{"id":58,"date":"2009-02-02T16:33:16","date_gmt":"2009-02-02T16:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/zelking.com\/2009\/02\/02\/ereignisse\/"},"modified":"2009-02-02T16:33:16","modified_gmt":"2009-02-02T16:33:16","slug":"ereignisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/?p=58","title":{"rendered":"Ereignisse"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: left;\"> &nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"font-weight: bold;\">Die Belagerung von Melk 1309<\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-weight: bold;\"> (die Herren von Zelking betreffend)<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die erste Belagerung des Klosters&nbsp; und des Marktes fand ihm Jahre 1309 statt, so berichtet die Tradition im Stift. Nach der Ermordung K\u00f6nig Albrechts I. wollten \u00f6sterreichische Adelige unter der F\u00fchrung der Pottendorfer und Zelkinger die schwache Stellung der Habsburger n\u00fctzen und das wenig geliebte Regiment der \u201eSchwaben\u201c absch\u00fctteln. Mit Unterst\u00fctzung des Bayernherzogs Otto versuchten sie zwei Br\u00fcder des neuen Herzogs Friedrich des Sch\u00f6nen zu fangen, wurden aber von Ulrich von Wallsee besiegt und hart bestraft. Bei der Abwehr der Aufr\u00fchrer war angeblich auch Melk belagert worden und hatte sich unter Abt Ulrich tapfer zur Wehr gesetzt. Herzog Friedrich best\u00e4tigte dem Kloster daraufhin im Jahre 1310 alle bisherigen Privilegien. Ein Jahr sp\u00e4ter sprach er dem Abt seinen Dank f\u00fcr das treue Verhalten aus und best\u00e4tigte alle Besitzungen und auch k\u00fcnftigen Erwerbungen des Klosters mit der ausdr\u00fccklichen Widmung, der Abt solle damit in die Lage versetzt werden, das Kloster weiterhin zu befestigen und zu besetzen. Daraus leiteten die Nachfahren die stolze Bezeichnung der Melker Klosteranlage&nbsp; als \u201eLandesfeste\u201c ab. Ob diese Belagerung&nbsp; Melks tats\u00e4chlich stattgefunden hat, ist leider wegen der fehlenden Quellen nicht mehr zu kl\u00e4ren. Die Melker B\u00fcrger haben jedenfalls dieses Ereignis gew\u00fcrdigt und neben dem Fischertor eine darauf bezug nehmende Tafel angebracht <strong><span style=\"color: #ff0000;\">(siehe Foto!)<\/span><\/strong>. Leider ist dem Chronisten oder Steinmetz ein Irrtum passiert, sodass die Regierungsdaten des Abtes als die Jahre der Heldentaten der Melker in die historische Literatur eingegangen sind. Die richtige Inschrift m\u00fcsste folgenderma\u00dfen lauten (KEIBLINGER 1851 I., 393 ff.; LINDE 1900, 21; GUTKAS 1983, 98; BRUCKM\u00dcLLER 1989, 373; GUTKAS 1994, 134):<br \/> &nbsp;<br \/> Unter FRIEDRICH DEM SCH\u00d6NEN vertheidigten Abt ULRICH II. <strong><span style=\"color: #ff0000;\">(*)<\/span><\/strong> 1306 1324 und ULRICH VON WALSEE den Ort erfolgreich gegen die Bayern unter F\u00fchrung der Herrn von ZELKING und POTENDORF. Der Herzog verlieh hief\u00fcr Melk f\u00fcr alle Zeiten den Namen einer \u201eLANDESFESTE\u201c.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-51\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/landesfeste.jpg\" width=\"400\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/landesfeste.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/landesfeste-300x284.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">(<\/span><\/strong><span style=\"color: #000000;\">Die Erinnerungstafel<\/span><strong><span style=\"color: #ff0000;\">)<\/span><\/strong><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das unter dem Abte Conrad IV. am 14. August 1297 von einer verheerenden Feuersbrunst g\u00e4nzlich zerst\u00f6rte und in Asche gelegte Stift wurde durch Ulrich II. <strong><span style=\"color: #ff0000;\">(* Abt von 1306 bis 1324!)<\/span><\/strong> neu erbaut. Ber\u00fchmt machte denselben seine unersch\u00fctterliche Treue gegen (gegen\u00fcber!) seinem Landesf\u00fcrst Friedrich den Sch\u00f6nen, als dieser von seinen eigenen Gro\u00dfen befehdet und mit den Bayern in Krieg verwickelt war. Dem kraftvollen Landeshauptmann von Steiermark, Ulrich von Wallsee, die Freundeshand reichend, nahm der Abt, ohne die Rache der m\u00e4chtigen Gegenpartei und ihrer H\u00e4upter, der Herren von Zelking und von Pottendorf, zu f\u00fcrchten, eine auserlesene Schaar r\u00fcstiger und muthvoller Streiter in die sch\u00fctzenden Mauern des wohlbefestigten Stiftes auf, verpflegte sie nach seinem Verm\u00f6gen und setzte durch ihre Mitwirkung den zahlreichen Feinden des rechm\u00e4\u00dfigen Landesherrn einen unbesiebgaren Widerstand entgegen.&nbsp; <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\">(Teilentnahme aus: Stadtbuch Melk 1998, Seite 13)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp;<br \/> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Loosdorf, 9. August 2005<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Lieber Herr Pichler!<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(\u00b0) Ihrem Brief entnehme ich, dass die Schreibung im Stadtbuch sie offensichtlich verwirrt hat. Gemeint ist hier \u2013 authentisch von mir \u2013 dass auf der Tafel es so ausschaut, wie wenn im Jahre 1306 und 1324 Abt Ulrich und Ulrich von Wallsee Melk gegen die Bayern etc. h\u00e4tten verteidigen m\u00fcssen. Tats\u00e4chlich sind die beiden Jahreszahlen die Regierungsjahre<span style=\"color: #ff0000;\"> <\/span><strong><span style=\"color: #ff0000;\">(*)<\/span><\/strong> des Abtes, daher geh\u00f6ren sie richtig anschlie\u00dfend an den Namen in Klammer und Bindestrich angef\u00fcgt. Die Klammer und der Bindestrich fehlen n\u00e4mlich auf der Tafel. Darum habe ich gemeint, dass der Steinmetz eine schlechte Vorgabe vom Chronisten hatte und irrt\u00fcmlich die Regierungsdaten des Abtes eingef\u00fcgt hat statt der Belagerungsdaten.<br \/> Die Belagerung zur Zeit des Herzog Friedrich des Sch\u00f6nen kann erst nach 1308, nach dem Tod K\u00f6nig Albrechts und der Macht\u00fcbernahme Friedrichs erfolgt sein. Es gab tats\u00e4chlich gewaltige Auseinandersetzungen Friedrichs mit den Bayern und Schweizern mit schweren Niederlagen der \u00d6sterreicher, die erfolgten alle jedoch im bayrischen Raum. Bei uns d\u00fcrfte sich dabei nichts abgespielt haben. Es gab jedoch unter K\u00f6nig Albrecht Aufst\u00e4nde der \u00f6sterreichischen Adeligen, auf die diese Anmerkung zutreffen k\u00f6nnte. Daher mein Hinweis, dass dies wegen der fehlenden&nbsp; Quellen nicht nachzuvollziehen ist.<br \/> &nbsp;<br \/> Die Tafel mit dem Hinweis auf die Landesfeste wurde nach Diktion und Schreibweise ganz offensichtlich im 19. Jahrhundert angebracht. Diejenigen, die den Text vorgegeben haben waren historisch nicht ganz stark bzw. haben so wie wir keine Quellen zur Unterst\u00fctzung gehabt und waren vermutlich nur auf m\u00fcndliche \u00dcberlieferung angewiesen.<br \/> (\u00b0 Antwortschreiben von Dr. Gerhard Flo\u00dfmann auf meine Anfrage die Belagerungen Melks 1309 und 1619 betreffend <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Teil I)<\/p>\n<p> (*) Aber schon 1309 schien es, als seien die Tage habsburgischer Herrschaft gez\u00e4hlt. Ihnen die Hoheit \u00fcber das Babenberger Erbe zu nehmen, war das Ziel Heinrichs VII. von Luxemburg, der, als er den deutschen&nbsp; Kaiserthron bestieg, zauderte, Friedrich den Sch\u00f6nen zu belehnen. Die Missgesinnten Adeligen, vor allen der Zelkinger, verbanden sich mit dem starken Heere Ottos von Bayern, das jedoch an den Mauern von Melk zerschellte.<br \/> (*) Heimatkunde des Bezirkes Melk. Von L. G. Ricek, Wien 1912, Seite 8<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Die Visitation der protestantischen Pfarren von Nieder\u00f6sterreich (1580)<\/strong><\/span><\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die St\u00e4nde erbaten sich daher wieder den Theologen Lucas Backmeister, der 1580 durch eine Visitation aller protestantischen Pfarren in Nieder\u00f6sterreich das Bekenntnis der Augsburger Confession befestigen sollte (Seite 348).<br \/> (In einer sp\u00e4teren Eingage vom Jahre 1580 waren bedeutend mehr flacianische Prediger unterschrieben; \u2026 unter anderem: M. Josias Udenius, Pfarrer zu Zelking \u2013 Seite 350.)<br \/> Die Ergebnisse der Visitation waren folgende:<br \/> F\u00fcr das Viertel ober dem Manhartsberg wurde die Visitation zu Horn gehalten vom 11. Juli bis 6. August. Aus dem Herren- und Ritterstand haben sich \u201e\u00f6ffentlich zur Evangelischen Religion bekannt, auch das freye Exercitium derselben in ihrem Gebiete gehabt und betrieben\u201c:<br \/> 1. Aus dem Herrenstand: \u2026, H. Hans Christoph von Zelcking, Freyherr auf gro\u00dfen Germs (Seite 351).<br \/> \u201eGeorgius Walher, Pfarrer zu Grosen Germs unter gedachten Herrn (Hans Christoph) von Zelcking. Gebohren zu Reichenheim Anno 1530. Er hatte in seinem Vaterland studirt und ward ein M\u00f6nch (Seite 360).<br \/> Die zweite Visitation im Viertel ob dem Wienerwald wurde zu Schallaburg vom 12. bis 23. August gehalten, \u201eDie Herren und Land-Leute, die in demselben lebten oder doch Pfarrlehen in diesem Viertel hatten und der Evangelischen Lehre \u00f6ffentlich zugethan waren, waren folgende (Seite 361):\u201c<br \/> 2. Ritterstand:<br \/> \u201eDiese Oerter, da sich alles zum Evangelio bekannte, waren folgende: &#8230;, Zelcking Schlo\u00df, &#8230; (Seite 363).<br \/> Die vierte Visitation im Viertel unter dem Manhartsberg wurde zu Feldsberg und zu Enzersdorf im Langenthal vom 13. bis zum 22. September 1580 abgehalten.<br \/> 1. Herren-Stand: Weyl. Herrn Carl Ludwig Freyherrn von Zelcking sel. gelassen Erben; Hans Christoph Freyherr von Zelcking zu Sirendorff (Seite 369\/370).<\/p>\n<p> Die Lage der Kirche in \u00d6sterreich beim Regierungsantritt Ferdinands II. wird am besten durch die Beschwerdeschrift der katholischen St\u00e4nde erkl\u00e4rt, die eine Reihe von Rechtsverletzungen durch die Protestanten aufz\u00e4hlt, und zwar: Die Protestanten ziehen Klagen von Untertanen katholischer Herrschaften vor ihr Gericht; alle h\u00f6heren Beamtenposten im Defensionswesen und in Kanzleien sind von Protestanten besetzt; bei Aufstellung von \u00c4rzten wird auf die Konfession gesehen; beim Verkauf von G\u00fctern, mit denen Kirchenpatronate verbunden sind, werden Katholiken als K\u00e4ufer ausgeschlossen; in katholischen Pfarrkirchen setzen sie Pr\u00e4dikanten an; m\u00fcssen sie eine Kirche zur\u00fcckgeben, so ist die Kirche ohne Schmuck und Paramente, die Eink\u00fcnfte sind verschwunden; f\u00e4llt ein Pfarrer vom Glauben ab, so bem\u00e4chtigen sie sich seiner Kirche; wird dagegen ein katholischer Pfarrer irgendwo eingesetzt, so wird er von den benachbarten Protestanten in jeder Weise bel\u00e4stigt; sie setzen Messner ein, die aus den Sakristeien Fleischgew\u00f6lbe machen; sie verhindern die Vornahme von Taufen, Kopulationen (Trauungen) und Begr\u00e4bnissen aus dem Bereich der Filialkirchen in der Mutterpfarre; Stiftungen werden von ihnen eingezogen, schuldige Leistungen verweigert; sie nehmen die Kirchenschl\u00fcssel <span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"font-size: 12px;\"><strong>(*)<\/strong><\/span><\/span>&nbsp; an sich, um katholische Pfarrer oder Prozessionen aussperren zu k\u00f6nnen; katholische Untertanen werden zum Abfall \u00fcberredet oder gezwungen; unter Androhung des Verlustes aller Habe wird den Untertanen verboten zu beichten und zu kommunizieren; in katholischen Kirchen nehmen sie das halbe Opfergeld weg, behalten die Eink\u00fcnfte der Pfarre f\u00fcr sich und entziehen dem Pfarrer Zehent (Seite 516). <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>(*<\/strong><\/span>Hans Wilhelm Herr von Zelkhing sperrt die Filiale von Melk in M\u00e4tzeldorf [Matzleinsdorf], so da\u00df kein Gottesdienst gehalten werden konnte und die Prozessionen am Bartholom\u00e4ustag abziehen mu\u00dften.<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>)<\/strong><\/span> (Seite 517)<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<p> <span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Wiener Diarium, 12. Julii 1727<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>(Wiener Zeitung Nr. 133 \u2013 Freitag\/Samstag, 12.\/13. Juli 2002)<\/strong><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das den verwichenen Sonntag \/ als den 6ten (1727) dieses \/ nach = Mittag alhier geweste mit Donner \/ Blitz Platz = Regen und grossen Hagel = Steinen vermischte schwere Ungewitter \/ hat nicht allein alhier \/ sondern auch in denen umligenden Gegenden grossen Schaden verursacht \/ und unter andern an vielen orten die Fenster eingeschlagen : und vernimmt man leider von Melk \/ ein an der Donau 12. Meil von hier aufw\u00e4rts ligender Markt \/ und ber\u00fchmte Abtey Ord. S. Benedicti, da\u00df eben obgedachtes Ungewitter nach = Mittag um 4. Uhr auch daselbst einen erschr\u00f6cklichen Hagel herab geworfen \/ dergestalten \/ da\u00df in dem gantzen Gezirk um Melk herum \/ nemlich zu Ornding \/ <strong>M\u00e4tzelstorf<\/strong> \/ <strong>Zelking<\/strong> \/ Priel \/ P\u00f6ferting \/ Schratenbruck \/ Rosenfeld \/ Lostorf \/ Neubach \/ und Albrechtsberg \/ alles in Grund geschlagen worden. Es hat zwar dieser Schauer denen Feldern \/ so ungefehr eine halbe Stund um Melk herum ligen \/ nichts geschadet : jedoch ist gleich nach diesem <span style=\"color: #000000;\">ge<\/span>schehenen Schauer unversehens zu gedachtem Melk eine so heftige Wasser= Ergiessung \/ welche durch einen in dem Geb\u00fcrg bey Schallaburg niedergegangenen Wolken = Bruch verursacht worden \/ erfolget \/ da\u00df das kleine B\u00e4chlein \/ so von Schratenbruck her \/ \u00fcber die Aecker \/ und Wiesen \/ nebst dem Closter=Garten vorbey rinnet \/ und hinter denen H\u00e4usern durch den Markt fliessend \/ sich bey Fischhof in die Donau giesset \/ \u2026<br \/> Teilentnahme: Freundlicherweise in Kopie und Faksimile, plus Originalzeitung (Datum siehe oben) zur Verf\u00fcgung gestellt<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der Gro\u00dfbrand in Zelking von 1874<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Am 4.&nbsp;September 1874 brach ein Feuer aus, welches 17 von 21 (!) Geb\u00e4uden (ausgebrochen in der heutigen Stra\u00dfenbezeichnung Am Sandberg Nr.&nbsp;2; es brannten unter anderem. alle H\u00e4user der heutigen P\u00f6chlarnerstra\u00dfe ab) vernichtete, wobei auch vier Menschenleben zu beklagen waren. In diesem Jahr sollen auch noch die \u201eschwarzen Blattern\u201c <strong><span style=\"color: #ff0000;\">(*)<\/span><\/strong> <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">ausgebrochen und 23 Todesopfer, vor allem bei Jugendlichen zwischen ein und 23 Jahren, gefordert haben (Alexander Schmidl \u2013 Ortsgeschichte St.&nbsp;Leonhard am Forst. 2. Nachdruck 1995. Seite 137).<\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf ein Haar w\u00e4re jedoch damals die Donaustadt (Ybbs) eine der letzten Stationen des 10-j\u00e4hrigen Wunderkindes <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/span>Wolfgang Amadeus Mozart geworden! Es war jene schicksalsreiche Zeit, da in der Residenzstadt die gef\u00fcrchtetste Krankheit des 18. Jahrhundert w\u00fctete \u2013 die Pocken <strong><span style=\"color: #ff0000;\">(*)<\/span><\/strong>. Obwohl die Familie Hals \u00fcber Kopf nach Olm\u00fctz geflohen war, erkrankte Mozart dennoch an der schrecklichen Seuche und erblindete f\u00fcr 9 Tage. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Entnommen aus: Ybbser Altstadtansichten aufgeschlagen von Claudius Caravias. 1994. <\/span><\/span>Seite 165<span style=\"color: #000000;\"><strong>.<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\">(*) <\/span><\/strong><\/span><\/span>Dies<\/strong><\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><\/span><span style=\"color: #000000;\"><strong>k\u00f6nnte ein indirekter Hinweis auf den Seuchenausbruch (<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">n<\/span><\/span><\/span><\/span>ach dem Brand<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">)<\/span><\/span> in Zelking sein!<\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><\/span><\/p>\n<p> Bei einer Kleidersammlung soll laut Herrn Johann Bauer die Pest (vermutlich waren es die Blattern etc.) eingef\u00fchrt worden sein. Ursache der heutigen Wallfahrt nach Maria Steinparz?<br \/> Im \u201eHarrerhaus\u201c (heute Manker Stra\u00dfe 9) war ein Kleinkind aufgebahrt, und dieses Haus ist den Flammen nicht mehr zum Opfer gefallen (nach m\u00fcndlichen Mitteilungen)!<br \/> Durch Dipl.-Kfm. Dr. Helmut Gaisbauer, Zelking\/Wien, erfolgte folgende Erg\u00e4nzung: Dieses tote Kind war C\u00e4cilia Hillebrand, die Schwester meiner Gro\u00dfmutter Helena Gaisbauer, geb. Hillebrand; das Haus geh\u00f6rte damals der Familie. Meine Gro\u00dfmutter wurde 1876 geboren, ihre Schwester C\u00e4cilia, die eben als Baby starb, im Jahr des Brandes. Der Vater der beiden war Josef Hillebrand, geboren 1850 (mein Urgro\u00dfvater).<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der Zeppelin \u00fcber dem Gemeindegebiet<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"><strong> von Zelking-Matzleinsdorf<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"><strong> 1929<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf seiner Fahrt in Richtung Wien \u00fcberquerte am 2. Mai 1929 das Riesenluftschiff \u201eGraf Zeppelin L. Z. 127\u201c auch das Gemeindegebiet von Zelking-Matzleinsdorf. Trotz Regen bestaunten viele Menschen nach acht Uhr morgens den \u201elautlosen Riesen\u201c in Teilen des Melker Bezirks.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Ferdinand Graf von Zeppelin war der Erfinder des nach ihm benannten Starrluftschiffes. Geboren am 8. Juli 1838 in Konstanz, gestorben am 8. M\u00e4rz 1917 in Berlin; vollendete er (mit Kobler) 1895 die erste Konstruktion eines Starrluftschiffes.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Nach Finanzierungsschwierigkeiten und R\u00fcckschl\u00e4gen wurde 1908 durch die \u201eNationalspende\u201c von sechs Millionen Mark die Gr\u00fcndung der \u201eLuftschiffbau-Zeppelin GmbH\u201c erm\u00f6glicht und so die Idee von Ferdinand Graf von Zeppelin verwirklicht.<\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das Nordlicht von 1938<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>(in unserer Gegend)<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-52\" style=\"width: 160px; height: 102px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/nordlicht.jpg\" width=\"400\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/nordlicht.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/nordlicht-300x192.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\">Briefmarke Deutschland 2009<br \/> mit der Himmelserscheinung Nordlicht<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Am 25. J\u00e4nner 1938 gab es ein ungemein pr\u00e4chtiges Nordlicht (Polarlicht) zu beobachten. Abends, um etwa 20.30 Uhr ert\u00f6nte Feueralarm in Ruprechtshofen, da am n\u00f6rdlichen Himmel \u00fcber dem Hiesberg lebhafter Feuerschein zu beobachten war. In den Stra\u00dfen sammelten sich sehr zahlreich Beobachter, die von einem Brand etc. wissen wollten. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Teilentnahme aus: Geschichte der Marktgemeinde Ruprechtshofen 1993, Seite 148<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf dachte man an einem Gro\u00dfbrand \u201edr\u00fcber der Donau\u201c (im Waldviertel), bis es sich herausstellte, dass es ein sogenanntes Nordlicht war. Den Menschen in den 30er-Jahren \u2013 in einer politischen und wirtschaftlich angespannten Zeit lebend, schien dies kein gutes Omen zu sein. Bereits am 12. M\u00e4rz (in aller \u201eHerrgottsfr\u00fch\u201c) 1938 durchquerten die deutschen Truppen \u00d6sterreich. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wie sich nachtr\u00e4glich herausstellen sollte, brach schon am 1. September 1939 mit dem Angriff auf Danzig (Polen) der Zweite Weltkrieg aus (LP). <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(*) Nordlicht entsteht durch Str\u00f6me elektrisch geladener Teilchen, die von der Sonne ausgehen und im Magnetfeld der Erde abgelenkt werden. Nordlichter gibt es besonders h\u00e4ufig zu Zeiten reger Sonnenfleckent\u00e4tigkeit zu sehen; die bewegten geladenen Teilchen verursachen St\u00f6rungen des Magnetfeldes. Die durch den Zusammenprall mit den Luftmolek\u00fclen gebildeten Ionen (grch. \u201eWandernde\u201c, ein- oder mehrfach positiv [Kationen] oder negativ [Anionen] geladene Atome oder Atomgruppen) bewirken Radiost\u00f6rungen.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es sind Nordlichterscheinungen als unregelm\u00e4\u00dfiges \u201eBand\u201c; beweglicher \u201eVorhang\u201c; unscharf begrenzte \u201eWolke\u201c; f\u00e4cherartig auseinandergehende \u201eStrahlen\u201c; leuchtende \u201eKrone\u201c, und wo die Strahlen hoch am Himmel zusammenzulaufen, scheinen sie als \u201ezerstreutes Licht\u201c, aber in Horizontn\u00e4he als flacher \u201eBogen\u201c zu sehen. Die Farben sind meist gelblichgr\u00fcn, rot, blau bis grauviolett; aber niemals fehlt die gr\u00fcne <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Nordlichtlinie<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\">, die dem Sauerstoffspektrum angeh\u00f6rt!<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(*) Entnommen aus: Das moderne Lexikon, Band 14<\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Ein stiller Held \u2013 Leopold Gsenger <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(*) Unseren Bericht \u00fcber die kleine Pfarre Matzleinsdorf m\u00f6chten wir nicht schlie\u00dfen, ohne einen Mann zu erw\u00e4hnen, der im Zweiten Weltkrieg unter Todesgefahr franz\u00f6sischen Intellektuellen, unter ihnen Bisch\u00f6fe, Priester, die im Konzentrationslager und Krematorium von Melk ihre letzte Lebensstation erreicht hatten, konsekrierte Hostien zukommen lie\u00df.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-53\" style=\"width: 347px; height: 231px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/kz%201.jpg\" width=\"488\" height=\"325\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Die Erinnerungsst\u00e4tte: Das ehem. KZ-Krematorium in Melk<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Leopold Gsenger, der in der N\u00e4he des Krematoriums als Zimmermann arbeitete, schmuggelte \u2013 in Zeitungspapier gewickelt, zwischen Jausenbroten, im Brot versteckt \u2013 den Leib des Herrn jenen M\u00e4nnern zu, die allesamt den Tod vor Augen hatten. Anteil an diesem gef\u00e4hrlichen Unternehmen hatte der greise Pfarrer von Matzleinsdorf, P. Benda Atzelhuber, und die Pfarrhaush\u00e4lterin, die die Hostien so gut versteckte, dass sie niemals von den Bewachern entdeckt wurden. \u201eGsenger ist aus der erlebten Angst heraus sp\u00e4ter geistig verwirrt geworden. Nach einem Aufenthalt in Mauer-\u00d6hling hat er leider Selbstmord begangen\u201c, erz\u00e4hlte Pfarrer (Edmund) Warchol.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-54\" style=\"width: 204px; height: 368px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/gsenger%20a.jpg\" width=\"313\" height=\"565\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Grab von Leopold Gsenger (1900<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">1958) und seiner Gattin Maria (1915<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">1990)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1968 kam ein Filmteam aus Frankreich nach Matzleinsdorf, um den Spuren jenes Mannes nachzugehen, der ihren Landsleuten einen Bruderdienst erwiesen hatte.<br \/> <\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-55\" style=\"width: 176px; height: 265px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/kz%202.jpg\" width=\"292\" height=\"438\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Erinnerungstafel (auf dem Schlot angebracht) wegen der hier ums Leben gekommenen Franzosen<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Internierten waren alle in Melk umgekommen; ihre Angeh\u00f6rigen hatten aber doch von jenem \u00d6sterreicher erfahren, der unter Lebensgefahr den Gemarterten Trost und Hoffnung gebracht hatte <\/span><span style=\"color: #000000;\">(* Auszug aus: SKZ \u2013 10 = St. P\u00f6ltner Kirchenzeitung, Oktober 1977, Seite 11)<\/span><span style=\"color: #000000;\">.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013Wies\u2013<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"font-size: 18px;\"><strong>\u00dcbergriffe und Diebst\u00e4hle in der Gemeinde Zelking<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"font-size: 14px;\">(vom 26. bis 30. August 1945<span style=\"color: #000000;\">) <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>(*)<\/strong><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><\/span>Sonntag, den 26. VIII.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Acht Fuhrwerke kommen mit ca. 20 russisch sprechenden Zivilpersonen und 4 bewaffneten Soldaten nachmittags in das Dorf. Da werden ca. 15 Festmeter fertig geschnittenes Hartholz gestohlen, die f\u00fcr den winterlichen Verbrauch in der Schule bestimmt waren. Eine Anweisung der Kommandantur auf Ausfolgung des Holzes konnte nicht nachgewiesen werden, Bezahlung erfolgte nicht. Die Wegnahme des Holzes war also willk\u00fcrlich und widerrechtlich.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gleichfalls am Sonntag werden dem hiesigen Lehrer Adolf Harrer aus seiner Gartenh\u00fctte von fremden Zivilpersonen seine s\u00e4mtlichen 10 H\u00fchner und 2 Hasen gestohlen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Dienstag, den 28. VIII.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Bauer Karl Wallner, Vize-Bgm. der hiesigen Gemeinde, will sich auf seinem Fahrrad in das Melker Spital zur Nachbehandlung begeben, da ihm vor einer Woche dort ein Finger abgenommen wurde. Er wird auf der Stra\u00dfe zwischen Zelking und Matzleinsdorf von 2 Soldaten und einem Zivilisten angefallen und es wird ihm unter Stockhieben sein Fahrrad geraubt. Er begibt sich zur Kommandantur des Lagers Matzleinsdorf und erstattet die Anzeige. Es wird ihm bedeutet, er m\u00f6ge um 6 Uhr abends wiederkommen, da werde er sein Fahrrad zur\u00fcckerhalten, die T\u00e4ter seien bekannt. Seitdem war er schon mehrmals dort. Sein Fahrrad hat er nicht wieder gesehen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gleichfalls am Dienstag erfolgten durch Soldaten b e d e u t e n d e Diebst\u00e4hle an Kartoffeln auf dem Acker des Karl Wallner sowie an Heu auf der Wiese der Witwe Karl Gruber. Anweisungen der Kommandantur konnten nicht vorgewiesen werden, bezahlt wurde nicht. Desgleichen Diebstahl von Kartoffeln auf dem Acker des Hans Wolferseder durch Soldaten. Gleichfalls am Dienstag stehlen Soldaten und Zivilpersonen, die auf dem Lastauto mit der Bezeichnung (seitenverkehrtes R) \u042f 65802 in das Dorf kamen, das gesamte Brennholz des armen Hilfsarbeiters Karner (?).<\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch, \u00bd 2 Uhr, halten zwei mit Soldaten besetzte Fuhrwerke bei der M\u00fchle des Hans Bauer und beginnen dort, Bretter und Pfosten aufzuladen. Beim Alarm der Nachtpolizei ergreifen sie die Flucht.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Mittwoch den 29. VIII. <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Vom Acker des Fritz Erber werden von drei Soldaten auf dem Lastauto mit der Bezeichnung Y 57012 Erd\u00e4pfel gestohlen. Als die herbeigerufene Ortspolizei nach einer Anweisung fragte, wurde von einem der Soldaten gesagt, eine solche sei nicht n\u00f6tig, es k\u00f6nne ohne Anweisung a l l e s&nbsp; g e n o m m e n werden, was auf den Feldern wachse. Bezahlung erfolgte nicht.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Gleichfalls am Mittwoch wurde der alten Magd Marie Stark beim M\u00e4hen von zwei Soldaten ihre Sense geraubt. Hierbei wurde diese 70j\u00e4hrige Frau durch Schl\u00e4ge ins Gesicht misshandelt. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Donnerstag, den 30. VIII.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Soldat mit Pferdefuhrwerk und einem angeh\u00e4ngten Leiterwagen kam, stiehlt vom Acker des Bauern Engelbert K\u00fchberger den<\/span><span style=\"color: #000000;\"> letzten Klee, der diesem nach vielen fr\u00fcheren Diebst\u00e4hlen noch \u00fcbrig blieb. Anweisung wurde nicht vorgezeigt, Bezahlung erfolgte nicht.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Gleichfalls Donnerstag, den 30. VIII.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Hof des Bauern Florian Schedlmayer in H\u00f6henberg, der schon wiederholt schwer heimgesucht wurde, wird heute mittags von drei Soldaten neuerdings \u00fcberfallen. Ein Zuchtschwein, das in wenigen Tagen ferkeln sollte, wird erschossen. Ein junges Pferd wird gestohlen, doch den Dieben wieder abgejagt. Die Einwohner des Hofes werden mit Gewehren bedroht, Florian Schedlmayer sowie sein Sohn werden schwer misshandelt. S\u00e4mtliche T\u00fcren und K\u00e4sten des Hauses werden zertr\u00fcmmert. Schedlmayer getraut sich mit seiner Familie nicht mehr auf dem einsamen Hof zu verbleiben. In diesem Zusammenhang sei erw\u00e4hnt, dass die beiden Bauern in Einsiedl, Gr\u00f6bl und Schmoll samt ihren Familien ihre H\u00f6fe Abends verlassen m\u00fcssen, da sie es nicht mehr wagen, dort Nachts zu verbleiben. Schmoll wurde d r e i&nbsp; N \u00e4 c h t e hintereinander \u00fcberfallen und auf das schwerste misshandelt. Dieser Fall wurde von zwei russischen Soldaten, welche in der dritten Nacht dort friedlich \u00fcbernachten wollten und Zeugen des \u00dcberfalles durch eine schwer bewaffnete Bande wurden, aus eigenen freien St\u00fccken bei der Kommandantur in Melk zur Anzeige gebracht. Die Kommandantur versprach, Schmoll abzuholen, mit ihm ein Protokoll \u00fcber seine geradezu furchtbaren Erlebnisse aufzunehmen und dann nach den T\u00e4tern zu fahnden. Dies ist jedoch bisher nicht erfolgt. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gleichfalls am Donnerstag, den 30. VIII. wurde von 2 Soldaten n\u00e4chst dem Hof des Josef Kernstock in der Arb Heu gestohlen. &lt;YHierbei gerieten die Pferde der Diebe in die sumpfige Wiese, wo sie stecken blieben. Die Diebe wollten sie daraufhin im Stich lassen und sich die Pferde des Kernstock aneignen. Im Verlaufe der sich hieraus ergebenden Auseinandersetzungen wird Kernstock misshandelt und verletzt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>\u00dcbergriffe und Diebst\u00e4hle in der Gemeinde Zelking <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>vom 30. August bis 10. September 1945<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>In der Nacht vom 30. VIII. auf den 31. VIII.<\/strong> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine mehrk\u00f6pfige Bande von Soldaten versucht unter Abgabe zahlreicher Sch\u00fcsse in das Geh\u00f6ft des Landwirtes Gr\u00f6bl in Hofstetten einzudringen, sucht jedoch beim Eintreffen der Ortspolizei das Weite.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>31. VIII.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Tags\u00fcber zahlreiche Diebst\u00e4hle an Klee und Kartoffeln auf den \u00c4ckern der Besitzer Fritz Erber, Rudolf Leonhardsberger und Hans Grubers Witwe durch Soldaten, welche auf Pferdefuhrwerken in das Dorf gekommen sind.<\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Um 6 Uhr abends erscheint ein gro\u00dfes Personenauto ohne Nummertafel, besetzt mit 4 Soldaten, darunter einer mit einer KP-Armbinde, bei dem Bauer Engelbert K\u00fchberger und stiehlt aus seinem Keller ein Mostfa\u00df, welches rasch aufgeladen und davon gef\u00fchrt wird.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>In der Nacht vom 31. VIII. auf den 1. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Um \u00bd 2 Uhr nachts wird das abseitige Geh\u00f6ft des Bauern Josef Reiter \u201eHochbauer\u201c von 8 Soldaten \u00fcberfallen und es werden 3 Schafe und s \u00e4 m t l i c h e H\u00fchner geraubt. Es erfolgt schwerste Bedrohung mit Schie\u00dfwaffen. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Reiter wird misshandelt und tr\u00e4gt eine arge Stirnwunde davon.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>3. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Nachmittags stiehlt ein Zivilrusse vom Acker des Pfarrers Alexander Platzer einen Wagen voll Futterr\u00fcben. Er gibt auf die intervenierende Ortspolizei aus einer Maschinenpistole 2 Sch\u00fcsse ab.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>In der Nacht vom 4. IX. auf den 5. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Um 1 Uhr wird abermals das Geh\u00f6ft des Bauer Josef Reiter \u201eHochbauer\u201c von einer mehrk\u00f6pfigen Bande von Soldaten \u00fcberfallen. Die Einwohner werden durch Waffenbedrohung daran gehindert, um Hilfe zu rufen. Es wird eine Kuh geraubt und fortgetrieben, die \u2013 wie die aufgefundenen \u00dcberreste beweisen \u2013 in einem Garten der Gemeinde Matzleinsdorf noch in der gleichen Nacht geschlachtet wird.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>In der Nacht vom 5. IX. auf den 6. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf mehrere Geh\u00f6fte der Siedlung Hofstetten werden unter Abgabe zahlreicher Sch\u00fcsse \u00dcberf\u00e4lle versucht, jedoch durch die Ortspolizei abgew\u00e4hrt.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\"><strong>In der Nacht vom 6. IX. auf den 7. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> Wiederum unter Abgabe vieler Sch\u00fcsse werden in Hofstetten auf die Geh\u00f6fte der Bauern Eibl, Gr\u00f6bl und Fohringer \u00dcberf\u00e4lle unternommen.<\/span><\/span><br \/> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>7. IX.<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Nachmittags wird auf der Stra\u00dfe zwischen Zelking und Mannersdorf der Brieftr\u00e4ger Berger aus Ruprechtshofen von einem Soldaten und einem Zivilrussen vom Fahrrad gerissen und unter Bedrohung mit der Maschinenpistole ausgepl\u00fcndert. Es wird ihm auch ein Paket mit fremdem Eigentum geraubt, das er bef\u00f6rdern sollte. Um ihm zu bet\u00e4tigen, dass ihm dieses fremde Gut ohne sein Verschulden abhanden kam, stellen sich ihm zwei Zeuginnen dieses Vorfalls zur Verf\u00fcgung, n\u00e4mlich die B\u00e4uerin Aloisia Fichtinger aus der Grub und ihre Ziehtochter Josefine Kaltenbrunner.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gleichfalls am 7. IX. dringen vormittags 2 auf Fahrr\u00e4dern gekommene Soldaten unter Bedrohung mit Pistolen in das Geh\u00f6ft des Bauern Franz Fohringer Hofstetten ein. Hierauf begeben sie sich in das Haus des Karl Huber \u201ePimmeshof\u201c. Wieder unter Bedrohung mit Revolvern werden hier 2 Radioapparate geraubt. Hierbei wird der junge Knecht, namens Franz Dachsberger, durch Hiebe auf den Kopf verletzt. Ferner werden die alte Mutter des Hubers, seine 12-j\u00e4hrige Tochter und ein im Haus wohnender 83-j\u00e4hriger Greis misshandelt und verletzt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>8. IX, mittags.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese beiden gleichen Radfahrer \u00fcberfallen auf der Stra\u00dfe zwischen Zelking und Matzleinsdorf ein Pferdefuhrwerk, auf welchem zwei M\u00e4nner aus Ober\u00f6sterreich in ihre Nieder\u00f6sterreichische Heimat heimkehren wollen, und versuchen diese auszupl\u00fcndern und ihnen Wagen und Pferde zu rauben. Im Verlauf des sich entspinnenden Handgemenges geben die R\u00e4uber mehrere Pistolensch\u00fcsse ab, ergreifen aber beim Herannahen der Ortspolizei die Flucht auf ihren R\u00e4dern.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>9. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Garten des Bauern Josef Gallhofer erscheinen 5 Soldaten und machen Jagd auf dessen H\u00fchner. Sie erschie\u00dfen eine Henne. Bevor sie weiteren Schaden anrichten k\u00f6nnen, werden sie von einer russischen Polizeipatrouille vertrieben.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Fast t\u00e4glich werden die Milchkannen gestohlen, mittels welcher die Bauern ihrer Ablieferungspflicht von Milch an die Molkerei Mank nachkommen wollen. Da diese Milchkannen zwecks Abholung durch den Milchwagen in der Fr\u00fch vor die H\u00e4user gestellt werden, werden sie von dem des Wegs kommenden Pferdefuhrwerken der Soldaten einfach mitgenommen. Sie sind heute unersetzbar und dem betreffenden Haus ist die weitere Milchablieferung unm\u00f6glich.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Vorgelegt vom Gemeindeamt Zelking bei Melk a. d. Donau am 13. IX. 1945<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Bauer Josef Gallhofer wird von 2 Rad fahrenden M\u00e4nnern in Uniform \u00dcberfallen und durch Hiebe auf den Kopf und Fu\u00dftritten verletzt. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Nacht vom 14. auf den 15. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein geplanter \u00dcberfall auf den Hof des Bauern Rudolf Leonhardsberger durch etwa 6 Personen, teils in Uniformen, teils in ziviler Kleidung, wird vereitelt. Hierbei wird die Ortspolizei aus Maschinenpistolen scharf beschossen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Vermutlich von den gleichen T\u00e4tern wird in der gleichen Nacht auf dem Gredinghof ein Zuchteber erschossen, jedoch nicht mitgenommen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>16. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der H\u00e4usler Anton Janisch aus St. Leonhard wird auf Zelkinger Gemeindegebiet bei hellem Tag von einem Mann in Uniform vom Rad gerissen und durch Schl\u00e4ge mit dem Gewehrkolben auf den Kopf verletzt. Das Fahrrad wird ihm geraubt.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Nacht vom 26. auf den 27. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Dem Bauer Stattler in der Arb wird von T\u00e4tern, die niemand sah, ein Pferd aus dem Stall gestohlen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>27. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Mann in Uniform und eine Zivilperson dringen in den Hof des Rudolf Leonhardsberger ein und rauben unter Abgabe von mehrfachen Pistolensch\u00fcssen eine Gans und eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Eiern. Es werden allerdings als Bezahlung schlie\u00dflich RM 40.\u2013 zur\u00fcckgelassen.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Nacht vom 28. auf den 29. IX.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Drei M\u00e4nner in Offizieruniformen, die auf einem Motorrad mit Beiwagen kommen, nehmen unter Waffengewalt und ohne Bezahlung aus dem Hofe des Bauern Kaltenbrunner in Mannersdorf ein Schwein weg.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>1. X.<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Zwei Rad fahrende M\u00e4nner in Uniformen brechen bei Tag in den Hof des Bauern Franz Gr\u00f6bl\/Einsiedl ein. Einer gibt auf den Franz Gr\u00f6bl aus einer Pistole einen scharfen Schu\u00df ab, der \u00fcber dessen Kopf in die Stallt\u00fcre einschl\u00e4gt. Es werden Lebensmittel geraubt.<br \/> <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Zusammenfassende Darstellung einiger in letzter Zeit erfolgter Vorf\u00e4lle <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>in der Gemeinde Zelking&nbsp; bei&nbsp; Melk&nbsp; a. d. Donau\/Nieder\u00f6sterreich<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Zwei Soldaten, auf einem Pferdefuhrwerk vorbeikommend, rauben aus der Schmiede des Karl Gr\u00fcnauer ein dort abgestelltes Fahrrad. Sie geben aus einer Maschinenpistole zahlreiche Sch\u00fcsse ab, wobei der Gastwirt Josef Kraus und der Schuster Franz Wallner durch Steinsplitter&nbsp; verletzt werden. Das Fahrrad wird den R\u00e4ubern, nachdem sie alle Munition verschossen hatten, wieder abgenommen.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Soldaten in Begleitung von Frauenpersonen versuchen in das Schulgeb\u00e4ude einzudringen. Hierbei wird von einem Feldwebel der Oberlehrer Karl Hofreiter durch einen Tritt in den Bauch verletzt und erleidet eine Quetschung der Leber.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Von dem gleichen T\u00e4ter wird der Beamte Zimmermann der Wiener Creditanstalt, der zur Inspektion&nbsp;des dieser Anlage geh\u00f6renden Erholungsheimes in Zelking weilt, bei hellem Tag \u00fcberfallen und seiner Brieftasche mit dem Inhalt von RM 3000.\u2013 beraubt. Von diesem Vorfall hat die Direktion der Creditanstalt in Wien die Anzeige beim Oberkommando der Roten Armee erstattet. <\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Der Student Max Hofreiter wird auf der Stra\u00dfe von zwei Soldaten angefallen und mit der Maschinenpistole bedroht. Es wird ihm das Fahrrad geraubt, mit dem er aus St. Leonhard den Tierarzt herbei holen sollte.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">In das Geh\u00f6ft des Bauern Anton Griesler dringen bei Nacht Soldaten ein, um zu pl\u00fcndern. Griesler wird schwer misshandelt, es werden ihm mehrere Rippen gebrochen.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Das Geh\u00f6ft des Florian Schedlmayer wird bei Nacht von Soldaten \u00fcberfallen. Hierbei werden aus Pistolen und Gewehren zahlreiche Sch\u00fcsse abgegeben.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Das Geh\u00f6ft des Bauern Engelbert Fichtinger wird bei Nacht von einer Bande, teils aus Soldaten, teils aus Zivilpersonen bestehend, \u00fcberfallen. Aus Pistolen werden zahlreiche Sch\u00fcsse abgefeuert. Frau Fichtinger wird verletzt und steht in Arztbehandlung. S\u00e4mtliche Lebensmittel, alles Gewand, vieler Hausrat wird geraubt und auf einem Lastauto fortgebracht.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Aus der provisorischen Gemeindekanzlei wird bei hellem Tag von zwei, auf einem Motorrad durch den Ort fahrender Soldaten unter Bedrohung mit Maschinenpistolen die Schreibmaschine der Gemeinde geraubt.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Bei einem n\u00e4chtlichen Einbruchsversuch in das Erholungsheim der Creditanstalt werden mehrere Sch\u00fcsse abgefeuert.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Auf den Bauer Leopold Haunlieb (Gassen), dem zur Nachtzeit ein Schwein geraubt wird, werden hierbei mehrere Sch\u00fcsse abgefeuert.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Bei hellem Tag wird das Geh\u00f6ft der B\u00e4uerin Franziska Schallhas (jetzt Zuser) von einer Bande von Zivilpersonen unter dem Kommando eines Offiziers \u00fcberfallen. Die Ortspolizei wird von dem Offizier mit der Pistole fortgesetzt bedroht, bis ein zuf\u00e4llig durch den Ort fahrender Kommissar endlich Ordnung schafft.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Bei wiederholten \u00dcberf\u00e4llen auf das Kaufmannsgesch\u00e4ft des Adolf Starzer erfolgt immer wieder schwerste Bedrohung mit Schu\u00dfwaffen. Es werden dort s\u00e4mtliche Lebensmittel, die zur Versorgung der Einwohnerschaft von Zelking bestimmt waren, geraubt und auf Lastautos weggebracht.<br \/> <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Fortsetzung der zusammenfassenden Darstellung \u2026<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Bei r\u00e4uberischen \u00dcberf\u00e4llen auf das Haus des Gastwirtes Josef Kraus wird auf diesen mehrfach geschossen.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Das Geh\u00f6ft des Bauern Josef Tippl wird bei einem n\u00e4chtlichen Raub\u00fcberfall unter Beschuss durch Feuerwaffen genommen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">(*) Das Geh\u00f6ft des Bauern Johann Tippl wird bei einem n\u00e4chtlichen Raub\u00fcberfall unter Beschuss durch Feuerwaffen genommen. \u00dcberf\u00e4lle am laufenden Band. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">(* Handgeschriebener Zusatz von Fr. Maria Gundacker, geb. Tippl, 2000; daher d\u00fcrfte der Name Josef falsch sein!).<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Bei einem n\u00e4chtlichen \u00dcberfall auf das Geh\u00f6ft des Bauern Rudolf Leonhardsberger werden s\u00e4mtliche Einwohner sowie die herbeigeeilte Ortspolizei mit Maschinenpistolen auf das schwerste bedroht. Ein Mann der Ortspolizei, der Schmied Franz Gr\u00fcnauer, wird durch einen Hieb auf den Kopf zu Boden gestreckt und verletzt.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Bei einem \u00dcberfall auf das Geh\u00f6ft des Josef Gallhofer durch Soldaten und Weibspersonen wird die zuf\u00e4llig im Haus weilende Anna Buchegger, eine alte Frau, schwer misshandelt.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Am \u00e4rgsten d\u00fcrfte Alois Schmoll sein, einer der gr\u00f6\u00dften Bauern der Gemeinde Zelking. Sein einsam gelegener Hof wurde in drei aufeinander folgenden N\u00e4chten (19. VIII.\u201321. VIII.) von einer vierk\u00f6pfigen, teils aus Soldaten, teils aus Zivilpersonen bestehenden Bande unter dem Kommando eines Offiziers \u00fcberfallen und ausgepl\u00fcndert. Es wurde ihm unter unausgesetzter Bedrohung mit Maschinenpistolen s\u00e4mtliche Schweine, einige K\u00fche, sein Wagen, sein Hausger\u00e4t usw. geraubt. Er selbst, sein Bruder, sein alter Vater sowie ein zur Erntehilfe auf dem Hof weilendes M\u00e4dchen, die Hochsch\u00fclerin Tilde Loiskandl, die sich der Vergewaltigung widersetzte, wurde schwer misshandelt und erlitten ernsthafte Verletzungen.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Diese Aufz\u00e4hlung entspricht in jedem einzelnen Fall nachweisbar der r e i n e n&nbsp;&nbsp; W a h r h e i t. Sie darf leider keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit erheben, vielmehr k\u00f6nnte sie noch lange fortgef\u00fchrt werden. Unerw\u00e4hnt bleiben die vielen n\u00e4chtlichen Diebst\u00e4hle von K\u00fchen und Schweinen (beim Verwalter Andreas Harrer, beim M\u00fcller Johann Bauer, bei den Bauern Johann Polly, Franz Gr\u00f6bl usw.), unerw\u00e4hnt auch die tagt\u00e4glichen Diebst\u00e4hle an H\u00fchnern, Obst, Gem\u00fcse, Kartoffeln aus H\u00f6fen, G\u00e4rten und Feldern sowie an fertig geschl\u00e4gertem Holz aus dem Wald. Desgleichen wurde nicht angef\u00fchrt der fortgesetzt im gr\u00f6\u00dften Umfang betriebene Diebstahl an Heu und Klee, wobei auch der Samenklee keineswegs verschont bleibt, sodass auch der n\u00e4chstj\u00e4hrige Anbau in Frage gestellt ist. Viele Bauern mussten infolge dieses gewaltigen Ausfalles an Futtermitteln ihren Viehbestand bereits verringern, ein weiterer Abbau ist unausbleiblich.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">N a c h t r a g ! Soeben kommt die Meldung, dass h e u t e&nbsp;&nbsp; N a c h t (26. VIII.) eine etwa zehnk\u00f6pfige Bande von Soldaten das Geh\u00f6ft des Franz Gr\u00f6bl \u00fcberfiel und diesen gro\u00dfen Bauern s\u00e4mtliche restliche Schweine, Schafe und H\u00fchner raubte. Hierauf begaben sie sich in die H\u00f6fe des Anton Griesler und des ihm benachbarten Ignaz Kaltenbrunner und pl\u00fcnderten auch dort. Dabei wurde Kaltenbrunner und die Frau vom Griesler durch Kolbenhiebe mit den Gewehren schwer verletzt. Kaltenbrunner erlitt Besch\u00e4digungen des Kiefers. S\u00e4mtliche Bewohner beider H\u00f6fe werden in einem Winkel zusammengetrieben und durch fortgesetzte Kolbenschl\u00e4ge daran gehindert, um Hilfe zu schreien, die ihnen \u00fcbrigens auch niemand h\u00e4tte bringen k\u00f6nnen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Vertraulich!<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zelking bei Melk a. d. Donau. Nieder\u00f6sterreich<\/strong><br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>27. VIII. 1945<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">An das geehrte Oberkommando der amerikanischen Besatzungstruppen in Wien<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn sich das in geb\u00fchrender Ergebenheit gezeichnete B\u00fcrgermeisteramt einer kleinen Landgemeinde Nieder\u00f6sterreichs die Freiheit nimmt, einem geehrten Oberkommando die beiliegende, wahrheitsgetreue Zusammenstellung zur Kenntnis zu bringen, so wird es dabei zun\u00e4chst wohl von rein informativen Ansichten geleitet. Das B\u00fcrgermeisteramt ist n\u00e4mlich der Meinung, dass das Oberkommando, das ja dem g a n z e n&nbsp; \u00d6 s t e r r e i c h ein so dankenswertes und gro\u00dfm\u00fctiges Interesse bekundet, auch dem Schicksal eines so bescheidenen Dorfes seine aufmerksame Teilnahme nicht v\u00f6llig versagen kann, wenngleich dieses Dorf au\u00dferhalb seiner Besetzungszone liegt. Lebt doch in unserer Gemeinde ein braves, gottesf\u00fcrchtiges, arbeitsames Landvolk, das aus seiner treuen \u00f6sterreichischen Gesinnung auch in dem letzten schweren Jahr nie ein Hehl machte.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die beiliegende Aufz\u00e4hlung, einen geringen Zeitraum unfassend, d\u00fcrfte dem geehrten Oberkommando unschwer ein Bild von dem grausamen Los vermitteln, von dem dieses Bauernvolk nunmehr betroffen wurde, und das es wahrlich nicht verdient. Dass auch in manchen anderen Gemeinden unserer Umgebung \u2013 z. B. in Texing und Kirnberg <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013 <\/span><span style=\"color: #000000;\">gleicherma\u00dfen traurige Sicherheitsverh\u00e4ltnisse herrschen, vermag uns keinen Trost zu bedeuten, vielmehr ermutigt uns gerade diese Tatsache zu dem ungew\u00f6hnlichen Schritt, den wir hiermit unternehmen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Denn ein geehrtes Oberkommando mit der Schilderung blos e i n e s kleinen, wenn auch noch so bitteren Dorfschicksals zu behelligen w\u00fcrden wir kaum wagen. Es ist das Schicksal eines ganzen Landstrichs, das wir hiermit aufzeigen, unsere Gemeinde bildet nur ein Beispiel f\u00fcr viele Leidensgef\u00e4hrtinnen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Nebst der rein informativen Absicht bewegt uns wohl auch die leise Hoffnung, das geehrte Oberkommando k\u00f6nne bei gegebener Gelegenheit im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten und Machtmittel an einer Besserung der hier geschilderten Verh\u00e4ltnisse mitwirken, was sicherlich den edlen Geboten der Menschlichkeit und Gerechtigkeit entsprechen w\u00fcrde. Es kommt uns selbstverst\u00e4ndlich nicht zu, gegen irgendjemanden Anklage zu erheben, und in diesem Sinne darf auch unser Schreiben ganz und gar nicht gedeutet werden. Doch halten wir es f\u00fcr unser gutes Recht, bestehendes Unrecht leidenschaftslos aufzuzeigen und damit der endlichen Wiederkehr friedlicher Arbeitstage den Weg bereiten zu helfen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Allerdings m\u00fcsste jegliche Intervention oder F\u00fcrsprache, zu der sich ein geehrtes Oberkommando etwa in G\u00fcte bereit finden k\u00f6nnte, in so vorsichtiger Form erfolgen, dass daraus f\u00fcr unsere Gemeinde nicht etwa neue Gef\u00e4hrdung uns noch schwerere Not heraufbeschworen werden kann. Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt bittet daher auf das dringendste, dieses Schreiben samt seiner Beilage als s t r e n g&nbsp; v e r t r a u l i c h zu behandeln, und baut zuversichtlich auf die Erf\u00fcllung dieser Bitte. <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der Versicherung dankbarer Ergebenheit zeichnet<\/span><span style=\"color: #000000;\"> f\u00fcr das Gemeindeamt Zelking<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1 Beilage<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Vertraulich!<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zelking bei Melk a. d. Donau. Nieder\u00f6sterreich <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>27. VIII. 1945<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>An das geehrte Oberkommando der franz\u00f6sischen Besatzungstruppen in Wien<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn sich das in geb\u00fchrender Ergebenheit gezeichnete B\u00fcrgermeisteramt einer kleinen Landgemeinde Nieder\u00f6sterreichs die Freiheit nimmt, einem geehrten Oberkommando die beiliegende, wahrheitsgetreue Zusammenstellung zur Kenntnis zu bringen, so wird es dabei zun\u00e4chst wohl von rein informativen Ansichten geleitet. Das B\u00fcrgermeisteramt ist n\u00e4mlich der Meinung, dass das Oberkommando, das ja dem g a n z e n&nbsp; \u00d6 s t e r r e i c h ein so dankenswertes und gro\u00dfm\u00fctiges Interesse bekundet, auch dem Schicksal eines so bescheidenen Dorfes seine aufmerksame Teilnahme nicht v\u00f6llig versagen kann, wenngleich dieses Dorf au\u00dferhalb seiner Besetzungszone liegt. Lebt doch in unserer Gemeinde ein braves, gottesf\u00fcrchtiges, arbeitsames Landvolk, das aus seiner treuen \u00f6sterreichischen Gesinnung auch in dem letzten schweren Jahr nie ein Hehl machte.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die beiliegende Aufz\u00e4hlung, einen geringen Zeitraum unfassend, d\u00fcrfte dem geehrten Oberkommando unschwer ein Bild von dem grausamen Los vermitteln, von dem dieses Bauernvolk nunmehr betroffen wurde, und das es wahrlich nicht verdient. Dass auch in manchen anderen Gemeinden unserer Umgebung \u2013 z. B. in Texing und Kirnberg <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013 <\/span><span style=\"color: #000000;\">gleicherma\u00dfen traurige Sicherheitsverh\u00e4ltnisse herrschen, vermag uns keinen Trost zu bedeuten, vielmehr ermutigt uns gerade diese Tatsache zu dem ungew\u00f6hnlichen Schritt, den wir hiermit unternehmen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Denn ein geehrtes Oberkommando mit der Schilderung blos e i n e s kleinen, wenn auch noch so bitteren Dorfschicksals zu behelligen w\u00fcrden wir kaum wagen. Es ist das Schicksal eines ganzen Landstrichs, das wir hiermit aufzeigen, unsere Gemeinde bildet nur ein Beispiel f\u00fcr viele Leidensgef\u00e4hrtinnen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Nebst der rein informativen Absicht bewegt uns wohl auch die leise Hoffnung, das geehrte Oberkommando k\u00f6nne bei gegebener Gelegenheit im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten und Machtmittel an einer Besserung der hier geschilderten Verh\u00e4ltnisse mitwirken, was sicherlich den edlen Geboten der Menschlichkeit und Gerechtigkeit entsprechen w\u00fcrde. Es kommt uns selbstverst\u00e4ndlich nicht zu, gegen irgendjemanden Anklage zu erheben, und in diesem Sinne darf auch unser Schreiben ganz und gar nicht gedeutet werden. Doch halten wir es f\u00fcr unser gutes Recht, bestehendes Unrecht leidenschaftslos aufzuzeigen und damit der endlichen Wiederkehr friedlicher Arbeitstage den Weg bereiten zu helfen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Allerdings m\u00fcsste jegliche Intervention oder F\u00fcrsprache, zu der sich ein geehrtes Oberkommando etwa in G\u00fcte bereit finden k\u00f6nnte, in so vorsichtiger Form erfolgen, dass daraus f\u00fcr unsere Gemeinde nicht etwa neue Gef\u00e4hrdung uns noch schwerere Not heraufbeschworen werden kann. Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt bittet daher auf das dringendste, dieses Schreiben samt seiner Beilage als s t r e n g&nbsp; v e r t r a u l i c h zu behandeln, und baut zuversichtlich auf die Erf\u00fcllung dieser Bitte. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der Versicherung dankbarer Ergebenheit zeichnet<\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">f\u00fcr das Gemeindeamt Zelking<\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1 Beilage<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Vertraulich!<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zelking bei Melk a. d. Donau. Nieder\u00f6sterreich <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>27. VIII. 1945<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>An das geehrte Oberkommando der englischen Besatzungstruppen in Wien<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn sich das in geb\u00fchrender Ergebenheit gezeichnete B\u00fcrgermeisteramt einer kleinen Landgemeinde Nieder\u00f6sterreichs die Freiheit nimmt, einem geehrten Oberkommando die beiliegende, wahrheitsgetreue Zusammenstellung zur geneigten Kenntnis zu bringen, so wird es dabei zun\u00e4chst wohl von rein informativen Ansichten geleitet. Das B\u00fcrgermeisteramt ist n\u00e4mlich der Meinung, dass das Oberkommando, das ja dem&nbsp; g a n z e n&nbsp; \u00d6 s t e r r e i c h ein so dankenswertes und gro\u00dfm\u00fctiges Interesse bekundet, auch dem Schicksal eines so bescheidenen Dorfes seine aufmerksame Teilnahme nicht v\u00f6llig versagen kann, wenngleich dieses Dorf au\u00dferhalb seiner Besetzungszone liegt. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Lebt doch in unserer Gemeinde ein braves, gottesf\u00fcrchtiges, arbeitsames Landvolk, das aus seiner treuen \u00f6sterreichischen Gesinnung auch in dem letzten schweren Jahr nie ein Hehl machte.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Die beiliegende Aufz\u00e4hlung, einen geringen Zeitraum unfassend, d\u00fcrfte dem geehrten Oberkommando unschwer ein Bild von dem grausamen Los vermitteln, von dem dieses Bauernvolk nunmehr betroffen wurde, und das es wahrlich nicht verdient. Ist es doch nicht blos in allem Hab und Gut, sondern nicht minder auch an Gesundheit und Leben st\u00fcndlich auf das gef\u00e4hrlichste bedroht. Dass auch in manchen anderen Gemeinden unserer Umgebung \u2013 z. B. in Texing und Kirnberg <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013 <\/span><span style=\"color: #000000;\">gleicherma\u00dfen traurige Sicherheitsverh\u00e4ltnisse herrschen, vermag uns keinen Trost zu bedeuten, vielmehr ermutigt uns gerade diese Tatsache zu dem ungew\u00f6hnlichen Schritt, den wir hiermit unternehmen. Denn ein geehrtes Oberkommando mit der Schilderung blos e i n e s kleinen, wenn auch noch so bitteren Dorfschicksals zu behelligen w\u00fcrden wir kaum wagen. Es ist das Schicksal eines ganzen Landstrichs, das wir hiermit aufzeigen, unsere Gemeinde bildet nur ein Beispiel f\u00fcr viele Leidensgef\u00e4hrtinnen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Nebst der rein informativen Absicht bewegt uns wohl auch die leise Hoffnung, das geehrte Oberkommando k\u00f6nne bei gegebener Gelegenheit im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten und Machtmittel an einer Besserung der hier geschilderten Verh\u00e4ltnisse mitwirken, was sicherlich den edlen Geboten der Menschlichkeit und Gerechtigkeit entsprechen w\u00fcrde. Es kommt uns selbstverst\u00e4ndlich nicht zu, gegen irgendjemanden Anklage zu erheben, und in diesem Sinne darf auch unser Schreiben ganz und gar nicht gedeutet werden. Doch halten wir es f\u00fcr unser gutes Recht, bestehendes Unrecht leidenschaftslos aufzuzeigen und damit der endlichen Wiederkehr friedlicher Arbeitstage den Weg bereiten zu helfen.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Allerdings m\u00fcsste jegliche Intervention oder F\u00fcrsprache, zu der sich ein geehrtes Oberkommando etwa in G\u00fcte bereit finden k\u00f6nnte, in so vorsichtiger Form erfolgen, dass daraus f\u00fcr unsere Gemeinde nicht etwa neue Gef\u00e4hrdung uns noch schwerere Not heraufbeschworen werden kann. Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt bittet daher auf das dringendste, dieses Schreiben samt seiner Beilage als s t r e n g&nbsp; v e r t r a u l i c h zu behandeln, und baut zuversichtlich auf die Erf\u00fcllung dieser Bitte. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der Versicherung dankbarer Ergebenheit zeichnet f\u00fcr das Gemeindeamt Zelking<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1 Beilage<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">Zelking bei Melk a. d. Donau <\/span><\/strong><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>27. VIII. 1945<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>An die Nieder\u00f6sterreichische Landesregierung Wien<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt erlaubt sich hierdurch an die hohe Landesregierung die ergebene Bitte, von dem Inhalt der beiliegenden Zusammenstellung Kenntnis nehmen zu wollen.<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es sind aus einer langen Reihe \u00e4hnlicher Vorf\u00e4lle haupts\u00e4chlich jene gew\u00e4hlt, bei denen Anwendung von milit\u00e4rischen Schu\u00dfwaffen oder zumindest Bedrohung mit solchen erfolgte oder k\u00f6rperliche Verletzungen stattfanden, da hierdurch erwiesen ist, dass die Einwohnerschaft unserer Gemeinde nicht blos an Hab und Gut, sondern leider auch an Leben und Gesundheit st\u00e4ndig auf das schwerste gef\u00e4hrdet ist. Dass es auch in anderen Gemeinden der Umgebung mit der \u00f6ffentlichen Sicherheit immer noch \u00fcbel bestellt ist \u2013 so z. B. in Kirnberg und Texing <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><span style=\"color: #000000;\">, vermag uns keinen Trost zu bedeuten.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Einer solchen Zusammenfassung konkreter F\u00e4lle, deren Glaubw\u00fcrdigkeit jeder \u00dcberpr\u00fcfung standh\u00e4lt und nicht im Entferntesten angezweifelt werden kann, d\u00fcrfte ein weit ernsteres Gewicht beizumessen sein, als einer allgemein gehaltenen Klage, die nur allzu leicht als \u00fcbertrieben abgetan zu werden pflegt.<br \/> Die v e r t r a u l i c h e&nbsp; Vorlage dieser Zusammenstellung verfolgt zun\u00e4chst rein informative Absichten. Freilich verbindet das in Ergebenheit gefertigte B\u00fcrgermeisteramt damit auch die sehr eindringliche Bitte, eine hohe Landesregierung m\u00f6ge bei etwa sich darbietender Gelegenheit im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeit und Machtmittel helfend einzugreifen, doch m\u00fcsste dies selbstverst\u00e4ndlich in einer gen\u00fcgend vorsichtigen Form geschehen, um f\u00fcr unsere Gemeinde nicht etwa neue Gef\u00e4hrdung und noch schwerere Not herauf zu beschw\u00f6ren.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die gleiche Zusammenstellung wird gleichzeitig auch der Bezirkshauptmannschaft Melk vorgelegt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Einer hohen Landesregierung getreulich ergeben<br \/> 1 Beilage<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zelking bei Melk a. d. Donau <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>27. VIII. 1945<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>An die Bezirkshauptmannschaft&nbsp; Melk a. d. Donau<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Hochgeehrter Herr Bezirkshauptmann!<\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt erlaubt sich die ergebene Bitte, von dem Inhalt der beiliegenden Zusammenstellung Kenntnis nehmen zu wollen.<\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es sind aus einer langen Reihe \u00e4hnlicher Vorf\u00e4lle haupts\u00e4chlich jene gew\u00e4hlt, bei denen Anwendung von milit\u00e4rischen Schusswaffen oder zumindest Bedrohung mit solchen erfolgte oder k\u00f6rperliche Verletzungen stattfanden, da hierdurch erwiesen ist, da\u00df die Einwohnerschaft unserer Gemeinde nicht blos an Hab und Gut, sondern leider auch an Leben und Gesundheit st\u00e4ndig auf das schwerste gef\u00e4hrdet ist. Da\u00df es mit der \u00f6ffentlichen Sicherheit auch ihn manchen anderen Gemeinden der Umgebung immer noch nicht besser bestellt ist \u2013 so z. B. dem Vernehmen nach in Kirnberg und Texing, vermag uns keinen Trost zu bedeuten.<br \/> Einer solchen Zusammenfassung konkreter F\u00e4lle, deren Glaubw\u00fcrdigkeit jeder \u00dcberpr\u00fcfung standh\u00e4lt und nicht im geringsten angezweifelt werden kann, d\u00fcrfte ein weit ernsteres Gewicht beizumessen sein, als einer allgemein gehaltenen Klage, die nur allzu leicht als \u00fcbertrieben abgetan zu werden pflegt. Da in der bedr\u00e4ngten Bev\u00f6lkerung unserer Gemeinde schon mehrfach die Frage laut wurde, ob den solche Vorf\u00e4lle auch zur Kenntnis der h\u00f6heren Verwaltungsstellen k\u00e4men, damit diese in der Lage versetzt w\u00fcrden, im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten und Machtmittel helfend einzugreifen, wird sich das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt in gewissen Zeitabschnitten erlauben, von etwa neu vorgefallenen Ereignissen \u00e4hnlicher Art immer wieder Bericht zu erstatten.<br \/> Aus dem Bewu\u00dftsein seiner Verantwortlichkeit heraus \u00fcbermittelt \u00fcbrigens das B\u00fcrgermeisteramt auch der Nieder\u00f6sterreichischen Landesregierung die gleiche Zusammenstellung der letzten Vorf\u00e4lle und erbittet das Einverst\u00e4ndnis der Bezirkshauptmannschaft mit diesem Schritt.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1 Beilage<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>An die russische&nbsp; Stadt-Kommandantur Melk a. d. Donau<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Stadtkommandantur fordert im \u201eWaldviertler-Melker-Boten\u201c vom 12. August die Bev\u00f6lkerung \u00f6ffentlich auf, ihr \u201eUnzuk\u00f6mmlichkeiten und Eigenm\u00e4chtigkeiten\u201c sofort zur Anzeige zu bringen, damit solche eingestellt werden k\u00f6nnen. Im Sinne dieser Aufforderung erlaubt sich das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt Zelking, auf dem beiliegenden Blatt die vom 26. VIII. bis zum 30. VIII. vorgefallenen Ereignisse dieser Art zu melden und um deren strengen Untersuchung sowie Bestrafung zu bitten. Namentlich in den beiden F\u00e4llen, in denen die Autonummern festgehalten wurden, wird es der Kommandantur unschwer m\u00f6glich sein, die T\u00e4ter zu eruieren und zur Verantwortung zu ziehen.<br \/> Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt dankt daf\u00fcr, dass die Kommandantur ihr Interesse an der Abstellung solcher Vorf\u00e4lle \u00f6ffentlich bekundet, durch deren fast t\u00e4glichen Wiederholungen die friedliche Arbeit des Landmannes unm\u00f6glich gemacht, sowie das Gef\u00fchl der Sicherheit f\u00fcr Leben, Gesundheit und jegliche Habe ersch\u00fcttert wird.<br \/> Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt wird sich gestatten, auch ferner alle solchen Vorf\u00e4llen zu melden. Eine raschere Meldung (solange die T\u00e4ter noch an Ort und Stelle weilen) ist unm\u00f6glich, da es an den Voraussetzungen hierf\u00fcr fehlt, wir besitzen keine Fahr- und Motorr\u00e4der mehr, die Telefonleitung ist lahm gelegt.<br \/> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit dem Ausdruck vorz\u00fcglicher Hochachtung<br \/> Zelking, den 31. VIII. 1945<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Zelking, den 11. September 1945<\/strong><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>An die&nbsp; Bezirkshauptmannschaft Melk a. d. Donau<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Hochgeehrter Herr Bezirkshauptmann!<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt \u00fcbersendete am 31. VIII. d. J. der russischen Stadtkommandantur in Melk eine Liste der im Zeitraum vom 26.\u201330. August im Zelkinger Gemeindegebiet vorgekommenen \u00dcberf\u00e4lle und Diebst\u00e4hle. Hierbei nahm es Bezug auf eine im \u201eWaldviertler-Melker-Boten\u201c vom 12. August erschienenen Aufforderung der Stadtkommandantur an die Bev\u00f6lkerung, jede \u201eUnzuk\u00f6mmlichkeiten und Eigenm\u00e4chtigkeiten\u201c sofort anzuzeigen, an deren Abstellung sie nicht minder interessiert sei, als die Einwohnerschaft des Melker Bezirkes. Obwohl das gefertigte B\u00fcrgermeisteramt genaueste Angaben vorlegte und in zwei F\u00e4llen sogar die Bezeichnung der Autos nennen konnte, auf denen die T\u00e4ter erschienen, ist irgendeine Art von Untersuchung auch nur eines der krassesten F\u00e4lle durch die Stadtkommandantur bisher leider nicht erfolgt.<\/p>\n<p> Das B\u00fcrgermeisteramt k\u00fcndigt in seinem Schreiben an die Stadtkommandantur an, dass es dieses traurige Tagebuch in gewissen Zeitabschnitten immer wieder fortsetzen werde, um dem Vorwurf vorzubeugen, es habe die Anmeldung trotz \u00f6ffentlicher Aufforderung unterlassen. Es werde also ankn\u00fcpfend an den ersten Bericht&nbsp; ein zweiter verfasst, welcher sich auf den Zeitraum vom 30. August bis zum 10. September erstreckt. Selbstverst\u00e4ndlich entsprechen wiederum alle Angaben der reinen Wahrheit und sind durch genug Zeugen erh\u00e4rtet.<\/p>\n<p> Nun wird uns durch die Gendarmerie bedeutet, dass solche Meldungen bei der Stadtkommandantur nur dann Beachtung f\u00e4nden, wenn sie auf dem Wege \u00fcber die Bezirkshauptmannschaft dorthin k\u00e4men, eine Meinung, deren Richtigkeit das B\u00fcrgermeisteramt nicht zu \u00fcberpr\u00fcfen vermag. Wir richten also an die Bezirkshauptmannschaft die ergebene Bitte, die beiliegende Aufstellung an die Stadtkommandantur nach Kenntnis weiterzuleiten und wom\u00f6glich \u2013 damit der Zusammenhang hergestellt werde <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><span style=\"color: #000000;\"> beizuf\u00fcgen, dies sei die Fortsetzung des ersten, von uns am 31. VIII. der Kommandantur direkt \u00fcberreichten Berichtes, der sich auf jene \u00f6ffentliche Aufforderung st\u00fctzte.<br \/> Das B\u00fcrgermeisteramt wird diese Berichte, m\u00f6gen sie auch zun\u00e4chst kein Echo und keine Wirkung ergeben, dennoch unverdrossen fortsetzen.<br \/> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit dem Ausdruck der vorz\u00fcglichsten Hochachtung und Ergebenheit<br \/> 1 Beilage zur gef\u00e4lligen Weiterleitung<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Dauer des Wachdienstes <\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es wurde gewacht vom 27. Mai 1945 (Dreifaltigkeitssonntag) bis 3. Februar 1946 (Tag nach Maria Lichtmess). Das sind 36 Wochen = 252 N\u00e4chte<\/span><span style=\"color: #000000;\">.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">In den ersten 17 N\u00e4chten (bis 12. Juni) dauerte der Wachdienst von&nbsp; 21 Uhr bis 5 Uhr, also pro Nacht 8 Stunden.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">In den weiteren 235 N\u00e4chten dauerte der Wachdienst von 21 Uhr bis 4 Uhr, als pro Nacht 7 Stunden.<\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Durchrechnung ergibt, da\u00df insgesamt&nbsp; 1781 Stunden lang gewacht wurde.<\/p>\n<p> Vom 27. V. 45 bis zum 31. X. 45 wachten je 8 M\u00e4nner (Halbzeit je 4 M\u00e4nner).<br \/> Vom 1. IX. 45 bis zum 31. XII. 45 wachten je 6 M\u00e4nner (Halbzeit je 3 M\u00e4nner).<\/p>\n<p> Vom 1. I. 46 bis zum 3. II. 46 wachten je 4 M\u00e4nner (Halbzeit je 2 M\u00e4nner).<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Von den 1781 durchwachten Stunden wurde, wie die Durchrechnung ergibt, 1130&nbsp; Stunden&nbsp; durchwacht&nbsp; von&nbsp; je&nbsp; 4 M\u00e4nnern&nbsp; =&nbsp; 4520 Leistungsstunden.<\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">420 Stunden&nbsp; je 3 M\u00e4nnern = 1260<\/span><span style=\"color: #000000;\">; 231 Stunden je 2 M\u00e4nnern = 462 <\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1781 Stunden ergeben insgesamt also 6242 Leistungsstunden<\/p>\n<p> <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Nicht ber\u00fccksichtigt wurde dabei, dass mehrfach in kritischen N\u00e4chten die Wache um 2<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">5 Mann verst\u00e4rkt wurde.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Desgleichen blieb unber\u00fccksichtigt, dass bei den vielen n\u00e4chtlichen Alarmen stets ein gro\u00dfer Teil der gesamten Wache intervenierte und zwar oft in der Dauer von 1<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">2 Stunden.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Uneingerechnet blieb selbstverst\u00e4ndlich auch der Zeitverlust, der durch die Intervention der Wache bei Tag entstand. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Solche Alarme gab es Monate hindurch t \u00e4 g l i c h, ja sogar oft 3<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">4 Mal des Tages.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Bei einer Versammlung am 3. II. 1946 beim Kraus wurde einstimmig beschlossen, den Polizeidienst versuchsweise aufzulassen, da es schon seit einigen Wochen in den N\u00e4chten ganz ruhig ist.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Doch wurde die Aufstellung eines besoldeten Nacht- und Feuerw\u00e4chters beschlossen, wie er nach Mitteilung des B\u00fcrgermeisters Gattringer in Ortschaften von mindestens 20 H\u00e4usern sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Als solcher wird probeweise Franz Gr\u00fcnauer bestellt, mit einem Monatslohn von Sch. 100<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">120.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Dieses Geld wird von der Gemeinde durch eine Sonderumlage auf die Haussteuer aufgebracht werden.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">B\u00fcrgermeister und Vizeb\u00fcrgermeister dankten mir f\u00fcr meine M\u00fche. <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(Unterschrift HBrecka)<br \/> <\/span><\/span><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>(*)<\/strong><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong> Die in Kopien vorhandenen Aufzeichnungen (Schreibmaschinenmanuskripte) wurden teilweise in der heutigen Rechtschreibung wiedergegeben!<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &nbsp;<\/div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der Marshallplan<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Marshallplan, offiziell European Recovery Program (ERP) genannt, war das wichtigste wirtschaftliche Wiederaufbauprogramm der USA, das nach dem Zweiten Weltkrieg dem zerst\u00f6rten Westeuropa zugute kam und bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren. Das 12,4-Milliarden-Dollar-Programm wurde am 16. April 1948 beschlossen und sollte vier Jahre dauern. Im gesamten Zeitraum (1948<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1957) leisteten die USA den bed\u00fcrftigen Staaten der Organisation For European Economic Co-Operation (OEEC) Hilfen im Wert von insgesamt 13,1 Milliarden Dollar.<\/span> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Programm wurde nach dem US-Au\u00dfenminister und Friedensnobelpreistr\u00e4ger des Jahres 1953, George C. Marshall (Amtszeit 1947<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">1<\/span>949) benannt, auf dessen Initiative dies zur\u00fcckgeht. Ausgearbeitet wurde es vor allem von William L. Clayton und George F. Kennan im Au\u00dfenministerium.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-56\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/marshall%2032.jpg\" width=\"173\" height=\"116\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Briefmarke der Vereinigten Staaten von Amerika mit Abbildung von George C. Marshall<br \/> <span style=\"color: #000000;\">European Recovery Program (The Marshall Plan) <\/span> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr das Programm gab es drei Gr\u00fcnde: Hilfe f\u00fcr die Not Leidende und teilweise Hungernde Bev\u00f6lkerung des durch den Krieg zerst\u00f6rten Europas, eine Eind\u00e4mmung der kommunistischen Sowjetunion und die Schaffung eines Absatzmarktes f\u00fcr die amerikanische \u00dcberproduktion.<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Der Plan wurde ab Mai 1947 entwickelt, um die Konferenzteilnehmer im April 1948 einzuberufen und eine \u201eOrganisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa\u201c (OEEC) zu gr\u00fcnden. Die Sowjetunion und die osteurop\u00e4ischen Staaten waren ebenfalls eingeladen, Stalin sah den Plan aber als Gefahr f\u00fcr die Vorherrschaft der Sowjetunion in den osteurop\u00e4ischen Staaten, die er als <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Sicherheitsg\u00fcrtel<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"> benutzen wollte. Er verbot den Staaten unter sowjetischer Besatzung deshalb die Teilnahme, woran sich auch alle hielten (Internet).<br \/> <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Vermutlich erhielten meines Wissens wir (damit ist die Familie Pichler in Zelking gemeint), ein- oder zweimal einen \u201eDosenk\u00e4se\u201c. Dieser feste, salzige und ziemlich gelbe K\u00e4se sollte an Arme Menschen oder kinderreiche Familien abgegeben werden, wurde aber (so laut meiner Erinnerung) zum Teil an Schweinen bei \u201egewissen\u201c Bauern verf\u00fcttert (wie ich es \u00f6fters in Gespr\u00e4chen zwischen Erwachsenen \u201emitgekriegt\u201c hatte).<br \/> Die damaligen \u201eAbnehmer\u201c <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">&nbsp; sofern noch am Leben, werden sich nat\u00fcrlich noch daran erinnern.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-57\" style=\"width: 171px; height: 192px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ksedose.jpg\" width=\"400\" height=\"449\" srcset=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ksedose.jpg 400w, https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/ksedose-267x300.jpg 267w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Leicht angerostete Originaldose (mit Inhalt) aus der damaligen Zeit!<br \/> <span style=\"color: #000000;\">Dosendurchmesser 15 cm, hoch 18 cm)<\/span> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf dem Dosendeckel stand in Kreisform folgende Inschrift angebracht:<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">PASTEURIZED PROCESS CHEDDAR CHEESE \u00b0 NOT TO BE SOLD OR EXCHANGED<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Im Innenkreis:<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">NET WEIGHT 7 POUNDS<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">Danated by the <\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">People of the United<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">States of America<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">STORE IN COOL,<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">DRY PLACE<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Wiedergabe einer in Kurrent verfassten &#8222;Streitschrift&#8220; unbekannten Datums <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>(den Zelkinger Pfarrer betreffend)<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">L. W. (ehemaliger Bauer aus Zelking) wird beschuldigt, \u00f6ffentlich, das ist an einem Orte, wo die Beleidigung von anderen Personen wahrgenommen werden konnte, folgende Schimpfworte gegen den H. Pfarrer geschrien zu haben: <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Der Teufel soll ihn holen.<span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">D\u00f6s B\u00fcberl ist ja gar nichts<\/span><span style=\"color: #000000;\">.\u201c <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">Der B\u00f6hm mu\u00df mit mir gut abkommen, sonst kracht&#8217;s.<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">Wenn ich mit ihm zusammenkomm schmei\u00df ich ihn in&#8216; Donau!<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Dann tr\u00e4gt er dem Pfarrer vis-\u00e0-vis Ohrfeigen an und hebt die Hand zum Schlage auf.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Ferner beschimpft er die Dienstboten in einer Weise, wodurch sich auch der Pfarrer betroffen f\u00fchlt: als \u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Pfarrerbagage<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\">, <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">verdammte Rabenviecher<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\">, <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Kram verdammte<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c, <\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00d6s Affen, auf die Pfarrerleut wird \u00fcberhaupt geschi&#8230;<\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Mit 1. 1. 1971 erfolgte die Vereinigung<br \/> der KG Zelking<\/strong><span style=\"color: #000000;\"><strong> und der KG Matzleinsdorf<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>zur Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Amt der Nieder\u00f6sterreichischen Landesregierung<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wien, am 14. Juli 1970<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">GZ. II\/1-2148\/24-1970<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">An den Herrn B\u00fcrgermeister<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">3393 in Zelking<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Betr. Vereinigung der Gemeinden<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Matzleinsdorf und<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Zelking,<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">polit. Bezirk Melk.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die N\u00d6. Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 14. Juli 1970 gem\u00e4\u00df \u00a7 13 Abs. 4 der N\u00d6. Gemeindeordnung, LGBl. Nr. 369\/1955, die Vereinigung der Gemeinden Matzleinsdorf und Zelking angeregt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Dies wird zur vorl\u00e4ufigen Kenntnis mitgeteilt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Bezirkshauptmannschaft wird gem\u00e4\u00df \u00a7 13 Abs. 4 der N\u00d6. Gemeindeordnung alle f\u00fcr die Vereinigung sprechende Umst\u00e4nde erheben.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Dieses Erhebungsergebnis wird den do. beteiligten Gemeinden vom Amte der N\u00d6. Landesregierung bis 5. August 1970 zur Kenntnis und zur Stellungsnahme \u00fcbermittelt werden.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Bis dahin h\u00e4tte daher der do. Gemeinderat nichts zu veranlassen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">N\u00d6. Landeregierung <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(Unterschrift)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Landeshauptmannstellvertreter<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Abschrift aus Kopie<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 16px;\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Amt der Nieder\u00f6sterreichischen Landesregierung<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wien, am 30. Juli 1970<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">GZ. II\/1-4043-1970<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Vereinigung der Gemeinden<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Matzleinsdorf und Zelking,<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">polit. Bezirk Melk.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(Eingelangt am 31. VII. 1970, Zahl 74)<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Beilagen:<\/span> 2<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">An die<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Herren B\u00fcrgermeister<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">3393 in Matzleinsdorf<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">3393 in Zelking<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die N\u00d6. Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 14. Juli 1970, wie bereits mit ha. Erla\u00df vom 14. Juli 1970, GZ. II\/1-21<\/span><span style=\"color: #000000;\">\/24-1970, mitgeteilt, gem\u00e4\u00df \u00a7 13 Abs. 4 der N\u00d6. Gemeindeordnung, LGBl. Nr. 369\/1965, die Vereinigung der Gemeinden Matzleinsdorf und<\/span><span style=\"color: #000000;\"> Zelking angeregt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Bezirkshauptmannschaft hat (gem\u00e4\u00df der bezogenen Gesetzesstelle) alle f\u00fcr die Vereinigung sprechenden Unst\u00e4nde erhoben.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Anlage wird dieses Erhebungsergebnis zur Kenntnis gebracht und eine Durchrechnung \u00fcber den Mehrertrag, der sich zufolge der Anwendung des h\u00f6heren abgestuften Bev\u00f6lkerungsschl\u00fcssels (gem\u00e4\u00df den Bestimmungen des Finanzausgleichgesetzes, LGBl. Nr. 2\/1967) aus den gemeinschaftlichen Bundesabgaben voraussichtlich ergibt, \u00fcbermittelt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Gemeinderat hat nunmehr zum Erhebungsergebnis der Bezirkshauptmannschaft Stellung zu nehmen und diese Stellungnahme (Auszug aus dem Sitzungsprotokoll) unter Ausschlu\u00df einer beglaubigten Abschrift der Einladunskurrende bis sp\u00e4testens 22. September 1970 der N\u00d6. Landesregierung vorzulegen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es bleibt jedoch den Gemeinden \u00fcberlassen, allenfalls die Vereinigung freiwillig zu beschlie\u00dfen. Diese Beschl\u00fcsse sind gem\u00e4\u00df \u00a7 13 Abs. 1 N\u00d6. Gemeindeordnung durch zwei Wochen hindurch kundzumachen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf die Bestimmungen des \u00a7 13 Abs. 2 N\u00d6. Gemeindeordnung, wonach der Gemeinderat zu allf\u00e4llig eingebrachten Erinnerungen Stellung zu nehmen hat, wird verwiesen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Beschl\u00fcsse \u00fcber die freiwillige Vereinigung (Auszug aus dem Sitzungsprotokoll) sind unter Anschlu\u00df der beglaubigten Abschrift der Einladungskurrenden und der mit Anschlags- und Abnahmedatum versehenen Kundmachungen der Abteilung II\/1 des Amtes der N\u00d6. Landesregierung ehestens, sp\u00e4testens bis 22. September 1970 (zu diesem Termin mu\u00df die Kundmachungsfrist abgelaufen sein) zu \u00fcbermitteln.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es sollte nicht \u00fcbersehen werden, da\u00df jene Gemeinden, die sich noch im Jahre 1970 freiwillig vereinigen, die letzte M\u00f6glichkeit haben, in den Genu\u00df der von der N\u00d6. Landesregierung bisher gew\u00e4hrten F\u00f6rderungsmittel (halbe Landesumlage in der Dauer von 3 Jahren&nbsp;\u2013 erh\u00f6hte Bedarfszuweisungen in der Dauer von 5 Jahren) zu kommen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gem\u00e4\u00df \u00a7 2 Abs. 2 N\u00d6. Gemeindeordnung werden hiermit die Gemeinden zur Frage des namens der neuen Gemeinde, den die N\u00d6. Landesregierung nach Anh\u00f6rung der Gemeinden bestimmt, zur Stellungsnahme eingeladen.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Es wird darauf aufmerksam gemacht, da\u00df Gemeinderatsbeschl\u00fcsse, deren G\u00fcltigkeit von Bedingungen abh\u00e4ngig gemacht werden, im Gesetz keine Deckung finden.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Abschlie\u00dfend ergeht nunmehr die Einladung, die Vorlagefrist (22. September 1970) unbedingt einzuhalten, da ansonsten angenommen werden m\u00fc\u00dfte, da\u00df der Gemeinderat nicht die Absicht hat, eine Stellungnahme zum Erhebungsergebnis der Bezirkshauptmannschaft abzugeben.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">N\u00d6. Landesregierung:<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">I. A.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Dr. Schneider<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Vortr. Hofrat<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr die Richtigkeit<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">der Ausfertigung:<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(Unterschrift)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Abschrift aus Kopie<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Amt der Nieder\u00f6sterreichischen Landesregierung<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wien, am 29. September 1970<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">GZ. II\/1-<\/span><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><span style=\"color: #000000;\">4043\/2-<\/span><span style=\"color: #000000;\">1970<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">(usw.)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">An<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">die Herren B\u00fcrgermeister<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">3393 in MATZLEINSDORF<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">3393 in ZELKING<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Bescheid<\/span><\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Nieder\u00f6sterreichische Landesregierung genehmigt gem\u00e4\u00df \u00a7 8 Abs. 1 der N\u00d6. Gemeindeordnung, LGBl. Nr. 369\/1965, die von den Gemeinden Matzleinsdorf und Zelking am 7. September 1970 (politischer Bezirk Melk) beschlossene Vereinigung zu einer neuen Gemeinde.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Als Name der neuen Gemeinde wird gem\u00e4\u00df \u00a7 2 Abs. 2 der N\u00d6. Gemeindeordnung <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Zelking-Matzleinsdorf<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"> bestimmt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Vereinigung wird gem\u00e4\u00df \u00a7 12 Abs. 4 der N\u00d6. Gemeindeordnung mit Beginn des Kalenderjahres 1971 in Geltung gesetzt.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine Begr\u00fcndung entf\u00e4llt gem\u00e4\u00df \u00a7 58 Abs. 2 AVG. 1950.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Nieder\u00f6sterreichische Landesregierung:<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Unterschrift (unleserlich)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Stempel<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Landeshauptmannstellvertreter<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Abschrift eines kopierten Bescheides<\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Schreiben des B\u00fcrgermeisters an die Landesregierung<\/span>!<\/strong><\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Matzleinsdorf, am 5. 11. 1970<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der B\u00fcrgermeister der <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">GEMEINDE MATZLEINSDORF<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">An das <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Gemeindereferat der <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">n.\u00f6. Landesregierung <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Wien 1, Herrengasse 13<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Am 31. 8. 1970 fand in Matzleinsdorf eine Zusammenkunft der Gemeinder\u00e4te aus Matzleinsdorf und Zelking statt, bei der auch Landtagsabgeordneter H. H. Kienberger und der \u00d6VP Bezirksparteiobmann Herr A. Bayr anwesend waren. Bei dieser Aussprache kristallisierte sich der Kompromi\u00df heraus, da\u00df der Sitz der kommenden Gemeinde in Zelking sein solle und der Name <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Matzleinsdorf-Zelking<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"> lauten soll. Auf Grund dieser Vereinbarung beschlo\u00df der Gemeinderat von Matzleinsdorf die Vereinigung mit der Gemeinde Zelking. <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Nun stellte sich die n.\u00f6. Landesregierung durch das Gemeindereferat gegen diese Vereinbarung, indem sie von sich aus den Namen <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Zelking-Matzleinsdorf<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"> beschlo\u00df, obwohl durch den zust\u00e4ndigen Beamten H. Dr. Grabenhofer verbindlich erkl\u00e4rt wurde, da\u00df die Namensgebung ausschlie\u00dflich Angelegenheit der Gemeindevertretung der k\u00fcnftigen Gemeinde sei.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Gemeinderat von Matzleinsdorf ersucht nun um \u00c4nderung des neuen Gemeindenamens auf <\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\">Matzleinsdorf-Zelking<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"> seitens der n. \u00f6. Landesregierung.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Erg\u00e4nzend sei bemerkt:<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">1) <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Ortschaft Zelking hat 78 H\u00e4user, die Ortschaft Matzleinsdorf hingegen 120 (Differenz von 50%)<\/span><span style=\"color: #000000;\">. Au\u00dferdem sind in Matzleinsdorf 30 H\u00e4user im Bau, in Zelking aber nur einige.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">2)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Matzleinsdorf liegt in der Richtung der Verkehrsstromes der Bev\u00f6lkerung. Die Bewohner der Gemeinde Zelking m\u00fcssen durch Matzleinsdorf durchfahren, wenn sie zur Bezirkshauptmannschaft, Hauptschule, Standesamt, Kammern oder sonstigen Beh\u00f6rden zu fahren haben. Dagegen liegt Zelking in entgegengesetzter Richtung f\u00fcr die Bewohner von Matzleinsdorf.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Der B\u00fcrgermeister<br \/> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Entnommen aus einem kopiertem Schreiben an die Landesregierung!<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Belagerung von Melk 1309 (die Herren von Zelking betreffend) Die erste Belagerung des Klosters&nbsp; und des Marktes fand ihm Jahre 1309 statt, so berichtet die Tradition im Stift. Nach der Ermordung K\u00f6nig Albrechts I. wollten \u00f6sterreichische Adelige unter der F\u00fchrung der Pottendorfer und Zelkinger die schwache Stellung der Habsburger n\u00fctzen und das wenig [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":51,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[60],"tags":[],"class_list":["post-58","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-diverses"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/51"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}