{"id":674,"date":"2012-06-23T09:39:36","date_gmt":"2012-06-23T09:39:36","guid":{"rendered":"https:\/\/zelking.com\/2012\/06\/23\/wien-und-die-herren-von-zelking\/"},"modified":"2012-06-23T09:39:36","modified_gmt":"2012-06-23T09:39:36","slug":"wien-und-die-herren-von-zelking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/?p=674","title":{"rendered":"Wien und die Herren von Zelking"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\"> &nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Wien<\/strong><\/span><br \/> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Domkirche St. Stephan zu Wien<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Der Stephansdom (eigentlich: Domkirche St. Stephan zu Wien) am Wiener Stephansplatz (Bezirk Innere Stadt) ist seit 1365 Domkirche (Sitz eines Domkapitels), seit 1469\/1479 Kathedrale (Bischofssitz) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. Der von Wienern mitunter auch kurz Steffl genannte r\u00f6misch-katholische Dom gilt als Wahrzeichen Wiens und wird h\u00e4ufig auch als \u00f6sterreichisches Nationalheiligtum bezeichnet.<br \/> Namensgeber ist der heilige Stephanus, der als erster christlicher M\u00e4rtyrer gilt.<br \/> &nbsp;<br \/> Das Bauwerk ist 107 Meter lang und 34 Meter breit. Der Dom ist eines der wichtigsten gotischen Bauwerke in \u00d6sterreich. Teile des sp\u00e4tromanischen Vorg\u00e4ngerbaues von 1230\/40 bis 1263 sind noch erhalten und bilden die Westfassade, flankiert von den beiden Heident\u00fcrmen, die etwa 65 Meter hoch sind. Insgesamt besitzt der Stephansdom vier T\u00fcrme: Der h\u00f6chste ist der S\u00fcdturm mit 136,4 Meter, der Nordturm wurde nicht fertiggestellt und ist nur 68 Meter hoch. Im ehemaligen \u00d6sterreich-Ungarn durfte keine Kirche h\u00f6her als der S\u00fcdturm des Stephansdoms erbaut werden. So wurde beispielsweise der Maria-Empf\u00e4ngnis-Dom in Linz um zwei Meter niedriger gebaut.<br \/> &nbsp;<br \/> Der S\u00fcdturm ist ein architektonisches Meisterwerk der damaligen Zeit; trotz seiner bemerkenswerten H\u00f6he ist das Fundament weniger als 4 Meter tief. Im S\u00fcdturm befinden sich insgesamt 13 Glocken, wovon 11 das Hauptgel\u00e4ut des Stephansdoms bilden.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-670\" style=\"width: 151px; height: 195px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/st.%20stephan%201.png\" width=\"380\" height=\"488\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\">Der Nordturm aus der Sondermarkenserie&nbsp;<\/span><span><span style=\"font-size: 14px;\">\u201eWiederaufbau des Stephansdomes\u201c,<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> 1946<br \/> <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">\u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG<\/span><span><span style=\"font-size: 14px;\">\u201c<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Die Pummerin, die zweitgr\u00f6\u00dfte freischwingend gel\u00e4utete Kirchenglocke Europas, befindet sich im Nordturm unter einer Turmhaube aus der Renaissance-Zeit (* Internet).<br \/> <\/span>&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> &nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>St. Stephan und die Stifter<\/strong><br \/> (Tirna-Kapelle)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">(**) Am Beispiel des Puchhaim-Baldachins in St. Stephan, wahrscheinlich von Hans von Prachatitz geschaffen, der sich noch heute in der Nordwestecke des Domes, gleich neben dem Eingang zur Tirna-Kapelle befindet und der heute den Herz-Jesu-Altar \u00fcberdacht, l\u00e4\u00dft sich sehr sch\u00f6n die Gestaltung eines solchen gestifteten \u201eOrtes der Andacht\u201c im Kircheninneren, wie es den Gesetzen der b\u00fcrgerlichen Fr\u00f6mmigkeit des sp\u00e4ten Mittelalters entsprach, aufzeigen. Seine Errichtung und Erhaltung ist durch zwei Stiftsbriefe bezeugt (Seite 1).<\/p>\n<p> Am 14. August 1434 stiftete Elspeth (Elisabeth), \u201eHerrn Wilhelm von Puchaim eliche Hausfraw \u2026 ein ewig liecht in die neue capellen, die ich undt der ehegenant mein lieber Mann haben von neuen dingen lassen pauen, gelegen in allerheiligen Thumbkirchen zu Sandt Stephan zu Wien, und stosset an der Tyrrna Capellen\u2026\u201c<br \/> Drei Jahre danach, am 11. Oktober 1437 stiftete ihr Gemahl, Herr Wilhelm von Puchaim, \u201eobrister Drucks\u00e4ss in \u00d6sterreich\u201c, in ebendieser von ihm erbauten Kapelle, in der er nun bereits ein Andreasaltar stand, eine Ewige Messe auf den genannten Altar und zwar f\u00fcr einen Kaplan. F\u00fcr den Unterhalt dieser Stiftung widmet er sein Haus auf dem Judenplatz. \u2013 Mit diesen beiden Stiftungen war also f\u00fcr die Errichtung, f\u00fcr ein ewiges Licht sowie f\u00fcr den Unterhalt eines Kaplans zun\u00e4chst gesorgt (Seite 2).<br \/> (** Teilentnahmen aus: UNSER STEPHANSDOM Rettet den Stephansdom [Verein zur Erhaltung des Stephansdoms, 1010 Wien]. Beitrag von Frau Dr. Annemarie Fenzl, Leiterin Di\u00f6zesanarchiv)<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Die Wiener Minoritenkirche<br \/> <\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Die Minoritenkirche ist eine r\u00f6misch-katholische Kirche am Minoritenplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-671\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/mino%203a.jpg\" width=\"186\" height=\"150\" \/><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Die Minoritenkirche auf einer Ausgabe von 1964 (8 Werte) <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">\u2013<\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Wien l\u00e4dt zur WIPA 1965<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">\u201eVer\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung der \u00d6sterreichischen Post AG<\/span><span><span style=\"font-size: 14px;\">\u201c<\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<br \/> Die Minoriten oder Minderbr\u00fcder (fratres minores) waren Franziskaner. Sie wurden 1224 von Herzog Leopold VI. gerufen und gr\u00fcndeten das Wiener Minoritenkloster. Nach dem Stadtbrand von 1275 wurde von Ottokar P\u0159emysl der Grundstein f\u00fcr die neue Kirche gelegt. Sie war eine der ersten gotischen Kirchen im ost\u00f6sterreichischen Raum. Nach Ottokars Tod in der Schlacht auf dem Marchfeld wurde er hier drei\u00dfig Wochen aufgebahrt (* Internet).<\/p>\n<p> (**) W\u00e4hrend der Bau der Kirche und des im romanischen Stil geplanten, massiven Glockenturmes durch die Hilfe und die Spenden aller Gesellschaftskreise heranwuchs, wurde ein Kunstjuwel in kurzer Zeit errichtet, welches der zu erbauenden Kirche angeschlossen war und die Kirche in verkleinertem Masse wiedergab. Es war dies der St. Ludwigschor. Seine geistige Urheberin und F\u00f6rderin war die Herzogin Blanche von Frankreich, Enkelin des Hl. Ludwigs, des K\u00f6nigs von Frankreich: sie stiftete daf\u00fcr auch 1000 Livres.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> <span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-672\" style=\"width: 335px; height: 410px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/mino%201.jpg\" width=\"400\" height=\"490\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\">Der ehemalige St. Ludwigschor (entnommen aus Seite 11)<\/span> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">K\u00f6nigin Isabella (Elisabeth) von Aragonien, Gattin Friedrichs des Sch\u00f6nen, f\u00fchrte das Projekt durch und sie wird in der Totenliste der Minoriten als Gr\u00fcnderin der Ludwigskapelle genannt. Diese ber\u00fchmte Kapelle sollte im 14. und 15. Jahrhundert ein Mausoleum f\u00fcr die Beisetzung erlauchter Wohlt\u00e4ter werden. F\u00fcr die Herzogin Blanche wurde im Jahre 1330 ein prunkvolles Grabmal aus Porphyr errichtet, welches als das wichtigste Denkmal Wiens angesehen wurde.<\/p>\n<p> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-673\" style=\"width: 339px; height: 339px;\" alt=\"\" src=\"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/mino%202.jpg\" width=\"1138\" height=\"1143\" \/><br \/> <span style=\"font-size: 14px;\">Das<\/span> <span><span style=\"font-size: 14px;\"> \u201eL\u00f6wenwappen&#8220; der Zelking (in der damaligen Schreibweise) an der Chorwand befindlich<br \/> <span style=\"color: #000000;\">Aufgenommen von<\/span> Herrn <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Dipl.-Kfm. Dr. Helmut Gaisbauer, Wien\/<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: #000000;\">Zelking<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\">Aus den Wappen, die die W\u00e4nde der Kirche schm\u00fccken, erkennt man, dass der Adel seine Toten gerne in den Kapellen oder dem Friedhof der Minoriten beisetzte. Unter den bekanntesten Namen finden wir Isabella von Aragonien, Margarethe Theresia Maultasch, die Tirol den Habsburgern schenkte, die F\u00fcrsten von Liechtenstein, Dietrichstein, Puchaim, Hojos, Kranichberg, Staufenberg, Greifenstein, <strong>Zelking<\/strong> usw.<\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> (** Teilentnommen aus der Brosch\u00fcre: Die Wiener Minoritenkirche, 1971, Seite 10\u201312)<\/span><\/span><br \/> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div>\n<p> &nbsp;<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wien Domkirche St. Stephan zu Wien &nbsp; (*) Der Stephansdom (eigentlich: Domkirche St. Stephan zu Wien) am Wiener Stephansplatz (Bezirk Innere Stadt) ist seit 1365 Domkirche (Sitz eines Domkapitels), seit 1469\/1479 Kathedrale (Bischofssitz) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. 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