dieses Feld mit dem L\u00f6wen haben die Herren von Zelking wegen der durch Heirath \u00fcberkommenen Herrschaft Schallaburg gef\u00fchrt und auch nach Erl\u00f6schen der Linie von Schallaburg die \u00fcbrige Zelking\u2019sche Familie in einem quadrirten Schilde beibehalten, mit rothem Wachs siegeln zu d\u00fcrfen. Oben auf dem Wappenschild erscheinen zwei gekr\u00f6nte offene goldene Helme, wobei auf den erstern vordern Helm zur Rechten zwei links schr\u00e4g herabgetheilte, oben wei\u00dfe, unten blaue Adlerfl\u00fcgel hintereinander, auf den andern Helm zur Linken aber zwei rothe mit gelben Schwungfedern gemengte, vorne mit zehn goldenen Herzchen bes\u00e4ete Adlerfl\u00fcgel ebenfalls hintereinander aufrecht gestellt sind. Die Helmdecke ist zur rechten Seite blau und Silber oder wei\u00df, zur Linken Gold und roth.<br \/> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-35\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/holz.jpg\" height=\"359\" width=\"243\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Die geschnitzte Version vom ehemaligen Schlo\u00df Zelckhing<br \/> (nach G. M. Vischers Kupferstich 1672)<\/span> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Am Hiesberg steht eine Ruine,<br \/> es war einst ein pr\u00e4chtiges Schlo\u00df.<br \/> Manch\u2019 Knappe hier aber diente<br \/> einem m\u00e4chtigen Ritterspro\u00df.<br \/> Von ihren Heldentaten,<br \/> erz\u00e4hlt man sich noch heut\u2019<br \/> und in den Kemenaten,<br \/> da sa\u00df manch\u2019 sch\u00f6ne Maid.<br \/> Ludwig Pichler im August 1993<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die andern Besitzer von der Herrschaft Zelking sind nach den Vormerkungen des n. \u00f6. st\u00e4ndischen G\u00fcltenbuches folgende: Im Jahre 1662 Andr\u00e4 Hans Joachim Graf von Sinzendorf, durch Einantwortung von den von Zelking\u2019schen Erben; im Jahre 1698 dessen Sohn Franz Wenzel; im Jahre 1739 dessen S\u00f6hne Johann, Joseph, Wenzel, Philipp und Anton Grafen von Sinzendorf; Im Jahre 1756 Josepha Gr\u00e4fin von Sinzendorf, durch Kauf von ihren S\u00f6hnen den Vorigen; im Jahre 1763 Philipp Graf von Sinzendorf; im Jahre 1789 Franz Wenzel Graf von Sinzendorf; im Jahre 1795 Octavian Graf von Sinzendorf; im Jahre 1802 Franziska Gr\u00e4fin von Harrach, verwitwete Gr\u00e4fin von Sinzendorf, geborne Gr\u00e4fin von Kinsky; im Jahre 1820 Carl Leonhard Graf von Harrach, und gegenw\u00e4rtig die Erben desselben (Entnommen aus: Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens. Elfter Band, Viertel Ober=Wienerwald. Wien 1838, Seite 135\u2013142).<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Lanzo<\/strong><\/span><\/span><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Briefauszug (I)<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp; <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00dcber Zwerch (quer, zu einem anderem Geb\u00e4ude befindlicher Bauteil) steht ein zweiter Stock mit drei Gaden, darin gew\u00f6lbte Zimmer, ein Stall f\u00fcr 8 Pferde, daran Wagenschupfe, Sch\u00f6pfbrunnen mit gro\u00dfem Rad, des Pfisters (B\u00e4cker) gew\u00f6lbte Stube; alles mit Schindeln, der Turm mit Blech gedeckt, freies Eigen, angeschlagen auf 2.500 fl.; der Meierhof, Seitenstettener Lehen; gegen\u00fcber das Br\u00e4uhaus, nicht in Betrieb, aber mit Pfanne und Br\u00e4uzeug versehen, hier kann bei Missraten des Weines wieder Bier gebraut werden. N\u00e4chst dem Meierhof das Neugeb\u00e4ude, Seitenstettener Lehen, worin der Pfleger wohnt, mit gew\u00f6lbtem Keller auf 500 Eimer Wein. Die Kirchenvogtei zu Zelking hat das Patronatsrecht mit der Gewalt, Pfarrer aufzunehmen und abzusetzen, angeschlagen auf 500 fl. Die Filiale M\u00e4tzlstorff ist streitig. Kirchtag zu Zelking am Sonntag nach Lorenzi und M\u00e4tzlstorf am Tag Bartholom\u00e4, wovon nur wenig Nutzen.<br \/> Safranzehent in Zelking, Priel, M\u00e4tzlstorff, Pergen, Mayrhofen und Frainingau, in mittleren Jahren 20 Loth, jedes 1&nbsp;Schilling wert, und Safrandienste 2 Loth usw.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Schenkgerechtigkeit zu Zelking bei 50 Eimer Wein, wurde im Neugeb\u00e4ude, wo der Pfleger seine Wohnung hatte, ausgeleutgebt, da die Herrschaft keine eigene Taverne hatte, etc. (Teilentnahme aus: GB zum St. P\u00f6ltner Di\u00f6zesanblatt, Band 17, 2001, Seite 588).<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-36\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/schloss%202.jpg\" height=\"276\" width=\"338\" \/><br \/> Das Schloss Zelking \u2013 Abbildung auf dem ehemaligen Theatervorhang (aus dem ehemaligen Pfarrhof)<\/p>\n<p> <\/span><br \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-37\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/schloss%201.jpg\" height=\"318\" width=\"334\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Schloss Zelking (\u00d6lgem\u00e4lde im Saal vom Gasthaus Schaider) <\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Wahrhaftigkeit siegt \u00fcber das Dunkle,<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Burgen und Schl\u00f6sser bestimmen<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>die M\u00e4chtigkeit der Lande.<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<strong>Sieget weiter, ihr tapferen Knappen<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp; Markusius Husarius<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Vortrag, gehalten von Frau Dipl.-Ing. Dr. Edith Frimmel aus Kefermarkt am 28. 9. 1996 in Zelking<\/strong><\/p>\n<p> <\/span><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Das Geschlecht der Herren von Zelking<\/strong>&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Liebe Zelkinger!<\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> Vor allem bedanke ich mich f\u00fcr die Einladung vor Ihnen sprechen zu d\u00fcrfen. Da ich von Weinberg bei Kefermarkt komme, verbindet mich mit Ihnen der Name des Geschlechtes der Zelkinger.<br \/> Von Eurem kleinen, scheinbar unbedeutenden Ort hat das bedeutende Geschlecht der Zelkinger seinen Namen.<br \/> Es wird zu den \u201eApostelgeschlechtern\u201c gez\u00e4hlt; das hei\u00dft: zu den 12 (!) \u00e4ltesten Adelsgeschlechtern im mitteleurop\u00e4ischem Raum.<br \/> Lassen Sie mich die geschichtliche Entwicklung kurz aufzeigen.<br \/> Nachdem unter dem hl. Severin die r\u00f6mische Bev\u00f6lkerung zum gro\u00dfen Teil das Land verlassen hatte, drangen mongolisch-asiatische V\u00f6lker mit den Ihnen untert\u00e4nigen germanischen Kriegern und auch slawische Bauern in unser Gebiet ein. Erst nach dem Aufstreben des Fr\u00e4nkischen Reiches, welches sich als Nachfolgerstaat des westr\u00f6mischen christlichen entwickelte, haben bayrische Familien nach Osten hin Landnahme mit Besiedelung vorgenommen, wobei gutes Weide- und Ackerland bevorzugt wurde. Wichtig war f\u00fcr die Bedeutung des Reiches die Christianisierung der sogenannten \u201eHeiden\u201c und damit verbunden die Gr\u00fcndung von Bischofssitzen, Kl\u00f6stern und Taufkirchen.<br \/> Edle Familien bekamen das Recht, feste H\u00e4user zu bauen und dazu schenkte der Kaiser Land, das ihm geh\u00f6rte. Die \u00fcbrige Bev\u00f6lkerung wohnte ja in Holzh\u00fctten. Es gibt daher oft den Namen Hochhaus, Althaus, Neuhaus, Hauser und \u00e4hnliche Namen. Diese zeugen von festen Bauten, die meist auf Anh\u00f6hen errichtet wurden.<br \/> Als Markgrafen, Mark bedeutet Grenze, gegen Osten bezogen die Babenberger ihre Burg, das hei\u00dft ein \u201efestes Haus\u201c auf dem Felsvorsprung \u00fcber die Donau oberhalb des Ortes Melk, die der Babenberger Leopold I. im 10. Jhdt. dem Grafen Sizzo abgenommen hatte. In seinem Gefolge zogen bedeutende und ehrgeizige Familien nach.<br \/> So begaben sich auch die Herren von Hagenau, die sich nach ihren Besitzungen am Inn nannten, in das fruchtbare Tal der Melk. Heute ist Hagenau ein kleines Schl\u00f6sschen 4 km n\u00f6rdlich von Braunau im Staugebiet des Inn. Hartwig von Hagenau bezeugte am 19. August 1088 zu Lorch einen G\u00fctertausch zwischen Altmann, Bischof von Passau und dem Markgrafen Ottokar von Steyr. Sein Sohn Reginbrecht, heiratete Helena, die Witwe von dem edlen Lanzo und die Schwester des Udalschalchs von Stille. Helena brachte ihm Besitzungen im Tal der Melk und die Burg Zelking; vielleicht ist es besser zu sagen ein festes Haus als Burg in diese Ehe mit. Ob es ein Althaus oder ein Neuhaus gibt, ist heute nur mehr schwer zu sagen. Vielleicht k\u00f6nnen Funde im Boden dar\u00fcber einmal mehr Auskunft geben.<br \/> Bitte achten Sie auf Scherben im Gebiet des Althausers.<br \/> Nach dem Besitz aus der ersten Ehe seiner Frau Helena, nennt sich Reginbrecht auch Herr von Zelking. er wird auf Urkunden zwischen 1109 und 1130 erw\u00e4hnt. Seine Kinder, die S\u00f6hne Wernhard I., Reginbrecht II., Hartwig II., Odalricus (Ulrich) und die Tochter Richardis sind auf zahlreichen Urkunden zu finden, speziell im Zusammenhang mit dem Markgrafen von \u00d6sterreich Leopold III, der sp\u00e4tere Heilige; besonders im Zusammenhang mit gerechtfertigten Anspr\u00fcchen des Stiftes G\u00f6ttweig.<br \/> Wernhard nannte sich einmal nach Hagenau, das andere Mal hei\u00dft er von Zelking und kommt auf Urkunden vor, die zwischen 1116 und 1130 datiert sind. Sein Sohn Reginbrecht war Probst zu St. P\u00f6lten und sp\u00e4ter Bischof von Passau und starb an der griechisch-t\u00fcrkischen Grenze im 2. Kreuzzug am 10. November 1148.<br \/> Frau Helena und ihre Tochter vergaben nach dem Ableben von Reginbrecht I. zum Seelenheil des verstorbenen G\u00fcter an das Stift Seitenstetten und z\u00e4hlten somit zu dessen Gr\u00fcndern. Darunter war auch der Meierhof von Zelking (im Ortsteil Gassen), der bis 1634 ein Lehen von Seitenstetten blieb. Hartwig II. tritt als Zeuge auf der Schenkungsurkunde des Staufers K\u00f6nig Konrad III. auf. Darin schenkt er dem Kloster Garsten 400 Mansen in dem k\u00f6niglichen Walde Ritmarch zwischen den Fl\u00fcssen Jaunitz und Agist bis zur b\u00f6hmischen Grenze. Es ist dies der Raum um Freistadt, der auch das Gebiet um Weinberg einschlie\u00dfen k\u00f6nnte. Als Hartwig II. kinderlos starb, vermachte seine Witwe den Besitz um Hagenau an das Stift Reichersberg als Seelger\u00e4t f\u00fcr den Verstorbenen. Wernhard I. \u00fcbernimmt das Erbe und sein Sohn Reginbrecht III. vererbt weiter an den, nach seinem Gro\u00dfvater benannten Wernher II.<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Hagenauer nennen sich von nun an nur mehr von Zelking.<br \/> Wernher II. von Zelking tritt, wie es im 12. und 13. Jahrhundert \u00fcblich wird, in den Dienst des Landesf\u00fcrsten, man spricht von der landesf\u00fcrstlichen Ministerialit\u00e4t und stellt damit seine Feste unter den Schutz des Landesf\u00fcrsten, des Herzogs Leopold V. von \u00d6sterreich, von dem er diese wieder zu Lehen Empfing.<br \/> Unter Ulrich II., Wernhards Sohn, vermehrten die Zelkinger ihren Besitz und gelangten zu gro\u00dfer politischer Bedeutung. Durch die Heirat mit der Tochter des Schlierbachers Ottokar II. gelangte die Feste Schlierbach mit ihren G\u00fctern in das Eigentum der Zelkinger; m\u00f6glicherweise auch die Schallaburg. Die S\u00f6hne Alber und Ludwig finden wir im engsten k\u00f6niglichen Gefolge Ottokars von B\u00f6hmen, der als Nachfolger der Babenberger fungieren wollte, aber dem gew\u00e4hlten deutschen K\u00f6nig Rudolf von Habsburg weichen mu\u00dfte. Beide S\u00f6hne werden als ministerialis austriae bezeichnet. W\u00e4hrend Alber nur den Sohn Wernher III. hatte, der kinderlos starb \u2013 trotzt zweier Ehen, hatte Ludwig sechs Kinder.<br \/> Eigentlich&nbsp; h\u00e4tte sein \u00e4ltester Sohn Otto II. das gesamte Erbe antreten m\u00fcssen, aber der Oheim, der Stiefbruder von Ludwig II., Otto I. als \u00e4lterer, riss mit Geschick das Erbe an sich, baute die Schallaburg aus, \u00fcbernahm Sch\u00f6negg und Freydegg, sowie den Schlierbacher Besitz, das ihm als Lehen von Herzog Albrecht von \u00d6sterreich best\u00e4tigt wurde.<br \/> Der Neffe Otto II. und rechtm\u00e4\u00dfige Erbe wurde vielleicht mit einem Teillehen von Weinberg und der Amts\u00fcbernahme als Burghauptmann von Freistadt f\u00fcr das verlorene Erbe entsch\u00e4digt. Typisch ist, dass beide Ottos die T\u00f6chter des oberen Landrichters ob der Enns, Ulrich von Kapellen heirateten. Otto I. nahm Elisabeth und der nur wenig j\u00fcngere Neffe Otto II. die Leucardia von Kapellen zur Frau. Damit teilten sich die Zelkinger in zwei Linien, die von Schallaburg und die von Sch\u00f6negg (Weinberg) und Freydegg. Alle Lehenbriefe von Weinberg sind unauffindbar, vielleicht bewusst vernichtet worden.<br \/> Der Sohn Ottos I., Alber II. war Begr\u00fcnder der Pfarre Zelking 1346 und dessen Sohn Heinrich der Erbauer des Presbyteriums der Kirche. Otto II. hatte f\u00fcnf Kinder, von denen Otto IV. die Linie Sch\u00f6negg begr\u00fcndete und Heinrich II. in Weinberg verblieb. Sie erbten die Feste Sch\u00f6negg mit ihren Br\u00fcdern, die Feste Burgschleinitz und auch Ebenthal fielen an Heinrich. Da er alles seinen vier m\u00e4nnlichen Kindern vererbte, kam es in der Folge zu Erbstreitigkeiten.<br \/> Welches Ansehen die Zelkinger unter den Habsburgern genossen, sieht man daraus, dass die vier S\u00f6hne Heinrichs und deren drei Oheime auf der Gr\u00fcndungsurkunde der Universit\u00e4t vom Jahre 1365 stehen. Sohn Albrecht heiratete Agnes von Rohr und schenkte ihm die S\u00f6hne Erhart und Wilhelm, wobei der \u00e4ltere der bedeutendere war und die Herrschaft Weinberg, damit den Besitz der Zelkinger, wesentlich vermehrte. Er starb aber ohne Kinder zu hinterlassen. Wilhelm hatte f\u00fcnf Kinder, darunter Hanns, der von Kaiser Friedrich III. (mit dem Schwert Karl des Gro\u00dfen) auf der Tiberbr\u00fccke in Rom zum Ritter geschlagen wurde. Hanns&nbsp; war auch unter den Brautwerbern um Prinzessin Eleonora von Portugal, starb aber fr\u00fch.<br \/> Christoph II. bekam vom Kaiser Friedrich III., dessen G\u00fcnstling er war, 1470 das Lehen mit der Feste Weinberg und den dazugeh\u00f6rigen Besitzungen. Er war kaiserlicher Rat und Pfleger von Freistadt.<br \/> <\/span><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-38\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/freistadt%20ii.jpg\" height=\"139\" width=\"165\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Freistadt nach einer alten Ansicht<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG\u201c <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ihm fiel von seinem Oheim Erhard auch die halbe Feste Zelking zu. Christoph II. war der Bauherr der Kirche von Kefermarkt, die er zur eigenen Pfarrkirche erheben lie\u00df und in seinem Testament die Errichtung des herrlichen gotischen Schnitzaltars verf\u00fcgte.<\/p>\n<p> <\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-39\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/christophorus.jpg\" height=\"183\" width=\"140\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/christophorus.jpg 300w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/christophorus-230x300.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der hl. Christophorus (rechte Schreinfigur) vom gotischen Fl\u00fcgelaltar in Kefermarkt auf Briefmarke: Denkmalschutzjahr 1975<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG\u201c <\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Mittel wurden aus den Ertr\u00e4gen der Grundholden von Bergern, Meierh\u00f6fen und Freiningau (gelegen in der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf, unweit von Melk in Nieder\u00f6sterreich \u2013 siehe: <strong>Beitr\u00e4ge aus Kefermarkt<\/strong> \u2013<\/span><span style=\"color: #000000;\"> <strong>Der Kefermarter Schnitzaltar<\/strong>) f\u00fcr acht Jahre inklusive Vergoldung zur Verf\u00fcgung gestellt. Aus seiner Ehe mit Margaretha von Pottendorf stammten die Kinder Hanns und Veit, und mit Apollonia von Polheim Wilhelm und Wolfgang, sowie die Tochter Anna. R\u00fchrend ist sein Testament zu lesen; wie er besorgt \u00fcber die Erziehung seiner Kinder verf\u00fcgt.<br \/> Auch Hanns wurde Pfleger von Freistadt und mit Veit mit Weinberg, Leonstein und der halben Feste Zelking von Kaiser Maximilian I. belehnt. Hanns heiratete die Tochter Johanns von der Leiter zu Pern, hatte mir ihr zwei T\u00f6chter und den Sohn Christoph III. Veit, der m\u00e4chtigste unter den S\u00f6hnen, vermehrte seinen Besitz, \u00fcberlebte aber seine 12 Kinder, die fr\u00fch verstarben. Der Sohn Hanns war Epileptiker, studierte aber in Wittenberg Luthers Theologie. An die j\u00fcngeren Br\u00fcder Veit, Wilhelm II. und Wolfgang fielen nach einigen Erbvertr\u00e4gen Grafendorf und Sierndorf, wo Wilhelm II. wohl unter dem Eindruck des Kefermarkter Altares einen in Kalksandstein gehauenen, \u00e4hnlichen Renaissancealtar errichten lie\u00df. An der Evangelienseite sieht man die Altargr\u00fcnder Wilhelm II. von Zelking und seine Frau Margaretha, geborenen von Sandizell in ihren damaligen Kleidungen. Dar\u00fcber h\u00e4ngt ein noch erhaltener Totenschild eines Zelkingers; er stammt von dem wohlhabenden Carl Ludwig von Zelking, der als geheimer Rat Erzherzogs Karls fungierte und den Rang eines obersten Stallmeisters einnahm. Man bot ihm das Oberkammergrafenamt \u00fcber die niederungarischen Bergst\u00e4dte (Bergwerksorte) an, aber die Forderungen des Zelkingers waren zu hoch; man lehnte daher ab.<br \/> Christoph III., der rechtm\u00e4\u00dfige Haupterbe konnte sein Verm\u00f6gen nicht so gut verwalten und es verfiel nach seinem Ableben der Krida, wie es hei\u00dft.<br \/> Peter Wilhelm, aufgewachsen bei seinem Vater in Sierndorf, ehelichte Justina von Polheim, starb schon 1568 und hinterl\u00e4sst seinen minderj\u00e4hrigen Sohn Hanns Wilhelm (II.?). Er und sein Vetter Christoph Wilhelm II. (1575<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><span style=\"color: #000000;\">1631), des Carl Ludwigs Sohn, waren somit die letzten erbberechtigten m\u00e4nnlichen Nachkommen des Geschlechtes der Herren von Zelking.<br \/> Aus dem Knaben Hanns Wilhelm wurde der m\u00e4chtigste seines Geschlechtes. Er wurde Verordneter des Herrenstandes in \u00d6sterreich ob der Enns. Hanns Wilhelm wehrte sich gegen die Missst\u00e4nde im Bauernstand und in der katholischen Kirche; er geh\u00f6rte der lutherischen Religion an, verabscheute auch die Gewaltanwendung der Bauern. Er wehrte sich gegen die Laxheit Kaiser Rudolf II. und hoffte auf die Zusage von Erzherzog Mathias, die, als Mathias Kaiser wurde, nicht eingehalten wurden.<br \/> Der Amtsraum des Hanns Wilhelm von Zelking im Linzer Landhaus, sieht dem Rittersaal im Schloss Weinberg \u00e4hnlich, vielleicht hatte er ihn erbauen lassen. Die gotische Burg auf Weinberg lie\u00df er zu einem repr\u00e4sentativen Renaissanceschloss umbauen.<br \/> <\/span><br \/> &nbsp;<br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-40\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/weinberg.jpg\" height=\"147\" width=\"190\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/weinberg.jpg 391w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/weinberg-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Abbild von Schloss Weinberg aus Anla\u00df der Ober\u00f6sterreichischen Landesausstellung 1988<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG\u201c <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Genauso geschah es mit dem Schloss zu Zelking. Weinberg blieb bis heute ein Wohnschloss, w\u00e4hrend Zelking zur Ruine verfiel.<br \/> Am 13. 5. 1590 erkaufte Hanns Wilhelm von der Vormundschaft Christoph Wilhelm II. die Herrschaft Zelking. Am 6. 6. 1622 kaufte Christoph Wilhelm II. von Wolfhart Streun die Herrschaft D\u00fcrnstein. Sein gr\u00f6\u00dfter Schmerz war, dass seine Kinder zum Teil im S\u00e4uglingsalter verstarben; Heinrich Wilhelm in jungen Jahren und Richard Wilhelm auf seiner sogenannten Kavalierstour nach Paris, eben dort; beide im Jahre 1606.<br \/> Nach dem Tod seiner ersten Frau Anna Susanna, geborene Herrin von Starhemberg, schrieb er ein ersch\u00fctterndes Testament im J\u00e4nner 1616. Noch im Jahre 1617 ehelicht er Anna Jakobina, des Ehrenreich Freiherr von Kainach Tochter. Im F\u00fcrstenzimmer zu Weinberg sind jeweils die acht Ahnen seiner Mutter und seines Vaters in Form von Allianzwappen festgehalten. Erst nach der zweiten Eheschlie\u00dfung lie\u00df er die Supraporten \u00fcber den beiden T\u00fcren errichten. Bei der Entzifferung der Unterschriften waren uns die Messingtafeln auf den S\u00e4rgen der Zelkinger eine gro\u00dfe Hilfe \u2013 ein Dank an den Pfarrer Edmund Warchol von Zelking.<br \/> Mit diesen 16 hochadeligen Vorfahren war die Hoff\u00e4higkeit des Geschlechtes erwiesen. Da die Erben fehlten, hatte der katholische Kaiser Ferdinand eine scheinbar gerechtfertige Begr\u00fcndung, auch Herrn Hanns Wilhelm von Zelking als treuer Protestant zum Verkauf seiner G\u00fcter zu dr\u00e4ngen. Er zog sich in den letzten Monaten seines schicksalsreichen Lebens zu seiner Tochter Susanna Regina, verehelichte Polheim, auf Zelking zur\u00fcck und starb dort im Alter von 66 Jahren am 30. Juni 1627.<br \/> Christoph Wilhelm II. \u00fcbernahm gem\u00e4\u00df Testamentverordnung vom 28. 1. 1616 die Besitzungen im Machland. Schlie\u00dflich mu\u00dfte aber auch er verkaufen und es kam zum Leihkauf an den katholischen Herrn Hans Christoph von T\u00fcrheim. Christoph Wilhelm II. starb nur drei Jahre sp\u00e4ter mit 56 Jahren am 27. April 1631 in Wien und wurde in der Zelkinger Pfarrkirche begraben. Dessen Sohn Ludwig Wilhelm, der letzte seines Geschlechtes starb erst 28-j\u00e4hrig und erhielt seine Ruhest\u00e4tte neben seinem Vater. Die Cousine Susanna Regina lebte bis 1644 auf dem Schloss Zelking.<br \/> <\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Vielleicht gelingt es Ihnen diese Mauern einem sinnvollen Zweck zuzuf\u00fchren, so wie es uns gelang Weinberg weiterleben zu lassen.<\/p>\n<p> <\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-41\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ruine.jpg\" height=\"204\" width=\"307\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ruine.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ruine-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 307px) 100vw, 307px\" \/><br \/> Die Ruine Zelking<\/p>\n<p> Sagenumsponnen ragt die Ruine<br \/> Von Bergesh\u00f6he in\u2019s Tal&nbsp;<br \/> Und gr\u00fcsst majest\u00e4tisch vom Walde<br \/> Die Sch\u00f6nheiten sonder Zahl,<br \/> Die Mutter Natur in Sch\u00f6pferkraft<br \/> So tausendf\u00e4ltig f\u00fcr Zelking geschafft.<br \/> (Aus einer Ansichtskarte von 1912)<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Ruine Zelking I<br \/> <\/strong><\/span><br \/> Bis zu den Knien<br \/> stehst du im Schutt,<br \/> du m\u00e4chtige Ruine \u2013<br \/> welche war einstmals<br \/> ein pr\u00e4chtiges Schlo\u00df.<\/p>\n<p> Deine Mauern halten Stand<br \/> schon seit Jahrhunderten,<br \/> doch der Zahn der Zeit<br \/> nagt immer mehr an dir!<\/p>\n<p> Wie um Hilfe bittet<br \/> ein m\u00e4chtig\u2019, hoher Pfeiler<br \/> und Fensterlose Augen<br \/> schauen in das Land.<\/p>\n<p> Dicke Mauerreste stehen noch,<br \/> aber wie lange?<br \/> Und bange,<br \/> ist nicht nur mir<br \/> um dich!<br \/> Ludwig Pichler, Winter 2002\/03<\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Ruine Zelking<\/strong><\/span><\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Beginn des Baues dieser ehemaligen Wehranlage durch die Hagenauer, die sich sp\u00e4ter nach dem Ort benennen, d\u00fcrfte in den Anf\u00e4ngen des 12. Jahrhunderts liegen.<br \/> Diese, jetzt zur Ruine zerfallene Burganlage hat noch immer imposantes, aufrecht stehendes Mauerwerk.<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Teile der S\u00fcdmauer, welche schon seit Jahren nach Au\u00dfen geneigt waren, st\u00fcrzten mit donnerndem Get\u00f6se im M\u00e4rz 1981 den Abhang hinunter.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp; <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-42\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ruine%20sdwand.jpg\" height=\"266\" width=\"437\" \/><\/span>&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Ruine mit der ehemaligen S\u00fcdwand<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Ruine Zelking II<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> Einst gebaut, als m\u00e4cht&#8217;ge Veste,<br \/> doch es fallen Stein um Stein.<br \/> L\u00e4ngst entschliefen Herr und Knechte \u2013<br \/> zu Staub wurde ihr Gebein!<\/p>\n<p> Die Ruine nah\u2019 bei Zelking<br \/> blickt jetzt traurig in das Tal.<br \/> Einstmals gab man frohe Feste,<br \/> heut&#8216; sind ihre Mauern kahl.<\/p>\n<p> Und man schrieb auch hier Geschichte<br \/> f\u00fcr eine sehr lange Zeit.<br \/> Frauen, Ritter sind verschwunden,<br \/> alles nur mehr Vergangenheit!<\/p>\n<p> Heut\u2019 sucht man f\u00fcr Chronikwerke<br \/> B\u00fccher, Bilder, &#8230; Einst gemacht.<br \/> Mir ist\u2019s als h\u00f6rte ich sagen \u2013<br \/> danke, dass ihr Unser gedacht &#8230;<br \/> Ludwig Pichler 2003<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Steht man vor dem ehemaligen Eingang, welcher aus gehauenen Quadersteinen besteht, so sieht man unter Schutt vergraben noch gro\u00dfe Teile des \u00fcberdimensionalen granitenen Rundbogens. \u00dcber diesem sollten sich einstmals drei Wappendarstellungen befunden haben (Schlierbach \u2013 Hagenau \u2013 Zelking?). <\/span> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das heute noch aufrecht stehende Mauerwerk besteht gr\u00f6\u00dftenteils aus Steinen (in verschiedenen Verarbeitungsweisen), aber auch teilweise aus Ziegeln und wurde vom 12. Jahrhundert an erbaut und bis in das 17. Jahrhundert erweitert.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-43\" style=\"width: 330px; height: 219px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/r-ziegel%201.jpg\" width=\"600\" height=\"400\" \/> &nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-44\" style=\"width: 331px; height: 220px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/r-ziegel%202.jpg\" width=\"600\" height=\"400\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> \u201eRuinenziegel\u201c, links mit Abdruck von einem Huhn, rechts (Linksseitig) vermutlich Fingerspuren<br \/> Gr\u00f6\u00dfe (ca.) 25x18x5\/6 cm<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Anhand des Kaminschlotes erkennt man heute noch die Einteilung von sechs Stockwerken.<\/span>&nbsp; <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Als man die wenigen, aber sehr gro\u00dfen B\u00e4ume im Inneren entfernte, nahm das Geb\u00fcsch \u00fcberhand und dieses zerst\u00f6rte dadurch viel schneller das Mauerwerk.<\/span>&nbsp;&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das unbequeme Leben in solchen kahlen und schwer heizbaren R\u00e4umen sowie die \u201eDachsteuer\u201c f\u00fchrten zum Untergang dieser einstigen Stammburg der Herren von Zelking.<\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Als mit Ludwig Wilhelm von Zelking dieses \u00fcber 500 Jahre bestehende, einstmals freie, sp\u00e4ter in die Ministerialit\u00e4t sich begebende, zum \u201eApostelgeschlecht\u201c z\u00e4hlende Geschlecht erlosch, sollte seine Schwester Susanna Regina noch bis 1644 die R\u00e4umlichkeiten bewohnt haben.<\/span>&nbsp; <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Verwalter, welche die sp\u00e4teren Besitzer einsetzten (diese sollten sich wegen einer Seuchengefahr l\u00e4ngere Zeit entfernt aufgehalten haben), lie\u00df das Geb\u00e4ude verfallen und es wurde nicht mehr aufgebaut (man wohnte von da an im benachbarten Schloss Matzleinsdorf).<\/p>\n<p> <\/span>&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-45\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ruine%20zelking.jpg\" height=\"313\" width=\"373\" \/><\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ruine Zelking (Ausschnitt) aus: Mostviertler Kalender 2006&nbsp; <\/span><\/span>&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;(gemalt von Frau Helene Privoznik)<br \/> &nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">\u201eUnd Burgen stehen stolz aus Stein, jedoch mit Leben nur erf\u00fcllt gibt ihnen Sinn ihr sein!\u201c<\/span><\/strong><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"color: #000000;\">Kurt Kremers<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-46\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ruine%202007a.jpg\" height=\"261\" width=\"384\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ruine Zelking im fr\u00fchen Fr\u00fchling 2007<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ob und wann es zu einer Sanierung dieser in Privatbesitz befindlicher Ruine kommt, steht in den Sternen.<\/span> &nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Viele w\u00fcrden eine Sanierung begr\u00fc\u00dfen und so zuk\u00fcnftigen Generationen diese zur Ruine verkommende Anlage, noch erhaltend wissen!<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ludwig Pichler, M\u00e4rz 2008<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Aus der Ruine stammend &#8230;<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-47\" style=\"width: 302px; height: 200px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/x.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/x.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/x-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/> &nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-48\" style=\"width: 150px; height: 201px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/armbrust.jpg\" width=\"250\" height=\"337\" \/><\/span><br \/> &nbsp; <span style=\"color: #000000;\"> Doppelpfeilspitze (f\u00fcr die Jagd auf gr\u00f6\u00dferes Wild?) von einer Armbrust und Armbrustsch\u00fctze<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 16px;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Beitrag Zelking<\/span><\/strong><span style=\"color: #000000;\"> <strong>von<\/strong> <strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">Franz Eppel<\/span><\/span><\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">Von Gassen aufw\u00e4rts erreicht man in 20 Gehminuten die Burg- bzw. Schlo\u00dfruine:<\/span> Westseitig Richtung Zelking eine bogenf\u00f6rmig vorgelagerte Wehrmauer aus sp\u00e4tmittelalterlichem Bruchsteinmauerwerk (Mauerwerk aus gebrochenen Natursteinen, die unverarbeitet in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen und unregelm\u00e4\u00dfig vermauert werden), mit schmalen Schartenfenstern (Schie\u00dfscharten) und Spuren eines Laufganges mit Zinnen (h\u00e4ufig rechteckige Zacken auf Mauern und T\u00fcrme). In der m\u00e4chtig gro\u00dfen Au\u00dfenwand mit ihrer schlichten Steinrahmung (kommen bei Abbrucharbeiten an den alten H\u00e4usern&nbsp; in Zelking wieder ans Tageslicht!) der Fenster, dem glatten, ungegliederten Wandverputz und den Ortb\u00e4ndern, in grobem Rieselputz. Ein zyklopenhaft (riesiges) m\u00e4chtiges, \u00fcberdimensional gegliedertes Rundbogentor f\u00fchrt in das Hofinnere. An der rechten (s\u00fcdseitigen) hohen Mauer (eingest\u00fcrzt lt. Fr. Hildegard Gruber\/Gassen Freitag auf Samstag, den 5. auf den 6.&nbsp;M\u00e4rz 1981) sind:<\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1.) der rom. Mauersockel aus Granit 12.&nbsp;Jahrhundert, dar\u00fcber&nbsp;<\/span><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">2.) die got. Bruchsteinmauer 15.&nbsp;Jahrhundert und<\/span><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">3.) bekr\u00f6nend die sp\u00e4tmittelalterlichen Wehrzinnen deutlich zu unterscheiden. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">An der Wand gegen\u00fcber erkennt man innen die Anfang 17.&nbsp;Jahrhundert in das unregelm\u00e4\u00dfige Bruchsteinmauerwerk allenthalben eingef\u00fcgten bar. Bauten aus Ziegeln, vor allem nachtr\u00e4glich eingef\u00fchrte Kamine. An der linken hinteren Ecke, wo sich einstmals die Hochburg mit dem Berchfrit (auch Bergfried \u2013 Hauptturm einer Burg zur Beobachtung und Verteidigung) befand, ragt freistehend ein ruin\u00f6ser Kaminschlot, an welchem die einstige Unterteilung in sechs (!) Stockwerke zu konstatieren ist.<br \/> Die vier \u00e4u\u00dfersten Ecken des enorm weitl\u00e4ufigen Geb\u00e4udes werden von in Ziegeln aufgemauerten Rundt\u00fcrmchen, \u00e4hnlich Scharwachtt\u00fcrmchen (kleine Wacht- und Aussichtst\u00fcrmchen), \u00fcberragt. Bergseitig schneidet ein tiefer, k\u00fcnstlicher aus dem Felsen gehauener Halsgraben die Anlage ab. Insgesamt hinterl\u00e4sst die Ruine wegen ihrer imposant weitl\u00e4ufigen Ausdehnung sowie wegen der leicht feststellbaren und unterscheidbaren Baudetails am romantisch-ruin\u00f6sen Mauerwerk einen nachhaltigen Eindruck.<br \/> <span style=\"color: #000000;\">Vor dem Eingang stehend hat man einen herrlichen Fernblick von Maria Taferl bis Weitenegg und \u00fcber die Bergketten n\u00f6rdlich der Donau vom Ostrong bis zum Jauerling.<\/span><br \/> Franz Eppel, Die Wachau, 1964, Seite 242<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Die Burgruine<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Wo Graf und Ritter Burgen bauten,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">in schweren Zeiten fest gef\u00fcgt,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">wo mancheres Schicksal sich erf\u00fcllte,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">manch&#8216; Schmerzensschrei im Wind verlief,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">dort sollst du hin die Schritte lenken<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">und sinnend im Gem\u00e4uer steh&#8217;n.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Vergangenheit wird dir erbl\u00fchen<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">und wie ein Hauch vor\u00fcberwehn.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Es wird sich Wissensdrang entfalten<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">zu diesen grauen Mauern hin<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">und wertvoll dir von da ab scheinen,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">was bis jetzt so wertlos schien.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">F. J. Huber<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Baulicher Hinweis auf die ehem. Kapelle der Burg Zelking<\/strong><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(*) Die ehem. Binnenverbauung des Hochmittelalters ist praktisch g\u00e4nzlich abgekommen, in der NO-Ecke finden sich allerdings bemerkenswerte Befunde zur ehem. Kapelle. Der als solcher nicht mehr erhaltene, bereits in der Neuzeit aufgegebene Sakralbau verzahnte nur tlw. mit dem Bering, der in den oberen Zonen erst sekund\u00e4r angestellt wurde. Der Raum ist lagem\u00e4\u00dfig anhand der tlw. erhaltenen Apside rekonstruierbar. Diese durchbrach die bergseitige Schildmauer, wobei sie raumseitig durch die bereits stark versch\u00fcttete Kalotte der Apside erkennbar ist. An der Feldseite sind nur noch geringe Reste der gerundeten Mauerschale erhalten, trotz der starken Zerst\u00f6rung sind Reste eines zentralen Rundbogenfensters erhalten. Die fehlende Mauerschale zeigt die aus opus spicatum-haften Strukturen bestehende Mauerf\u00fcllung. Ein aus dem 18.&nbsp;Jh. stammendes Aquarell l\u00e4sst unmittelbar westl. der Kapelle einen weiteren eigenst\u00e4ndigen Bauk\u00f6rper erschlie\u00dfen, der sich turmartig \u00fcber die benachbarten Geb\u00e4ude erhob und mit durchlaufenden Eckquaderungen versehen war. Da der Bau in dieser Form heute nicht mehr nachvollziehbar ist, bleibt offen, ob es sich ebenfalls um einen fr\u00fchen Bauteil handelt (*&nbsp;entnommen aus: BURGEN, Mostviertel 2007, S.&nbsp;410\/411).<\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><strong>Eine Burg nennt man einen Ort, wo ein Turm steht, der von einer Mauer umgeben ist und beide sich gegenseitig beschirmen (aus einer mittelalterlichen Z\u00fcricher Predigt). <\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">Entnommen aus: <span style=\"color: #0000ff;\">www.burgbau.at<\/span> &#8211; Stadt Friesach\/K\u00e4rnten.<\/span> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp; <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Burg-Ruine Zelking<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> Herbst-Burg,<br \/> von m\u00fcden Bl\u00e4ttern bedeckt,<br \/> gr\u00e4bst du dich selbst mit dem<br \/> Schutt der Vergangenheit zu.<br \/> Nur die Quader des Tores,<br \/> gebieten noch alten Respekt,<br \/> wie das L\u00f6wentor von Mykene.<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Str\u00e4ucher wachsen ungeniert<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">und erobern die Natur zur\u00fcck.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Du rollst Stein um Stein herab,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">wie die Sanduhr von oben zum Nichts.<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Hochgezogen und trutzig blieb<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">der viereckige Stolz.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Jetzt aber wartest du dem\u00fctig<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">statt auf Bewunderung auf Zement,<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">der dem Verfall Einhalt gebietet.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Dipl.-Psychologe Hans-Michael Krimm,<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Pilsting (Bayern), den 3. November 1996<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Zelking<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> Reginbert, der Sohn des vor 1100 nachweisbaren Edelfreien Hartwig von Hagenau, nennt sich um 1120 erstmals nach Zelking (FRA II\/69, Nr. 140).<\/span><br \/> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">M\u00f6glicherweise war er Burgvogt der Bisch\u00f6fe von Regensburg. Im 12. Jahrhundert gelangt Zelking an den Landesf\u00fcrsten, die edelfreien Zelkinger werden dessen Ministerialen. Erst 1634 stirbt das Geschlecht aus. Ab 1662 ist ein Graf Sinzendorf Besitzer der Herrschaft.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1802 gelangt sie an Graf Harrach, Ende des 19. Jh.s an Ludmilla Galgozy-Galantha.<br \/> Die Burg selbst, 1683 noch Zufluchtsort, ist seit dem 18. Jahrhundert unbewohnt.<\/span><\/span><\/span> <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Marina Kaltenegger, Gerhard Reichhalter<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Lage, Baubeschreibung<\/strong><\/span>&nbsp;<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"font-size: 14px;\">Ca. 850 m \u00f6stl. der Ortsmitte von Zelking schneiden 2 Seitenb\u00e4che des Melk-Flusses eine steile, bewaldete, spornartige R\u00fcckfallkuppe aus dem rechten Talhang. Diese Stelle, ein nordwestl. Ausl\u00e4ufer des Hiesberges oberhalb des Dorfes Gassen, bot geeignete Voraussetzungen f\u00fcr die Errichtung der Burg Zelking. Die Burgruine folgt der Ausrichtung des etwa OSO-WNW verlaufenden Spornes, der an der \u00f6stl. Bergseite durch einen m\u00e4chtigen Halsgraben vom \u00fcberh\u00f6henden Hinterland getrennt ist. Der Graben l\u00e4uft z. T. tief die angrenzenden Flanken hinab, die gegen\u00fcberliegende Felskuppe wird beiderseits von tiefen, bergw\u00e4rts f\u00fchrenden Hohlwegen begleitet. Die steilen Flanken des Spornes brachten dem relativ weit von der Siedlung abgesetzten Sitz ausreichende Sicherheit und wohl auch ein entsprechend repr\u00e4sentatives Erscheinungsbild. Die Burg des Hochmittelalters ist noch heute in Form des Berings erhalten, dessen weitgehend geradlinige, nur selten abgewinkelte Fronten ein ausgedehntes, f\u00fcr einen Sitz dieser Zeit \u00fcberdurchschnittlich gro\u00dfes Areal von mehr als 60 m L\u00e4nge umgeben. Aufgrund des Gel\u00e4ndes konnte die westl., zentral abgewinkelte Talseite auf 33&nbsp;m verbreitert werden, die nur 18 m breite, schildmauerartig ausgebaute Bergseite stemmt sich eindrucksvoll gegen das \u00fcberh\u00f6hende Vorgel\u00e4nde. Der hochmittelalterliche Bering wurde als Basis neuzeitlicher Umbauten genutzt, doch ist die Grundsubstanz, vielfach gest\u00f6rt und durch j\u00fcngere Befensterungen unterbrochen, bis in obere Gescho\u00dfebenen vorhanden. Die talseitigen Mauern erreichen eine St\u00e4rke von durchschnittlich 1,35 m, an der Bergseite ist sie in Reaktion auf&nbsp; die Gel\u00e4nde\u00fcberh\u00f6hung auf 2,28 m erh\u00f6ht. Unverzahnt angestellte j\u00fcngere Mauerteile zeigen die ehem. schildmauerartige Konzeption dieses Abschnitts, der seinerseits sekund\u00e4r erh\u00f6ht wurde. Die ehem. Binnenverbauung des Hochmittelalters ist praktisch g\u00e4nzlich abgekommen, in der NO-Ecke finden sich allerdings bemerkenswerte Befunde zur ehem. Kapelle. Der als solcher nicht mehr erhaltene, bereits in der Neuzeit aufgegebenen Sakralbau verzahnte nur tlw. mit dem Bering, der in den oberen Zonen erst sekund\u00e4r angestellt wurde. Der Raum ist lagem\u00e4\u00dfig anhand der tlw. erhaltenen Apside rekonstruierbar. Diese durchbrach die bergseitige Schildmauer, wobei sie raumseitig durch die bereits stark versch\u00fcttete Kalotte der Apside erkennbar ist. An der Feldseite sind nur noch geringe Reste der gerundeten Mauerschale erhalten, trotz der starken Zerst\u00f6rung sind Reste eines zentralen Rundbogenfensters erhalten. Die fehlende Mauerschale zeigt die aus opus spicatum-haften Strukturen bestehende Mauerf\u00fcllung. <\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-49\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/schloss%20zelking.jpg\" height=\"287\" width=\"387\" \/><br \/> Aquarell Schloss Zelking (nach einer Abbildung freundlicherweise von Frau Melanie Fr\u00f6schl nachgemalt)<br \/> Das Aquarell ist ein Geschenk der K\u00fcnstlerin!<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Aquarell l\u00e4sst unmittelbar westl. der Kapelle einen weiteren eigenst\u00e4ndigen Bauk\u00f6rper erschlie\u00dfen, der sich turmartig \u00fcber die benachbarten Geb\u00e4ude erhob und mit durchlaufenden Eckquaderungen versehen war. Da der Bau in dieser Form heute nicht mehr nachvollziehbar ist, bleibt offen, ob es sich ebenfalls um einen fr\u00fchen Bauteil handelte. Die hochmittelalterlichen Teile grenzen sich generell durch die Mauertechnik klar von den j\u00fcngeren Bauphasen ab. Trotz des wenig geeigneten Bruchsteinmaterials wurde versucht, Einzellagen beizubehalten, die sich \u00f6rtlich \u2013 etwa in h\u00f6heren Zonen \u2013 aufzul\u00f6sen scheinen. Abgleichungen, Auszwickelungen und div. Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten sind materialbedingt zu sehen, unter Umst\u00e4nden auch in einer Beschleunigung des Bauablaufs. Vielfach sind relativ ausgepr\u00e4gte Einsch\u00fcbe opus spicatum-artiger Lagen vorhanden. Als Zeitstellung ist die 1. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts vorzuschlagen. \u00c4ltere Bauteile, die durch Quellen des fr\u00fchen 12. Jahrhunderts zu erwarten w\u00e4ren, sind nicht nachweisbar. Vermutungen, die die Anlage beim \u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Hochbauer<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> (siehe da) als Vorg\u00e4ngerbau des fr\u00fchen 12. Jahrhunderts sehen, sind vielleicht berechtigt, entsprechende Forschungsergebnisse stehen bislang aber noch aus. Die standesgem\u00e4\u00df ausgebaute Burganlage gab wohl erst sp\u00e4t Anlass zu zeitgem\u00e4\u00dfen Ver\u00e4nderungen, sodass offenbar erst im 16. Jahrhundet ein umfangreicheres Bauprogramm begonnen wurde. Die ehem. randst\u00e4ndige, zumindest tlw. noch dem Sp\u00e4tmittelalter angeh\u00f6rende Innenbebauung ist bis auf wenige Reste abgekommen. Eine am n\u00f6rdl. Bering ansetzende Binnenmauer, die einem entlang der W-Front errichteten Wohnbau angeh\u00f6rte, k\u00f6nnte in das 14. Jh. zur\u00fcckreichen. An ihr sind Teile eines profilierten, verm. sp\u00e4tgotischen T\u00fcrgew\u00e4ndes erhalten. Am n\u00f6rdl. Bering sowie an der SW-Ecke ist der \u00fcberbaute mittelalterliche Wehrgang zu beobachten, der etwa im Bereich der 3. Gescho\u00dfebene der Neuzeit lag. Der heute noch erkennbare Ausbaustand basiert auf einem bereits schlossartigen Umbau der 2. H\u00e4lfte des 16.&nbsp;Jahrhunderts F\u00fcr die 4- bzw. 5-geschossige Trakte wurde der mittelalterliche Bering stark erh\u00f6ht und mit zahlreichen regelm\u00e4\u00dfig angelegten Fenstern durchbrochen. Nach der Dichte der Befensterung ist zu schlie\u00dfen, dass die vorrangigen Wohnbauten im W, im Bereich des Zugangs lagen. Nach einem Einsturz der nur wenig durchfensterten, nur von Schie\u00dffenstern im obersten Gescho\u00df durchbrochenen S\u00fcdseite eignen sich heute nur noch die westliche und n\u00f6rdliche Beringfronten f\u00fcr entsprechende Befunde. Die vorhandenen Kleinformen lassen wiederholte Adaptierungen der Neuzeit erschlie\u00dfen, die zum Teil auch Ver\u00e4nderungen der Gescho\u00dfebenen umfassten und die bereits durch starke Ziegelverwendung gekennzeichnet sind. Als Deckenauflager eines am n\u00f6rdl. Bering angebauten Trakts wurden profilierte Konsolen eingemauert. Der an die Schildmauer im O angebaute Trakt besa\u00df einen gr\u00f6\u00dferen, stichkappengew\u00f6lbten Saal, Reste des aus Ziegeln gemauerten Gew\u00f6lbes mit den Negativ-Abdr\u00fccken der Schildb\u00f6gen sind erhalten. Der Renaissancebau schloss mit einem Kranz kleiner Zierzinnen, die Ecken wiesen kleine Scharwachtt\u00fcrmchen auf, von denen jenes an der SW-Ecke tlw. erhalten ist. Lediglich die an der \u00f6stl. Bergseite konzentrierte Geb\u00e4udegruppe mit dem <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Turm&#8220; trug sichtbare Walmd\u00e4cher. Im SW des Berings liegt die Toranlage, ein kraftvoll rustiziertes Rundbogentor der 2. H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts mit der Aufnahmenische und den Rollenschlitzen einer ehem. Zugbr\u00fccke, die durch die enge, ansteigende Zwingeranlage nur erschwert vorstellbar ist. Das Tor benutzt jedoch die gegiebelte Leibung der rom. Toranlage. Die Fenster besitzen teilweise die einfach profilierten Steinrahmungen, einziger Fassadenschmuck ist eine an der NW- und S\u00fcdwest-Ecke gut erhaltene Nagelbrettquaderung, die einer Erneuerung des 17. Jahrhunderts entstammt. Der kubische Baublock der Kernburg war allseitig von einem schmalen Zwinger umgeben, der \u00fcber weite Strecken nur noch als Futtermauer erhalten ist. Im Westen bildet er im Zuge des von Norden heranf\u00fchrenden Torweges eine flankenartige Erweiterung f\u00fcr das ehem. Tor aus. Das Mischmauerwerk und eine f\u00fcr leichte Feuerwaffen konzipierte Trichterscharte im Torbereich lassen hier einen fr\u00fchneuzeitlichen Ausbau vermuten. Am Fu\u00df des Burgbergs, am Beginn des heutigen Zustiegs, liegt der ehem. Meierhof (heute das Anwesen Gassen Nr. 10). Der blockhafte 2-geschossige Bau entstand in seiner Grundsubstanz im sp\u00e4ten Mittelalter, wurde jedoch um Mitte des 16. Jahrhunderts umgestaltet. Aus dieser Zeit stammen die Stichkappengew\u00f6lbe im Inneren und die&nbsp; <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e1560<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> bezeichnete Holzbalkendecke im Obergescho\u00df. Ver\u00e4nderungen erfolgten im 20. Jahrhundert Das benachbarte Haus Nr. 12 geh\u00f6rte ebenfalls zu den neuzeitlichen Wirtschaftsstrukturen, es stammt nach Dehio aus dem 16.\/17. Jahrhundert, erfuhr jedoch ebenfalls sp\u00e4tere Ver\u00e4nderungen.<\/span> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gerhard Reichhalter<br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Mag. Dr. Thomas K\u00fchtreiber<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Institut f\u00fcr Realienkunde des Mittelalters und der fr\u00fchen Neuzeit<\/span><\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">K\u00f6rnermarkt 13<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">A-3500 Krems<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Zelckhing<\/strong><br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(*) Zelking, Zelcking, Zelckhing, Zelting, ein altes Schloss nebst einer Herrschaft in Nieder\u00f6sterreich, und zwar im Viertel ober dem Wienerwald, unweit von Melk gelegen. Dieses Schloss hat der nachstehenden Freiherrlichen Familie den Namen gegeben, die sich von Schlierbach nannte. Jetzt sind die Herren von Polheim zust\u00e4ndig (Fuhrmanns Alt- und Neues Oesterreich I. Teil, Seite 292; Zeilers Beschreibung der zehn Kreise des Heiligen R\u00f6mischen Reichs, Seite 107; H\u00fcbners Zeitungs-Lexikon; Preuenhuebers Annales Styrenses, Seite 370).<\/p>\n<p> Zelking oder Zelcking, Zelckhing, Zelkhing, eine ehemalige Freiherrliche Familie in \u00d6sterreich, die von der von Schlierbach oder Slierbach am Rhein, wo deren Stammschloss Schlierbach unweit Mosbach gelegen, ansonsten aber l\u00e4ngst abgestorben ist, abstammt und Ottomarn von Schlierbach zum Stifter hat, wie auf der Stammtafel derselben (beim Bucclino T. I, Stemmat. Germ.) zu sehen ist. Denn (wie Gaube im Adelslexikon II Th. p. 3140 schreibt) Conrad, ein Sohn Ottomarns von Schlierbach, der 1213 lebte, lie\u00df sich in Unter\u00f6sterreich nieder und nachdem er das Zisterzienserkloster Schlierbach hier gestiftet hatte, brachte er das Schloss und die Herrschaft Zelking, von dem dieser Artikel handelt, an sich, nahm den Namen davon an und pflanzte denselben fort. Siehe den Artikel: Schlierbach, im XXXV. Band, Seite 194 usf. In Preuenhuebers Annalibus Styrensibus, Seite 370, steht folgendes: \u201eZelckhing ist von den vornehmsten und \u00e4ltesten Herrengeschlechtern eines in \u00d6sterreich gewesen, welches nach des \u00d6sterreichischen Historici Wolffgangi Lazii in seinem Buch de gentium migrationibus aufzeigt, seinen Ursprung und herkommen von den gar alten Fr\u00e4nkischen V\u00f6lkern, den Altis genommen hatte, davon dieses Geschlechterstammhaus, das alte Schloss Zelting oder Zelckhing (nicht weit von Melk gelegen, und welches jetzt den Herren von Polheim geh\u00f6rt), den Namen hat. Es war ein wohlbeg\u00fctertes Herrengeschlecht, welches selbige unter anderen innegehabten G\u00fctern ein ganzes Gezirk (Bezirk) Land nacheinander, n\u00e4mlich Freidegg, Sch\u00f6negg, Zelking und Schallaburg, zu dieser Zeit besessen hatte. Aus diesem Geschlecht hat Herr Werner von Zelking um das Jahr 1100 nach R\u00fcxners Turnierbuch&nbsp; aber, Herr Achaz von Zelking schon anno 984 (*) gelebt und ist anno 1634 mit Herrn Ludwig Wilhelm abgestorben<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> (* diese Angabe ist historisch gesehen unrichtig, da eine urkundliche Erw\u00e4hnung eines Herr von Zelking erst um ca. 1120 erfolgte!).<\/p>\n<p> Bevor wir auf die ordentliche Stammreihe, die beim Buccelin I. c. befindlich ist, kommen, wollen wir vorher einige anf\u00fchren, deren in einigen gedruckten Schriften mit Ruhm Meldung geschieht. Im Jahr 1257 wurden Ulrich und Alber von Zelcking neben mehreren b\u00f6hmischen und \u00f6sterreichischen Adeligen zu M\u00fchldorf gefangen, welche K\u00f6nig Ottokar mit sich genommen hatte, da er im selben Jahr in eigener Person unversehens in Bayern eingefallen war. Sie wurden aber auch bald wieder aus der Gefangenschaft entlassen. Heinrich von Zelking war in den Jahren 1398 und 1399 Pfleger auf Steyer. Christoph von Zelking half im Jahr 1471 das Schloss Hirschlag (?), da es von den B\u00f6hmen eingenommen war, belagern. Wilhelm und Wolfgang, Br\u00fcder von Zelking, haben sich 1509 im Krieg gegen die Venetianer gebrauchen lassen. Wolfgang von Zelking war 1537 auf den in Wien auf kaiserlichen Befehl gehaltenen gro\u00dfen Konvent der f\u00fcnf Nieder\u00f6sterreichischen L\u00e4nder, und zwar als Abgeordneter von \u00d6sterreich unter der Enns, hier.<\/p>\n<p> Nunmehr wollen wir die schon gedachte Stammreihe mitteilen, welche man mit dem schon \u00f6fters erw\u00e4hnten Ottomarn von Schlierbach angefangen, welcher 1213 lebte, sein Stammhaus Schlierbach am Rhein im Amt Mosbach gehabt hatte und dessen Vorfahren unter den Pfalzgrafen der Guelphen in gro\u00dfem Ansehen lebte. Er hinterlie\u00df zwei S\u00f6hne: Konrad und Heinrich, von welchen sogleich eine Beschreibung erfolgt.<\/p>\n<p> <strong>(I.)<\/strong> Konrad von Schlierbach, mit dem Beinamen von Zelking lebte 1230 und ist derjenige, welcher, wie schon oben beschrieben, das in Unter\u00f6sterreich unweit Melk gelegene Schloss Zelking an sich gebracht, und den Namen davon angenommen hatte. Er war der Vater Sibotos von Zelking, welcher mit einer von Pernegg Ludwig von Zelking zeugte. Dieser lebte 1292 und war mit einer Offmei verheiratet, aus welcher Otto von Zelking entsprossen ist, der mit Margarethe von Thiernstein Albrecht von Zelking gezeugt hatte, welchem seine Gemahlin, Elisabeth von Wallsee, Heinrich von Zelking zur Welt brachte. Heinrich ist zweimal verm\u00e4hlt gewesen, in erster Ehe mit Katharina von Leibnitz und in zweiter mit Elisabeth von Stechau. Er ist Vater geworden von: 1.) Anna, die Bernhards von Losenstein (\u2020 1434) erste Gemahlin war; 2.) Elisabeth, der ersten Gemahlin Wilhelms I. von Puchheim, der 1445 aus dieser Welt schied, und 3.) Stephans, der sich mit Elisabeth von Pottendorf verm\u00e4hlte.<\/p>\n<p> <strong>(II.)<\/strong> Heinrich von Schlierbach, mit dem Beinamen von Zelking, lebte 1239 und war der Vater Ludwig von Zelking, der 1262 lebte und Otto von Zelking hinterlassen hatte. Diesem hat seine Gemahlin, Luitgard von Kapellen, zwei S\u00f6hne geboren, welche alle beide das Geschlecht fortgepflanzt haben, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p> <strong>(A)<\/strong> Heinrich von Zelking hat in seiner Ehe mit Margarethe von Nussdorf einen Sohn, Alber von Zelking gezeugt, der mit seiner Gemahlin Agnes von Meissau Wilhelm von Zelking zeugte. Dieser wurde durch Anna von Starhemberg, Gundackers von Starhemberg und Elisabeths von Hohenberg Tochter, Vater von 1.) Johann von Zelking; 2.) Margarethe, die Lorenz von Eckartsau heiratete; 3.) Katharina, die von Alber von Ebersdorf sich hat ehelich beilegen lassen; 4.) Christoph von Zelking, dem alsbald weitere folgten; 5.) Ursula, so die Gemahlin eines von Pottendorf war; und 6.) Konstanze, die ein Klosterfr\u00e4ulein wurde. Christoph von Zelking hat sich in erster Ehe mit Margarethe von Pottendorf und in zweiter mit Apollonia von Polheim, Weickards XV. von Polheim Tochter, verheiratet. Er hat viele Kinder hinterlassen, von denen folgende bekannt sind: 1.) Veit von Zelking; 2.) Anna von Zelking, die Gemahlin Hans von Kuenring; 3.) Wolfgang von Zelking, der sich 1515 mit Margarethe von Starhemberg (Tochter Bartholom\u00e4us von Starhemberg und der Magdalena von Losenstein) hat ehelich beilegen lassen; 4.) Franz von Zelking; 5.) Barbara von Zelking, die Kaspar von Roggendorf, der 1480 lebte, als zweite Gemahlin angetraut wurde; 6.) Johann von Zelking, welcher mit Margarethe von Pernegg in Ehe lebte; und 7.) Albrecht von Zelking, der unverheiratet starb. Veit von Zelking, Viertelhauptmann im Machland am Oberen Ort, wurde dazu 1508 bestellt und hat sich drei Mal in den Stand der Ehe begeben: 1. mit Magdalena von Traun, Michaels von Traun Tochter, die 1487 geboren wurde und 1512 starb; 2. mit Martha von Sch\u00e4rffenberg; und 3. 1537 mit Katharina, Gr\u00e4fin von Hardegg, Heinrichs, Graf von Hardegg und Elisabeth von Rosenberg Tochter. Mit diesen Gemahlinnen hat er gezeugt: 1.) Peter Wilhelm von Zelking (siehe unter A), weiters; 2.) Paul Wilhelm von Zelking, der Sophia von B\u00f6sing ehelichte; 3.) Katharina, die erste Gemahlin Martins von Puchheim; 4.) Georg Wilhelm von Zelking (siehe unter B), ferner Ludowika von Zelking, die Gemahlin von Joachim von Sch\u00f6nkirchen; 6.) Carl Ludwig von Zelking (mit Ursula von Prag verheiratet): a) Justina, mit welcher sich Maximilian von Teufel verehelichte, und b) Katharina, wurde die dritte Gattin des Helmhard V. von J\u00f6rger, der 1594 verstarb; 7.) Wolfgang Wilhelm, der 1568 Wandula von Polheim, Weickards XX. von Polheim Tochter, geheiratet hatte; und 8.) Christoph Wilhelm, dessen Gemahlin Esther, des Grafen Bernhards I. von Hardegg und Anna Susanna von Liechtenstein Tochter war. Sonst befindet sich auch auf des H\u00fcbners 744. Tabelle seiner genealogischen Tabellen, dass die Tochter Veit von Zelking, Martha von Zelking, 1520 Weickhard XX. von Polheim ehelichte. Ob nun dieser Veit der oben Genannte ist, wissen wir nicht mit Gewissheit zu sagen.<\/p>\n<p> <strong>(A)<\/strong> Peter Wilhelm von Zelking ist durch Justina von Polheim, Weickards XX. von Polheim Tochter, Vater geworden; 1.) Katharina von Zelking, die jedoch von einigen f\u00fcr eine Tochter seines j\u00fcngeren Bruders, des Carl Ludwig, gehalten wird und die des Freiherrn Helmhard J\u00f6rgers Gemahlin wurde; 2.) Christoph Wilhelm von Zelking, welcher zuerst mit Magdalena, Gr\u00e4fin von Hardegg, Heinrichs II. von Hardegg und der Anna Maria, Gr\u00e4fin von Thurn, Tochter, hernach mit einer&nbsp; von Zinzendorf verm\u00e4hlt gewesen und (a) Maria Magdalena, eine Gemahlin Otto Heinrichs von Zinzendorf, (b) Albrecht Wilhelm und (c) Erhard Wilhelm, der Judith von Zinzendorf geehelichte, hinterlassen hat; 3.) Margarethe von Zelking, die Sebastian Grabners Gemahlin wurde; 4.) Margarethe von Zelking, so zuerst mit Jakob von Aspan und nachher mit Albrecht von Tschernembl verheiratet gewesen; 5.) Philipp Carl von Zelking; 6.) Wilhelm von Zelking, welcher vielleicht derjenige ist, der Regina von Lamberg, Melchiors von Lamberg und Maria von Haselbach Tochter heiratete; 7.) Johann Wilhelm von Zelking; und 8.) Engelburg von Zelking, die Wenzel Zaruba sich antrauen hat lassen. Johann Wilhelm von Zelking hat sich zuerst mit Anna Susanna von Starhemberg, Heinrichs von Starhemberg und der Magdalena von Lamberg Tochter verehelicht, die 1568 geboren und sich danach mit einer von Kainach verm\u00e4hlt. Mit der ersten Gemahlin hat er folgende Kinder: 1.) Carl Wilhelm von Zelking; 2.) Ludwig Wilhelm von Zelking; 3.) Richard Wilhelm von Zelking; 4.) Susanna Ursula von Zelking; 5.) Anna Katharina von Zelking; 6.) Esther von Zelking; 7.) Katharina Margaretha von Zelking; 8.) Christina oder Justina von Zelking, die dritte Gattin des Rudolphs von Stubenberg; 9.) Ludwig Wilhelm von Zelking; 10.) Albrecht Wilhelm von Zelking, der 1597 geboren und 1614 verstorben ist; 11.) Susanna Regina von Zelking, war Gemahlin des am 16. Oktober 1644 verstorbenen Weickhard von Polheim; und 12.) Anna Margarethe von Zelking.<\/p>\n<p> <strong>(B)<\/strong> Georg Wilhelm von Zelking, Peter Wilhelms j\u00fcngerer Bruder, hat seinen Ehestand zuerst mit Maria Anna von Loschwitz (Meseritsch) und danach&nbsp; mit Regina von Lamberg gehalten. Er ist Vater von 1.) Veit Sigismund von Zelking; 2.) Georg Wilhelm von Zelking; 3.) Zacharias von Zelking; 4.) Christoph Wilhelm von Zelking; und 5.) Ludowika von Zelking, mit der sich Christoph von Zoppl ehelich verbunden hatte. Nur Christoph Wilhelm von Zelking hat von seiner Gemahlin, Katharina von Prag, zwei T\u00f6chter erhalten, n\u00e4mlich: 1.) Elisabeth von Zelking, zuerst Gemahlin Maximilian II. von Polheim in Ottenschlag und danach Tobias von Polheims Gattin; und 2.) Anna Maria von Zelking, welche zum ersten Mal&nbsp; mit Rudolph von&nbsp; Planitz, dann aber mit Richard von Plowitz verm\u00e4hlt gewesen war.<\/p>\n<p> Otto von Zelking hatte mit seiner Gemahlin, Katharina, Truchsess Otto von Zelking gezeugt, der Elisabeth von Puchheim, Albrechts III. von Puchheim und Anna, Gr\u00e4fin von M\u00e4rtersdorf Tochter, zur Gemahlin genommen, von welcher au\u00dfer einer Tochter, Barbara genannt, auch ein Sohn, Kadolt von Zelking geboren worden ist. Dieser hat in der Ehe mit einer Sch\u00e4rffenberg 1.) Elisabeth von Zelking, die Heinrichs von Puchheim Gemahlin wurde; 2.) Margarethe von Zelking, welche mit Andreas von Rohr verheiratet war; 3.) Georg von Zelking und 4.) Elisabeth, die Gemahlin Peters von Wildenegg, gezeugt. Georg von Zelking, welcher erstmals mit Helena von Volkenstorf und danach mit einer von Eckartsau verm\u00e4hlt gewesen ist, hat folgende Kinder hinterlassen: 1.) Katharina von Zelking, die Gemahlin eines von Streitwiesen; 2.) Johann Dominikus von Zelking; 3.) Otto von Zelking; 4.) Wolfgang von Zelking; und 5.) Margarethe von Zelking, die an Wolfgang Streun von Schwarzenau verm\u00e4hlt worden ist. Nur Otto von Zelking ist zwei Mal in den Stand der Ehe getreten, zuerst mit Elisabeth von Pottendorf, danach mit Agnes von Eckartsau. Er ist Vater geworden von: 1.) Margarethe von Zelking, die mit Georg von Roggendorf und dann mit Wilhelm III. von Puchheim verm\u00e4hlt war; 2.) Hedwig von Zelking, erster Gatte Mathias von Pernegg, zweiter ein von Lednegg; 3.) Mathias von Zelking, ledig verstorben; und 4.) Magdalena von Zelking, die sich zuerst mit Georg von Puchheim, dann 1515 mit Sebastian von Traun und zuletzt mit Wenzel von Hofkirchen verehelicht hatte.<\/p>\n<p> Von des obigen, zu Anfang in der erw\u00e4hnten Stammreihe mitgeteilten Konrads Nachkommenschaft war Wilhelm, Freiherr von und zu Zelking, der mit der K\u00f6nigin Marie in Ungarn, als deren Rat und Oberhofmeister im Jahre 1530 auf dem Reichstag in Augsburg bei der \u00dcbergabe der Augsburg\u2019schen Konfession zugegen gewesen. Nach Anfang des 17. Jahrhunderts waren folgende vier Freiherren von Zelking bekannt: 1.) Ludwig Wilhelm, 2.) Richard, 3.) Erhard Wilhelm und 4.) Albrecht Wilhelm, die aber das Geschlecht nicht fortgepflanzt hatten. Der letzte Freiherr von Zelking war Christoph Wilhelm, dessen Tochter, Anna Apollonia, Freiherrin von Zelking, so die letzte ihres Geschlechts und einzige Erbin ihres Vaters, ist 1627 Otto Heinrich, Graf von Zinzendorf und Pottendorf; kaiserlicher Rat, K\u00e4mmerer und Erbland-J\u00e4germeister in \u00d6sterreich, ehelich beigelegt worden, welcher sich nach ihrem Ableben noch ein zweites Mal verm\u00e4hlte und 1713 verstarb.<\/p>\n<p> Bucclins Germania fac. &amp; profana. Sinapik Schlesische Kuriosit\u00e4ten, Teil II, Seite 236 und 292; Glaubens Adelslexikon, Teil&nbsp;II, Seite 3140&nbsp;f.; H\u00fcbners Genealogische Tabellen, Teil II, Tab. 566, und Teil III, Tab. 670, 700, 703, 717, 718, 728, 729, 731, 734<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">738, 741, 743-<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u20137<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">47, 775, 777<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">781, 904, und 966; desgleichen die im Anfang verbesserte 699. und 738. Tabelle; Preuenhuebers Annales Styrenses, Seite 129, 187, 189, 256, 370, 412 und 423; Ludwigs Reliquiae Manuscriptorum. T. IV, Seite 42, 174, 183, 194, 199, 207, 216, 293 und 298; Die heutigen Christlichen Souver\u00e4ns von Europa des Jahres 1698, Seite 712; Allgemeines Historisches Lexikon; Becmanni Notitia Universitatis Francofurtanae.<\/p>\n<p> Zelkingdorf oder Zelckingdorf, ein Dorf in Nieder\u00f6sterreich, im Viertel ober dem Wienerwald&nbsp; gelegen (Fuhrmanns Alt- und Neues \u00d6sterreich, Teil I, Seite 292).<br \/> (* Entnommen aus dem Internet: Zedlers Universal-Lexikon <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">[von Johann Heinrich Zedler<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">]<\/span><span style=\"color: #000000;\">, 1723, Band 61, Seite 530<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013532)<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 16px;\">Friedrich Kern<br \/> Regesten, Grabinschriften und Notizen zur Genealogie<br \/> und Geschichte der Herren von Zelking<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>(*)<\/strong><\/span> Als anno 1634 der letzte Zelkinger zu Grabe getragen war, wurde von dem landmarschallischen Gerichte in Wien eine Commission niedergesetzt mit dem Auftrage, die gesammte liegende und fahrende Hinterlassenschaft des Verblichenen zu inventiren, die Anspr\u00fcche der Erbinteressenten zu pr\u00fcfen und \u00fcber die ganze Arbeit motivirten Bericht zu erstatten. An der Spitze dieser Commission stand Herr Ehrenreich Freiherr zu Kainach, der selbst verschw\u00e4gert mit den Zelkingern war und die Verh\u00e4ltnisse des Hauses genau kannte, und er absolvirte am 12. M\u00e4rz 1635 seine Aufgabe, denn dieses Datum tr\u00e4gt das noch erhaltene und in der k. k. Hofbibliothek in der Handschriftensammlung sub. Nr. 14.886 (Suppl. 2286) aufbewahrte: \u201eInventarium Weillendt des Hoch- und Wolgebornnen Herrn Herrn Ludtwig Wilhelbm Herrn von und zu Zelckhing, zum Weinberg auf Leonstein, Tornach undt Wardtberg.\u201c<br \/> Da nun nach dem Aussterben des Hauses alle Geldoperationen desselben abgewickelt, alle Verbindlichkeiten liquidirt werden mu\u00dften, so war es offenbar die erste Pflicht, der Commission \u00fcber das Soll und Haben des Erblassers in\u2018s Klare zu kommen und es dr\u00e4ngte sich deshalb derselben die Nothwendigkeit auf, alles was darauf Bezug hatte, \u201esoweit de\u00df au\u00df denen briefflichen urkhundten die\u00dfmals specivicirt werden kh\u00fcnnen, an die Handt zu gehen,\u201c und diesem Umstande vielleicht allein ist es zu verdanken, da\u00df in dem oberw\u00e4hnten Codex eine gewissenhafte Inventur der ehemaligen Zelking\u2019schen Archive, wie sie in den Burgen Zelking und Weinberg waren, erhalten wurde.<br \/> Als mir nun bei meinen Studien zur Geschichte der Grafen von Abensperg und Traun neben anderen \u00f6sterreichischen Adelsgeschlechtern auch die Zelking begegneten und die vielfachen Beziehungen, in welche die Trauner&nbsp; zu den Zelkingern kamen, den Wunsch nahe legten einen genauen Stammbaum dieser Familie zu haben: ging ich freilich zuerst zu Hoheneck und den \u00e4lteren Genealogen, konnte aber mit den Stammb\u00e4umen, welche diese von den Zelkingern geben, nicht \u00fcberall zu Recht kommen. Eine Reihe von Widerspr\u00fcchen und Auslassungen machten mich irre und ich fa\u00dfte endlich den Entschlu\u00df nach M\u00f6glichkeiten mir selbst einen Zelking\u2019schen Stammbaum anzufertigen, auf den ich mich doch halbwegs verlassen k\u00f6nnte, gab jedoch die Absicht keineswegs auf, alles, was jene \u00e4lteren Genealogen an urkundlichem Materiale beibringen, getreulich zu ben\u00fctzen.<br \/> Bei Ausf\u00fchrungen meines Vorhabens nahm ich jenen oberw\u00e4hnten Codex Nr. 14.886 zuerst zur Hand (die aus demselben w\u00f6rtlich, nur hie und da mit Aenderungen der Orthographie abgeschriebenen Regesten sind unter mit Inv. d. i. Inventarum bezeichnet) und brachte die Regesten in chronologische Folge.<br \/> Freilich darf man an solche gerichtliche Inventare bei genealogischen Studien nicht mit zu gro\u00dfen Hoffnungen gehen. H\u00e4tten die Herren Coniss\u00e4re gewu\u00dft, da\u00df nach mehr als 200 Jahren ihre Arbeit eine Hauptquelle zur Feststellung der Genealogie der Zelkinger, hie und da der einzige Wegweiser f\u00fcr den Historiker sein werde, um eine Spur wichtiger Urkunden zu finden; es w\u00e4re ihnen gewi\u00df auf eine Zeile mehr oder wenige nicht angekommen, sie w\u00fcrden Jahreszahlen nicht auslassen, auf die Lesung der Namen mehr Sorgfalt verwendet, und bei der Fassung der Regesten sicher eine gr\u00f6\u00dfere Deutlichkeit beflissen haben.<br \/> Genug an dem, theils diese inneren M\u00e4ngel, theils die L\u00fcckenhaftigkeit des Materials lehrten mich schlie\u00dflich, da\u00df ich damit nicht zu einem Ziele kommen k\u00f6nne und so ging ich denn einen Schritt weiter, indem ich das Urkundenmateriale des k. k. geh. haus-, Hof- und Staats-Archives, des landst\u00e4ndischen und der beiden gr\u00e4flich Traun\u2019schen Archive zu Rathe zog und dem Allen auch beif\u00fcgte was in gedruckten Urkundensammlungen zerstreut zu finden war.<br \/> <\/span><\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">(*<\/span><\/strong><\/span><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">)<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/span> Heraldisch genealogische Zeitschrift. Organ des genealogischen Vereines Adler in Wien. Dritter Jahrgang 1873, Seite 78<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Die halbe Feste Zelking f\u00fcr Herzog Albrecht I.<\/strong><\/span><br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Da\u00df die schw\u00e4bischen Herren (Wallseer) jedoch durch Verheiratung mit Einheimischen von (Herzog) Albrecht (I.) bereichert worden sein sollten, war ein leeres Gerede, die Einflu\u00dfnahme des Herzogs sehr zweifelhaft. Ebenso vage war die Beschuldigung, der Herzog verwende \u00f6sterreichische Gelder in Schwaben, denn die dortigen Habsburgischen Besitzungen erfreuten sich infolge der langj\u00e4hrigen guten Verwaltung ohnedies eines g\u00fcnstigen Zustandes.<br \/> Dagegen verschwiegen die Landherren einen Hauptgrund ihrer Gereiztheit wohlweislich, n\u00e4mlich die umfassenden G\u00fcterrevindikationen (Wiedererlangung, Wiedergeltendmachung einer Sache als Eigentum = Zur\u00fcckforderung gewisser G\u00fcter)&nbsp; die Herzog Albrecht \u00e4hnlich wie einst Ottokar durchf\u00fchrte (Im Jahre 1287 hatte Albrecht von Konrad von Summerau die Feste Luftenberg, von Margarethe von Streitwiesen G\u00fcter zu Kirchbach und Griesbach, von Otto von Zelking die H\u00e4lfte seiner Stammburg, von Otto von Araberg den vierten Teil seiner Feste, von Albero von Puchaim dessen Anteil an der Feste Wolfsegg an sich gebracht).<br \/> (*) Max Vancsa. GESCHICHTE NIEDER- U. OBER\u00d6STERREICHS. Zweiter Band 1927, Seite 69<\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Herren von Zelking und Ruine Zelking&nbsp; &nbsp; &nbsp; Fortsetzung aus: Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich &#8230; (ab Seite 135) Erster Teil unter: Die Orte \u2013 Zelking (Ort und Umgebung) &nbsp; Die Freiherren und Ritter von Zelking stammten aus einem uralten ansehnlichen Dynasten Geschlecht, welches in Oesterreich ob und unter der Ens beg\u00fctert war, und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":27,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[56],"tags":[],"class_list":["post-50","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-das-geschlecht-zelking"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/27"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}