{"id":93,"date":"2010-12-20T13:12:21","date_gmt":"2010-12-20T13:12:21","guid":{"rendered":"https:\/\/zelking.com\/2010\/12\/20\/mittelalterliche-gerichtsbarkeit\/"},"modified":"2010-12-20T13:12:21","modified_gmt":"2010-12-20T13:12:21","slug":"mittelalterliche-gerichtsbarkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zelking.grafikweb.eu\/?p=93","title":{"rendered":"(Mittelalterliche) Gerichtsbarkeit"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"font-size: 16px;\"><strong><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">Criminal-Proce&szlig;<\/span><\/strong><\/span><br \/> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(Wolfgang Jetzinger betreffend)<\/span><\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Wolfgang J&#8230;&#8230;.&nbsp; gewesten B&uuml;rgers und Tagwerkhers zu M&ouml;lck, in puncto Latrocinij et furti, hingericht mit dem Rad den 11. May anno 1708.<\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t&nbsp;<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gericht 2.jpg\" style=\"width: 220px; height: 200px;\" \/><br \/> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Gerichtssitzung<br \/> \tEntnommen aus: Die alte Heimat &ndash; Beschreibung des Waldviertels um D&ouml;llersheim &ndash; (Nachdruck) Horn 1981, Seite 16<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">Summarische Handlung Lit. A.<\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Bey dem Markht Gericht zu M&ouml;lckh, Wolfgang J&hellip;&hellip;. behauster Tagwerckher allda betreffend.<br \/> \tDemnach bey allhiesigen Marckhtgericht durch allgemeines Ander unterschiedlicher Persohnen vorkhomben, da&szlig; den 20. Jener Lauffenden 1708ten Jahres Sp&auml;ten abends, eine Man&szlig; Persohn von langer Statur mit Wolfgang J&hellip;&hellip;. al&szlig; selbiger von Wienn nacher Haus gereist, alhie ankhomben, und Bey ihm &uuml;ber nacht geblieben, al&szlig; dann der J. mit diesen fremden Menschen gegen M&auml;rzelstorff eine Stunde von M&ouml;lckh ligent, gegangen, und umb selbige T&auml;g oberhalb M&auml;rzelstorff in einen W&auml;ld, eine Todte Mans Persohn <span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\"><strong>(*)<\/strong><\/span>, welche unterschiedliche Wunden Empfangen Gefunden worden, woraus die Muethma&szlig;ung Entstanden als ob es derjenige Mensch seye, welcher den J. beleitet hat.<br \/> \tItem da&szlig; der J. umb selbige Zeit bey des alhiesigen Goldschmidts Lehr Jungen ein Ringl habe sehen lassen, und Gefragt ob das Ringl Gold seye oder nicht? welches der Goldschmidt Jung f&uuml;r Messing zu sein erkhennet hat, der J. aber den Jungen verboden habe, da&szlig; er es seinen Meister nicht sagen solte, hingegen aber der Goldschmidt selbsten gesehen, da&szlig; der J. mit dem Jungen in den Goldschmidt Laden geredt habe, Ingleichen da&szlig; der J. selbiges Ringl einen Fleischhaker Knecht alhier Namens Josef St&#8230;. pr. 3 fl. angefailt habe, und gesagt da&szlig; er das Ringl sambt einem Beidl in nachhau&szlig;gehen von Pechlarn unweit W&ouml;rths gefunden, und das Beidl seinen M&auml;dl geschenkht habe;<br \/> \tAl&szlig; ist anhennt Untengesezten Dato offtbenenten Wolfgang J. Vor alhiesiges Marckhtgericht gefodert und in der Guete Summariter gefragt worden, ob denn also, da&szlig; eine dergleichen Persohn wie oben gemeldet mit ihm alhero auf M&ouml;lckh khomben seye und den Er in seinen Hau&szlig; &uuml;ber nacht beherbergt, wie auch des andern Tags auf M&auml;rzelstorff zue begleidet habe?<br \/> \tWorauf er J&#8230;&#8230;. ganz Verschrothen ausgesagt da&szlig; al&szlig; Er vor ungef&auml;hr 3. Wochen von Wienn nach Hau&szlig; gereist seye unterhalb des Anzbach, Ein Junger Starckher Mensch Von Persohn Lang und woll gestaltet zu ihm Khomben, in der Hand einen Sto&szlig;=Degen und Unter den armben ein P&uuml;nckherl von gruener Leinwath tragend al&szlig; Er nun Von Ihm J. vernomben da&szlig; Er nach M&ouml;lckh gehe, habe er gebeden ihm mit khomben zu lassen, auf der Ray&szlig; habe Er sich bald f&uuml;r einen Gardner, Bald f&uuml;r einen Maller au&szlig;geben, und darbey gesagt da&szlig; Er nacher Salzburg zu Raysen willens sey; seindt also Beide denselben Tag bis nach neuen Lembach Khomben, und bey einem Wirth, welcher ein Fleischhackher, das Handwerckh aber nit treibet die einckher genomben, und alda &uuml;ber Nacht gebliben; de&szlig; andern Tags w&auml;ren sie auf Mitdag auf B&ouml;heinbkirchen khomben jeder aldorten einen Trunckh Wein Gethan, auf die Nacht aber seindt sie auf Marckherstorff Khomben, und aldort bey dem P&ouml;ckhen &uuml;ber nacht Gebliben alwo sye den Tr&auml;xler von Maria T&auml;fferl und den Tr&auml;xler von M&ouml;lckh, welche alle Beide auch alldort gebliben, angetroffen; Sontags darauf sind alle Vier Von Mitdag auf Lostorff Khomben alwo sie in die Kirchen gangen und den Gotdesdienst beygewohnet haben, und al&szlig; sie au&szlig; der Kirchen gangen, habe er J&#8230; seinen Rey&szlig;gespan mit ihm zu seinen Schwagern Matdhiaser Weinberger alldorten genomben allwo ihm der frembde ein Pfund Schweiners Fleisch Kochen lassen welches Er auch allein verz&ouml;hret habe; Von Lostorff sind sie Beide auf Albrechtsberg zuegegangen alda habe Er J&#8230; bey dem Lurger, ein Post abzulegen gehabt, von Albrechtsberg sind sie auf Spielberg khomben, und haben bey dem Gr&uuml;&szlig;t alda einen Wein getrunckhen, von Spielberg seind sie M&ouml;lckh zuegegangen; Unterwegs aber h&auml;tde der Ray&szlig;ende Gadner ihm J&#8230;. ein Plaues Par S. V. Strimpff angefeilt, die Er ihm auch abgekaufft und gleich an der St&ouml;ll mit drey Siebenzehner Bezahlt hat, die Strimpff h&auml;dte Er gleich in seinen Ranzen gest&ouml;ckht und solche mit nach Hau&szlig; getragen; in dem Vormarckht allhier sind sie Beide zu dem Tischler gangen alwo er J&#8230; auch eine Post abzulegen gehabt, und al&szlig; sie Von dem Tischler hinweg gangen h&auml;dte der Gardner gesagt da&szlig; er ganz Mieht von der Rey&szlig; seye, Sintemalen Er Unl&auml;ngst das hietzige Fieber Gehobt, und selbige Kranckheit h&auml;tde ihm &uuml;ber drey&szlig;ig Gulden gekostet; Er habe wenig Geld zu z&ouml;hren und wisse nicht wo er dise Nacht einckheren solte, Darauf h&auml;dte er J&#8230; gesagt wan Er Vorlieb will nemben? will Er ihm gehrn &uuml;ber Nacht behalten, welches der Gardner angenomben ist auch mit ihm gangen und &uuml;ber Nacht allda geblieben. Montags darauf al&szlig; den 30. Jener habe der Gardner einen Siebner auf den Fruehstuckh hergeben und 2 Pfund Rindfleisch Khaufft, solches gekocht, und ihnen aufgesetzt welches sie genossen und 1 Ma&szlig; Pier darzue au&szlig;gedrunckhen; Nach diesen haben Sie Beide ihren Weg auf M&auml;rzelstorff zuegenomben, weillen der Gardner gesagt Er h&auml;dte zu Wolfp&auml;ssing einen Landts Man dem Er zuegehen will h&auml;dte Ihm al&szlig;dann bis oberhalb M&auml;rzelstorff an da&szlig; W&auml;ldl allwo die Zelckhinger Weing&auml;rden heraufstossen begleitet, und wie sie dorthin Khomben sind zwey Holzhackher durch die Weing&auml;rden herauf gegen dem W&auml;ldl gehent zu ihnen khommen Welche gesagt h&auml;dten sie gehen Unweith Wollfharts Brunn Holz Hackhen, wan der Reisende will mit ihnen gehen so wollen sie ihm den Weg weisen da&szlig; Er gahr auf Wolffp&auml;ssing wird sehen k&ouml;nnen. Er J.. habe al&szlig; dann seinen Ray&szlig;genossen diesen zwey Holzhackhern &uuml;bergeben. Er aber seye Von ihnen hinweg gangen und seinen Weg auf Pechlarn genomben alwo Er &uuml;ber die Donau gefahren und auf Klein Pechlarn zu dem Schilcher bey welchen Er den Vergangenen Summer bey den Maurern zugericht gangen und willens Sein noch anst&auml;ndiges restl so sich bei 1 fl. 30 kr. bellauffet einzufordern, er h&auml;dte aber den Schilcher zu Hau&szlig; nit angetroffen, dessen Weib aber h&auml;dte zu Ihm gesagt da&szlig; sie es ihren Man sagen wolle, Er seye al&szlig; dan wieder &uuml;ber die Donau ganz allein her&uuml;ber gefahren und selbigen Tag umb 4 Uhr abents nach Hau&szlig; khomben. Hierauf ist ihm vorgehalten worden wo Er da&szlig; Ringl genomben, welches Er dem Goldschmidts=Jungen sehen lassen und warumben Er ihm Verbodten, da&szlig; Er seinen Maister nichts hiervon sagen solle? Folgents auch selbiges dem Fleischhackher Knecht pr. 3 fl. angefailt, mit der Bedeutung da&szlig; Er es samt einen Beidel gefunden habe?<br \/> \tAntworth Er habe dieses Ringl als Er anietzo zu Wienn Gewest bey dem Rothen Thurn auf dem Weg in den S. V. Khod gefunden, bey welchen auch ein Kreuzer Gelt gelegen; bey dem alhiesigen Goldtschmidts Jungen seye Er nie gewest.<br \/> \tEr hedte ihm auch das Ringl nicht sehen lassen, dem Fleischhacker Knecht aber habe er solches zu 3 fl. angefailt hedte aber nicht gesagt, da&szlig; er es in dem W&ouml;rth sambt einen Beidel gefunden hedte; Worauf ihm der Goldschmidt und sein Jung wie auch der Fleischhacker=Knecht vor Augen gest&ouml;llt werden die ihm alles da&szlig; wa&szlig; oben beschrieben und sie Vorhero bey Gericht ausgesagt unter das Gesicht gesagt haben, Er aber ist auf seiner Rede gebliben da&szlig; Er da&szlig; Ringl zu Wienn, und nicht in dem W&ouml;rth gefunden hedte. Da&szlig; J&#8230;&#8230;. Eheweib hat auch in Beysein ihres Mannes au&szlig;gesagt da&szlig; er obengedachte S. V. Str&uuml;mpfe nicht in seinen Ranzen nach Hau&szlig; gebracht habe indem sie den Ranzen, sobald ihr Mann nach Hau&szlig; khomben visitiret und in selbigen nichts als sein Schnur oder Leindl gefunden habe.<br \/> \tAuf vorgenannte Indicien, ist vor dem Marckht=Gericht beschlossen worden da&szlig; mit Vorwissen der L&ouml;bl. Cammer allhier der J&#8230;&#8230;. in die Eysen geschlossener Arrestirt werden sollte. &ndash; Al&szlig; ihm nun durch den Gerichtsdiener die Eysen vorgelegt worden, hat er sich etwas alterirt erwiesen worauf ihm mit Ernstlichen Worten, jedoch ohne der geringsten Bedrohung oder Verheyssung einiger Gietigkeit zuegesprochen worden wann Er umb die geschehnen Mordtad Wissenschaft habe solches in der Giete zu beckhennen. Hirauf gibt er zur antworth, Er hedte es allein nicht gethan Sondern diejenigen zwey welche durch die Zelckhinger Weing&auml;rten gegen den W&auml;ldl hehend auf den Weg zu ihnen khomben hedten ihm diesen Menschen ermorden helffen. Bevor sie aber den Raysenden angriffen sey einer in einen Braunen Rockh den er vor einem Jahr zu Zelckhing in der Kirchen gesehen ihm sonsten aber weiter nicht khenne Still gestanden und gefragt wer der Raysende sey, welcher Voran gehe? Ob er etwan ein Yber Reither sey, und ob er Gelt bei ihm habe? sie wollten sehen da&szlig; sie Gelt von ihm bekhomben k&ouml;nnten; er J&#8230;.. aber gab zur Antwort da&szlig; sich dieser Mensch bald f&uuml;r einen Gardner, bald f&uuml;r einen Maller, und bald f&uuml;r einen Baader ausgebe; Er werde aber wenig Gelt bei ihm haben dieweil Er erst gestern aus Mangl des Gelds 1 Paar Strimpf umb drey Siebzehner verkaufft habe, worauf derselbige Mann zu ihm J&#8230;.. weiters gesagt, er solle nur ein wenig Vorau&szlig; gehen, sie wolltens schon recht machen, welches Er auch gethan. Als sie nun weiter in das W&auml;ldl khomben, habe der Mann in dem Braunen Rockh mit seiner bey sich gehabten Hackhen dem Reysenden Gardner einen Streich auf den Kopf gegeben und gleich darauf hedte ihm auch jener im Weissen Rockhe welcher mit dem Vorigen wie gesagt auf den Weg zu ihm khomben den anderten Streich auch mit seiner bei sich gehabten Hackhen auf den kopf gethan. Auf welchen Streich der Gardner zu Boden gefallen und geschrieen Jesus, Maria, und Joseph, mue&szlig; ich den da meinen Geist aufgeben, den dridten Streich habe Er J&#8230;&#8230;. mit seinen bey sich gehabten Rey&szlig;=H&auml;ckhl auch auf den Kopf gethan, haben dann alle drey nicht mehr nachgelassen bi&szlig; sie diesen Menschen V&ouml;llig ermordet haben. Nachdem er nun Todt war haben sie ihm visitiret, und seine S&auml;ckh und Taschen Umbgekehrt; sie hedten nicht mehr als drey Siebenzehner Gelt bei ihm gefunden, die sie auch an derselben St&ouml;ll getheilet, den Todten k&ouml;rper aber hedten sie in seiner v&ouml;lligen kleydung an der St&ouml;ll wo er umgebracht ligen lassen, da&szlig; er dann mit dem Kopf gegen Ornding und mit dem S. V. fuessen &uuml;ber den Weg gegen Zelckhing gelegen; des Entleibten Degen hedte dieser zu sich genomben, so den Ersten Streich gethan, das P&uuml;nckherl aber hedte jener im weissen Rockh genomben so den andtern Streich gethan. Er J&#8230;&#8230;. hedte nichts als einen Siebzehner gehabt, seind nach diesem alle drey zugleich au&szlig; dem W&auml;ldl gangen, die Zwey mit Gehilffen hedten ihren Weg auf Ornding zuegenomben, Er aber sey auf Pechlarn gangen sein ausst&auml;ndiges Schildl wie oben gemeldet einzubringen weillen Er aber unverrichter Sachen zuruckhkomben mu&szlig;te sey er Nachmittag Umb 4 Uhr nach Hau&szlig; khomben.<br \/> \tBeschlie&szlig;t f&uuml;r diesmal hiemit seine Aussag.<br \/> \tDarauf ist Er Geschlossener in Arrest gef&uuml;hrt worden.<br \/> \tAct: M&ouml;lckh den 17. Februar 1708.<br \/> \tL. S. Markht Gericht alda.<\/p>\n<p> \tAm 24. Februar erfolgte neuerdings ein &bdquo;Guetiges Examen&ldquo;, bei welchem dem Inquisiten 37 Fragen vorgelegt wurden. Die gegebenen Antworten enthalten mit unwesentlichen Abweichungen den fr&uuml;her angedeuteten Sachverhalt nur mit dem Unterschiede, da&szlig; J&#8230;&#8230;. schlie&szlig;lich eingesteht das Verbrechen allein ohne Mithilfe, wie er fr&uuml;her ausgesagt, begangen zu haben; worauf er als Geschlossener wiederumb in den Arrest gef&uuml;hrt worden. Actum Markht M&ouml;lkh auf gemeines Markht Rathhaus den 24. February 1708.<\/p>\n<p> \tL. S. Johann Wilh. Dunkhl,<br \/> \tMarkht und Pann Richter alda.<\/p>\n<p> \tL. S.&nbsp; Andreas Rieser. L. S. Albrecht Raschberger.<br \/> \tL. S. Johann F&uuml;hrer. L. S. Mathias Deuber.<br \/> \tL. S. Michael Mahringer. L. S. Vassus Victor H&ouml;bler.<\/p>\n<p> \tAm 14. M&auml;rz erfolgte ein weiteres Guetiges Examen, worauf das diesbez&uuml;glich gefa&szlig;te Parere den Rechtsgelehrten vorgelegt und nach deren fachm&auml;nnischer Begr&uuml;ndung nachstehendes Urtheil gesprochen wurde:<\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">Endt=Vrthl.<\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Wir Markth und Panrichter wie auch Gerichts=Assesores des L&ouml;bl. Exemten klosters M&ouml;lkh habenden Landgerichts alda haben das in puncto Latrociny einkhombenen Wolfgang J&#8230;&#8230;. vorgenommenes Criminal=Examen alles Flei&szlig;es mit einhollung deren Herren Rechtsgelehrten Parere durchgangen, und erkennen zu Vrthl und Recht, da&szlig; Wolfgang J&#8230;&#8230;. dem Freymann &uuml;bergeben auf die gew&ouml;hnliche&nbsp; Richtstatt gef&uuml;hrt, und alda mit dem Radt von oben herab erstlich auf den Hal&szlig; hernach auf das Herz, und ihm also alle Glieder abgesto&szlig;en mihin vom Leben zum Todt hingericht, der todte K&ouml;rper auf das Radt geflochten, &uuml;ber denseben ein Galgen mit einem Strang aufgerichtet werden solle; dieses ihm und seines Gleichen zu einer wohlverdienten Straff, anderen aber zum Exempel und Abscheu.<br \/> \tActum M&ouml;lkh den 30. Marty Anno 1708<\/p>\n<p> \tMarkht und Panrichter wie auch Gerichts=Assessores, alda.<\/p>\n<p> \tNach der am 16 April 1708 erfolgten Best&auml;tigung dieses Urtheils von Seite der h. Regierung wurde am 11. Mai 1708 die Hinrichtung in nachstehender Weise vollzogen;<br \/> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">Executions=Formb.<\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Drei Tag vor der Execution ist dem armen S&uuml;nder der Todt folgender ma&szlig;en anzuk&uuml;nden. Es gehet der Marktschreiber nebst zwey Gerichts=Assessoren in das Diener Hau&szlig; rueffen den armen S&uuml;nder vor sich setzen sich an den Tisch wie da&szlig; selber &uuml;ber seine begangenen und Bekhennten Mi&szlig;ethaten auf das von dem Landtgericht M&ouml;lkh gesch&ouml;pfte und von der Hochl&ouml;bl. Regierung ratificirte End=Vrthl und zwar n&auml;chstkhombenden Freytag sterben m&uuml;sse, derohalber er sich mit Godt vers&ouml;hnen solle; wann dieses beschehen treten die Gerichts Personen ab, entgegen die Geistlichen ein, und disponiren ihm dann zum Todt. Diesen und den folgenden Tag bleibt der arme S&uuml;nder ausgesetzt, und den dridten Tag Vormittag wird die Execution vollzogen. Bei Ank&uuml;ndigung des Todts ist ihm mit nichten anzudeuten mit was er hingerichtet werde, sondern alleinig da&szlig; er sterben m&uuml;sse: An dem Tag der Execution (weillen zu M&ouml;lkh solches vorhin gebr&auml;uchlich gewesen), sitzen Herr Markth und Pan Richter wie auch s&auml;mmtliche Gerichts Assessores vor dem Rathhau&szlig; umb gew&ouml;hnliche Zeit in einer ordentlichen Schranne lassen den armen S&uuml;nder durch den Gerichts Diener&nbsp; wohlverwarther vor sich eintreten und das Vrthl in nachfolgender formb ablesen.<br \/> \tGegenw&auml;rtige Vor und aufgef&uuml;hrte verheyerathe Manns Persohn Wolfgang J&#8230;&#8230;. bei Vierzig Jahren alt katholischer Religion in Ober=Oesterreich in S&#8230;. geb&uuml;rtig hat in den mit seiner Persohn vorgehabten Guetig Examine bekhennet, und ausgesagt da&szlig; .. (folgt der ganze bekannte Thatbestand).<br \/> \tDiese seine begangene Missethaten seyen ihm von Herzen leyd Befehle sich Godt und der Obrigkeit und erwarte ein gn&auml;diges Vrthl.<br \/> \tHierauf fragte ihn Herr Panrichter: Wolfgang J&#8230;&#8230;. hast du die Verbrechen vernommen, und er antwortet Ja, es ist alles dem al&szlig;o. H&ouml;re also dein Vrthl.<\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gericht w.jpg\" style=\"width: 338px; height: 181px;\" \/><br \/> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Ein am 22. 9. 1589 zum Tode Verurteilter wird mittels Leiterwagen und Pferdegespann <span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">(*)<\/span> zur Hinrichtungsst&auml;tte gefahren. Rechts oben mehrere geh&auml;ngte K&ouml;rper auf aufgerichteten R&auml;dern<\/span><\/span><br \/> \t<span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(Bild entnommen aus: Wolfgang Schild <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">&ndash;<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Die Geschichte der Gerichtsbarkeit, 2002, Seite 53)<\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Hierauf soll kraft des bei allhiesiegen Landgericht gesch&ouml;pft&nbsp; und von Einer hochl&ouml;blichen N.&Ouml;. Regierung Confirmirten Vrthls Gegenw&auml;rtiger Delinquent Wolfgang J&#8230;&#8230;. dem Freymann &uuml;bergeben werden da&szlig; selbiger auf die allhiesige gew&ouml;hnliche Richtstatt gef&uuml;hret und alldorten mit dem Radt von oben herab anfangs der Hal&szlig; hernach das Herz, nachmahlen alle Gliedma&szlig;en abgesto&szlig;en und also vom leben zum Todt hingerichtet, der todte k&ouml;rper auf das Radt geflochten, und &uuml;ber das Radt ein Galgen mit einem Strang aufgerichtet werden solle. Dieses ihm zu einer wohl verdienten Straff, anderen aber zu einem Spieglenten Exempel und Abscheu.<br \/> \tNun wird der arme S&uuml;ner dem Scharfrichter &uuml;bergeben, und weichet also das Criminal Gericht von einander, Herr Pan Richter aber reitet zu dem Richt Platz alda der Execution beizuwohnen; nachdem solche vollzogen und der Scharfrichter die gew&ouml;hnliche frag; habe ich Recht gerichtet, von sich gibt Herr Panrichter darauf antwortet: Ja du hast Recht gerichtet was Vrthl und Recht vermag.<\/p>\n<p> \t(* Entnommen aus: Chronik des Marktes Melk umfassend den Zeitraum von 890 bis 1890 mit besonderer Ber&uuml;cksichtigung der letzten f&uuml;nfundzwanzig Jahre (zusammengestellt von Franz Xaver Linde), Melk, 1890. Selbstverlag der Gemeinde Melk. Seite 78 bis 84)<br \/> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/flurdenkmal 1708.jpg\" style=\"width: 188px; height: 470px;\" \/><br \/> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Die ehemalige <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">(seit 1708 bestehende?)<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">, dem Ermordeten Wiener Wanderburschen<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\"> <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">gewidmete Gedenkst&auml;tte<br \/> \t<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\"><strong>(* <\/strong><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">vermutlich in unmittelbarer N&auml;he der Ermordung aufgestellt<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\"><strong>)<\/strong><\/span><\/span><\/span><br \/> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Wann die Inschrifttafel entfernt wurde, war nicht mehr zu eruieren<br \/> \tEs w&auml;re interessant gewesen, wie die Inschrift einstmals gelautet hat<\/span><\/span>!<br \/> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Dieses Flurdenkmal z&auml;hlt somit zu den &auml;ltesten in der Gemeine Zelking-Matzleinsdorf (mit einer Wegmarkierung)<br \/> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Bei dem Marktgericht in Melk, Wolfgang<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Jetzinger<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">, einen behausten Tagwerker hier (in Melk wohnend) betreffend. Demnach beim hiesigen Marktgericht durch allgemeines an unterschiedlicher Personen Vorkommen, da&szlig; den 20. J&auml;nner laufenden <span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1708<\/span>er Jahres sp&auml;tabends, ein Mann von langer Statur mit Wolfgang J<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">etzinger<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> als selbiger von Wien nachhause reiste, hier angekommen und bei ihm &uuml;ber Nacht blieb. Als dann der J<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">etzinger<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> mit diesem fremden Menschen gegen Matzleinsdorf eine Stunde von Melk gelegen, ging und am selben Tag oberhalb von Matzleinsdorf in einem Wald ein toter Mann, welcher unterschiedliche Wunden empfangen hatte, hier gefunden wurde, woraus die Mutma&szlig;ung entstand, als ob es derjenige Mensch sei, welcher den J<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">etzinger<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> beleitet hat.<\/span><\/span> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Ein noch ziemlich erhaltenes Mauerwerk, eine hohe viereckige S&auml;ule vorstellend, befindet sich eine halbe Stunde von Melk entfernt au&szlig;erhalb des Dorfes Winden; an diesem Platze war in fr&uuml;heren Zeiten das Hochgericht <span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">(**) <\/span>der Herrschaft Zelking und heute wird im Volksmunde noch der ganze bewaldete Umkreis die Galgenleiten genannt. <\/span><\/span><\/p>\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/span> \t<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Wolfgang Jezigers Kriminalproze&szlig; 1708<\/strong><\/span><br \/> \t\t<span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Wolfgang J(etzinger)&nbsp; gewesener B&uuml;rger und Tagwerker in Melk, in puncto Latrocinij et furti, hingerichtet mit dem Rad am 11. Mai 1708.<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Summarische Handlung Lit. A<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Ebenso da&szlig; der J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> um die selbe Zeit bei dem hiesigen Goldschmiedlehrling einen Ring habe sehen lassen, und gefragt ob der Ring aus Gold sei oder nicht, welches der Goldschmiedlehrling f&uuml;r Messing zu sein erkennt hat, der J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> aber dem Lehrling verboten habe, da&szlig; er seinem Meister nichts sagen sollte, hingegen aber der Goldschmied selbst gesehen hat, da&szlig; der J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> mit dem Lehrling im Gesch&auml;ftslokal geredet hat.&nbsp; Ebenso da&szlig; der J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> selbigen Ring hier einen Knecht vom Fleischhacker Namens Josef St. um 3 Gulden angeboten habe und sagte, da&szlig; er den Ring samt einem Beutel im nachhause gehen von P&ouml;chlarn unweit W&ouml;rth gefunden und den Beutel seinem M&auml;dchen geschenkt habe.<br \/> \t\tSo ist anhand der unten angef&uuml;hrten Daten der&nbsp; oft genannte Wolfgang J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> vor das hiesige Marktgericht beordert worden und in samaritischer G&uuml;te&nbsp; gefragt worden, ob eine gleiche Person wie oben gemeldet mit ihm nach Melk gekommen sei und den er in seinem Haus &uuml;ber Nacht beherbergte, ihn auch des anderen Tages nach Matzleinsdorf&nbsp; begleitet habe.<br \/> \t\tWorauf J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> ganz erschrocken ausgesagte, da&szlig;, als er vor ungef&auml;hr 3 Wochen von Wien nach Hause gereist sei, unterhalb von Anzbach ein junger starker Mann, lang und wohlgestaltet zu ihm kam; in der Hand einen Degen und unter dem Arm ein Binkerl aus gr&uuml;ner Leinwand trug. Als er nun von J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> vernahm da&szlig; er nach Melk gehe, habe er gebeten ihn mitkommen zu lassen. Auf der Reise habe er sich bald f&uuml;r einen G&auml;rtner, bald f&uuml;r einen Maler ausgegeben und dabei gesagt, da&szlig; er nach Salzburg zu reisen gewillt sei. So sind beide denselben Tag bis nach Neulengbach gekommen und bei einem Wirt, welcher einmal ein Fleischhauer war, der aber das Handwerk nicht mehr betrieb, eingekehrt und da &uuml;ber Nacht geblieben. Am anderen Tag w&auml;ren sie gegen Mittag nach B&ouml;heimkirchen gekommen. Jeder hat hier einen Wein getrunken. Gegen Abend aber sind sie nach Markersdorf gekommen und dort bei dem B&auml;cker &uuml;ber Nacht geblieben wo sie den Drechsler von Maria Taferl und den Drechsler von Melk, welche alle beide auch dort blieben, angetrafen. Sonntags darauf sind alle vier gegen Mittag nach Loosdorf gekommen, wo sie in die Kirchen gingen und den Gottesdienst beigewohnt haben. Als sie aus der Kirchen gingen, habe er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> seinen Reisegef&auml;hrten ihn zu seinen Schwager Matthias Weinberger, dort wohnend, mitgenommen, wo sie dem Fremden ein Pfund Schweinfleisch Kochen lie&szlig;en, welches er auch allein verzehrt hat. Von Loosdorf sind sie beide auf Albrechtsberg gegangen, denn da habe er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">, beim Lurger, eine Post abzugeben gehabt. Von Albrechtsberg sind sie nach Spielberg gekommen, und haben bei dem Gr&uuml;&szlig;t da einen Wein getrunken. Von Spielberg sind sie nach Melk gegangen. Unterwegs aber h&auml;tte der Reisende G&auml;rtner ihm J. ein blaues Paar S. V. Str&uuml;mpfe angeboten, die er ihm auch abkaufte und gleich an der Stelle mit drei Siebenzehner bezahlt hat. Die Str&uuml;mpfe h&auml;tte er gleich in seinen Rucksack gesteckt und solche mit nachhause getragen. Im oberen Markt sind sie beide zum Tischler gegangen, wo er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> auch eine Post abzugeben gehabt hat und als sie vom Tischler weggingen, h&auml;tte der G&auml;rtner gesagt, da&szlig; er ganz m&uuml;de von der Reise sei, da er unl&auml;ngst das hitzige Fieber hatte und selbige Krankheit h&auml;tte ihm &uuml;ber drei&szlig;ig Gulden gekostet. Er habe wenig Geld Nahrungsmittel zu kaufen und wei&szlig; nicht wo er diese Nacht einkehren soll. Darauf h&auml;tte er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> gesagt, wann er Vorlieb will nehmen, will er ihm gern &uuml;ber Nacht behalten, welches der G&auml;rtner angenommen hat und ist auch mit ihm gegangen und &uuml;ber Nacht dageblieben. Montag den 30. J&auml;nner habe der G&auml;rtner einen Siebner f&uuml;r ein Fr&uuml;hst&uuml;ck hergeben und 2 Pfund Rindfleisch gekauft, selbiges gekocht und ihnen vorgesetzt, welches sie genossen und 1 Ma&szlig; Bier dazu austranken.&nbsp; Danach haben sie beide ihren Weg nach Matzleinsdorf genommen weil der G&auml;rtner sagte er h&auml;tte in Wolfpassing einen Landsmann zu dem er gehen will, h&auml;tte ihm sodann bis oberhalb Matzleinsdorf, bis zum Wald wo die Zelkinger Weing&auml;rten heraufsto&szlig;en, begleitet. Wie sie dort ankamen, sind zwei Holzhacker durch die Weing&auml;rten herauf gegen den Wald gehend, zu ihnen gekommen welche gesagt h&auml;tten: sie gehen unweit Wolfartsbrunn Holz hacken. Wann der Reisende mit ihnen gehen will, so wollen sie ihm den Weg weisen, das er auf Wolfpassing wird sehen k&ouml;nnen. Er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> habe sodann seinen Reisegef&auml;hrten diesen zwei Holzhackern &uuml;bergeben. Er aber sei von ihnen weggegangen und seinen Weg nach P&ouml;chlarn genommen wo er &uuml;ber die Donau fuhr und in Klein-P&ouml;chlarn zum Schilcher bei welchen er den vergangenen Sommer bei den Maurern mitarbeitete ging und willens war seinen noch ausst&auml;ndigen Lohn, so sich bei 1 Gulden und 30 Kreuzer belief, einzufordern. Er h&auml;tte aber den Schilcher zuhause nicht angetroffen, dessen Weib aber h&auml;tte zu ihm gesagt, da&szlig; sie es ihrem Mann sagen will. Er sei sodann wieder &uuml;ber die Donau ganz allein her&uuml;ber gefahren und am selben Tag um 4 Uhr nachmittags nachhause gekommen. Hierauf ist ihm vorgehalten worden wo er den Ring genommen h&auml;tte welchen er dem Goldschmiedelehrling sehen lie&szlig; und warum er ihm verbot, da&szlig; er seinem Meister nichts hiervon sagen soll. Zweitens auch selbigen Ring dem Knecht des Fleischhackers um 3 Gulden anbot, mit der Bedeutung, da&szlig; er es samt einen Beutel gefunden hat.<br \/> \t\tEr habe diesen Ring als er letztens in Wien beim Roten Turm war auf dem Weg in den S. V. Kot gefunden, bei welchen auch ein Kreuzer&nbsp; lag; beim hiesigen Goldschmiedelehrling sei er nie gewesen.<br \/> \t\tEr h&auml;tte ihm auch den Ring nicht sehen lassen, dem Knecht des Fleischhackers aber habe er solchen um 3 Gulden angeboten, h&auml;tte aber nicht gesagt, da&szlig; er diesen im W&ouml;rth samt einen Beutel gefunden hat, worauf der Goldschmied und sein Lehrling sowie auch der Knecht dem Fleischhacker gegen&uuml;ber gestellt wurden, die ihm all das, wie oben beschrieben und sie vorher bei Gericht aussagten, ihm selbiges in das Gesicht gesagt haben. Er aber ist bei seiner Aussage geblieben, da&szlig; er den Ring in Wien und nicht im W&ouml;rth gefunden h&auml;tte. Das Eheweib von J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> hat auch im Beisein ihres Mannes ausgesagt, da&szlig; er obenerw&auml;hnte S. V. Str&uuml;mpfe nicht in seinem Rucksack nachhause gebracht hat indem sie den Rucksack, sobald ihr Mann nachhause gekommen ist, durchsuchte und im selbigen nichts als eine Schnur oder Leine gefunden habe.<br \/> \t\tAuf vorhergenannte Indizien, ist vor dem Marktgericht beschlossen worden, da&szlig; hier mit Wissen der l&ouml;blichen Kammer der J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> in Ketten geschlossen eingekerkert werden soll. Als ihm nun durch den Gerichtsdiener die Ketten vorgelegt wurden, hat er sich etwas aufgeregt, worauf ihm mit ernstlichen Worten, jedoch ohne der geringsten Bedrohung oder Verhei&szlig;ung in G&uuml;te angesprochen wurde, wann er um die geschehne Mordtat wei&szlig;, habe er solches in G&uuml;te zu bekennen. Hierauf gibt er zur Antwort: er h&auml;tte es allein nicht getan, sondern diejenigen zwei welche durch die Zelkinger Weing&auml;rten gegen den Wald zugehend, auf den Weg zu ihnen gekommen sind, ihm diesen Menschen ermorden helfen. Bevor sie aber den Reisenden angriffen, sei einer in einen braunen Rock, den er vor einem Jahr in Zelking in der Kirchen gesehen hatte, ihm ansonsten aber weiter nicht kenne, stehen geblieben und gefragt, wer der Reisende sei, welcher ihnen vorausgeht. Ob er etwa ein &Uuml;berreiter (berittener Zollbeamter) sei, und ob er Geld bei sich hat, sie wollten sehen, da&szlig; sie Geld von ihm bekommen k&ouml;nnten. Er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> aber gab zur Antwort da&szlig; sich dieser Mensch bald f&uuml;r einen G&auml;rtner, bald f&uuml;r einen Mahler und bald f&uuml;r einen Bader (Betreiber einer Badestube) ausgebe; er werde aber wenig Geld bei sich haben, weil er erst gestern aus Geldmangel 1 Paar Str&uuml;mpfe um drei Siebzehner verkauft hat, worauf derselbige Mann zu ihm J. weiters sagte, er solle nur ein wenig Voraus gehen, sie wollen es schon recht machen, welches er auch tat. Als sie nun weiter in den Wald kamen, habe der Mann im braunen Rock mit seiner bei sich gehabten Axt dem reisenden G&auml;rtner einen Hieb auf den Kopf gegeben und gleich darauf h&auml;tte ihm auch jener im wei&szlig;en Rock, welcher mit dem vorigen wie gesagt auf den Weg zu ihm kam, den zweiten Hieb auch mit seiner bei sich gehabten Axt auf den Kopf getan. Bei diesem Hieb ist der G&auml;rtner zu Boden gefallen und schrie: &bdquo;Jesus, Maria und Joseph, mu&szlig; ich den da meinen Geist aufgeben&ldquo;? Den dritten Hieb habe er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> mit seiner bei sich gehabten Reisighacke auch auf den Kopf getan, dann haben alle drei nicht mehr nachgelassen bis sie diesen Menschen v&ouml;llig ermordet haben. Nachdem er nun tot war, haben sie ihn durchsucht und seine Hosens&auml;cke und Taschen umgekehrt; sie h&auml;tten nicht mehr als drei Siebenzehner an Geld bei ihm gefunden, die sie auch an derselben Stelle teilten; den toten K&ouml;rper aber h&auml;tten sie in seiner v&ouml;lligen Kleidung an der Stelle, wo er umgebracht wurde, liegen gelassen, so da&szlig; er dann mit dem Kopf gegen Ornding und mit den S. V. F&uuml;ssen &uuml;ber den Weg gegen Zelking lag. Des Entleibten Degen h&auml;tte dieser zu sich genommen, der den Ersten Hieb getan hat. Das Pinkerl aber h&auml;tte jener im wei&szlig;en Rock genommen der den zweiten Hieb tat. Er J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> h&auml;tte nichts als einen Siebzehner gehabt. Nach dieser Tat sind alle drei zugleich aus dem Wald gegangen. Die Zwei Mithelfer h&auml;tten ihren Weg nach Ornding eingeschlagen, er aber sei auf P&ouml;chlarn zugegangen seinen ausst&auml;ndigen Lohn, wie oben berichtet, einzufordern. Weil er aber unverrichteter Dinge zur&uuml;ckkam, sei er nachmittags um 4 Uhr nachhause gekommen.<br \/> \t\tBeschliesst f&uuml;r diesmal hiermit seine Aussage.<br \/> \t\tDarauf ist er in Ketten geschlossen in den Kerker gef&uuml;hrt worden.<br \/> \t\tMelk, den 17. Februar 1708.<br \/> \t\tL. S. Marktgericht hier.<\/p>\n<p> \t\tAm 24. Februar erfolgte neuerdings eine &bdquo;g&uuml;tige Pr&uuml;fung&ldquo;, bei welchem dem Angeklagten 37 Fragen vorgelegt wurden. Die gegebenen Antworten enthalten mit unwesentlichen Abweichungen den fr&uuml;her angedeuteten Sachverhalt nur mit dem Unterschied, da&szlig; J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> schlie&szlig;lich eingesteht das Verbrechen allein ohne Mithilfe, wie er fr&uuml;her aussagte, begangen zu haben; worauf er in Ketten geschlossen, wiederum in den Kerker gef&uuml;hrt wurde.<br \/> \t\tMarkt Melk, im gew&ouml;hnlichen Marktrathaus den 24. Februar 1708.<\/p>\n<p> \t\tL. S. Johann Wilh. Dunkhl,<br \/> \t\tMarkt- und Panrichter hier.<\/p>\n<p> \t\tL. S.&nbsp; Andreas Rieser. L. S. Albrecht Raschberger.<br \/> \t\tL. S. Johann F&uuml;hrer. L. S. Mathias Deuber.<br \/> \t\tL. S. Michael Mahringer. L. S. Vassus Victor H&ouml;bler.<\/p>\n<p> \t\tAm 14. M&auml;rz erfolgte eine weitere g&uuml;tige Pr&uuml;fung, worauf das diesbez&uuml;glich gefa&szlig;te Parere (Gutachten) den Rechtsgelehrten vorgelegt und nach deren fachm&auml;nnischer Begr&uuml;ndung nachstehendes Urteil gesprochen wurde.<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">Endg&uuml;ltiges Urteil.<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Wir Markt- und Panrichter wie auch die Gerichtsbeisitzer des l&ouml;blich ausgenommenen Klosters Melk hier innehabende Landgericht, haben die in puncto Latrociny einkhombenen an Wolfgang J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> vorgenommene Kriminalpr&uuml;fung allen Flei&szlig;es mit Einholung der Herren Rechtsgelehrten Parere durchgegangen und erkennen zu Recht, da&szlig; Wolfgang J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> dem Scharfrichter &uuml;bergeben, auf die gew&ouml;hnliche&nbsp; Richtstatt gef&uuml;hrt und hier mit dem Rad von oben herab zuerst auf den Hals, danach auf das Herz und ihm so alle Glieder zersto&szlig;en werden, somit vom Leben zum Tode hingerichtet, der tote K&ouml;rper auf das Rad geflochten, wo &uuml;ber demselben ein Galgen mit einem Strang aufgerichtet werden soll; dieses ihm und Seinesgleichen zu einer wohlverdienten Strafe, den anderen aber als abschreckendes Beispiel und zur Abscheu.<br \/> \t\tMelk, den 30. M&auml;rz 1708<\/p>\n<p> \t\tMarkt und Panrichter wie auch die Gerichtsbeisitzenden hier.<\/p>\n<p> \t\tNach der am 16. April 1708 erfolgten Best&auml;tigung dieses Urteils seitens der hohen Regierung wurde am 11. Mai 1708 die Hinrichtung in nachstehender Weise vollzogen.<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gericht r1.jpg\" style=\"width: 262px; height: 184px;\" \/>&nbsp; <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/gericht r.jpg\" style=\"width: 284px; height: 184px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"font-size: 14px;\"> (Links) R&auml;dern eines R&auml;ubers 1373. (Rechts) <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Auf eine Stange gesetzter <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">und aufs Rad gebundener<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">noch lebender M&ouml;rder wird aufgerichtet<\/span> <span style=\"font-size: 14px;\">(Miniatur aus dem Jahre 1513)<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(Beide Bilder entnommen aus: Wolfgang Schild <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">&ndash;<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Die Geschichte der Gerichtsbarkeit, 2002, Seite 203)<br \/> \t\t<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong><span style=\"font-size: 14px;\">Exekutionsform.<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Drei Tage vor der Hinrichtung ist dem armen S&uuml;nder der Tod folgenderma&szlig;en anzuk&uuml;nden: Es geht der Marktschreiber nebst zwei Gerichtsbeisitzende in das Haus des Dieners, rufen den armen S&uuml;nder zu sich, setzen sich an den Tisch, da&szlig; er selber &uuml;ber seine begangenen und bekennenden Missetaten auf das von dem Landgericht in Melk erstellte und von der hochl&ouml;blichen Regierung unterzeichnete Endurteil und zwar, da&szlig; er den n&auml;chstkommenden Freitag sterben m&uuml;sse, deshalb er sich mit Gott vers&ouml;hnen soll; wann dieses geschehen ist, treten die Gerichtspersonen ab, dagegen die Geistlichen ein und bereiten ihn dann f&uuml;r die Hinrichtung. Diesen und den folgenden Tag bleibt der arme S&uuml;nder ausgesetzt, und den dritten Tag vormittags wird die Hinrichtung vollzogen. Bei Ank&uuml;ndigung des Todes ist ihm mit nicht anzudeuten mit was er hingerichtet wird, sondern alleinig da&szlig; er sterben m&uuml;sse: An dem Tag der Hinrichtung (weil in Melk solcher Vorgang immer gebr&auml;uchlich war), sitzen der Herr Markt- und Panrichter, wie auch s&auml;mtliche Gerichtsbeisitzende vor dem Rathaus zur gew&ouml;hnliche Zeit, lassen den armen S&uuml;nder durch den Gerichtsdiener gut verwart vor sich hintreten um das Urteil in nachfolgender Form vorzulesen.<br \/> \t\tDer gegenw&auml;rtig vorgef&uuml;hrte, verheiratete Mann Wolfgang J. etwa vierzig Jahr alt, von katholischer Religion, in Ober&ouml;sterreich in S. geb&uuml;rtig, hat der an seiner Person vorgehabten g&uuml;tigen Pr&uuml;fung bekennt und ausgesagt, da&szlig; &#8230; (es folgt der ganze bekannte Tatbestand).<br \/> \t\tDiese seine begangene Missetaten seien ihm von Herzen leid, empfehle sich Gott und der Obrigkeit und erwarte ein gn&auml;diges Urteil.<br \/> \t\tHierauf fragte ihn der Herr Panrichter: &bdquo;Wolfgang J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> hast du die Verbrechen vernommen&ldquo; und er antwortet mit &bdquo;Ja, so ist alles dem so&ldquo;. H&ouml;re also dein Urteil!<br \/> \t\tHierauf soll Kraft des beim hiesigen Landgericht gesch&ouml;pft und von der hochl&ouml;blichen nieder&ouml;sterreichischen Regierung abgesegneten Urteil an den gegenw&auml;rtigen Angeklagten Wolfgang J<\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(etzinger)<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"> dem Scharfrichter &uuml;bergeben werden, da&szlig; selbiger auf die hiesige gew&ouml;hnliche Richtstatt gef&uuml;hrt und dort mit dem Rad von oben herab, anfangs der Hals, danach das Herz, sowie alle Gliedma&szlig;en abgesto&szlig;en und so vom Leben zum Tode hingerichtet, der tote K&ouml;rper auf das Rad geflochten und &uuml;ber das Rad ein Galgen mit einem Strang aufgerichtet werden soll. Dieses ihm zu einer wohl verdienten Strafe, anderen aber zu einem, vor das Gesicht haltenden abschreckenden Beispiel und zur Abscheu.<br \/> \t\tNun wird der arme S&uuml;nder dem Scharfrichter &uuml;bergeben und es weicht das Kriminalgericht zur&uuml;ck, der Herr Panrichter aber reitet zu dem Richtplatz um der Hinrichtung beizuwohnen; nachdem diese vollzogen war und der Scharfrichter die gew&ouml;hnliche Frage; habe ich Recht gerichtet, von sich gegeben hat, gibt der Herr Panrichter darauf folgende Antwort: &bdquo;Ja, du hast richtig gerichtet, was das Urteil und Recht vermag.&ldquo;&nbsp;<br \/> \t\t<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\">\n<p> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/rdern i.jpg\" style=\"width: 186px; height: 262px;\" \/><\/span><\/span><br \/> \t\t<span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><\/span><\/span><\/span> \t\t<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Ein aufs Rad geflochtener Delinquent (1605), bei welchem zus&auml;tzlich noch ein Galgen dar&uuml;ber errichtet wurde<\/p>\n<p> \t\t\t<\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/rdern ii.jpg\" style=\"width: 250px; height: 240px;\" \/><br \/> \t\t\t<span style=\"font-size: 14px;\">Szene einer Hinrichtung von 1771, wie sie bei Wolfgang Jezinger (vermutlich ohne der besonderen Vorrichtung zum Einspannen des K&ouml;rpers) 1708 vorgenommen wurde<br \/> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(Beide Bilder entnommen aus: Wolfgang Schild <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">&ndash;<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Die Geschichte der Gerichtsbarkeit, 2002, Seite 203)<\/span><br \/> \t\t\t<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<br \/> \t\t\t&nbsp;<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Die ehemalige Hinrichtungsst&auml;tte der Herrschaft Zelking<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/hell a.jpg\" style=\"width: 361px; height: 182px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Winden (bei Melk): Die jeweiligen Besitzer dieses Hauses mussten die zum Tode verurteilten mittels eigenem Fuhrwerk <span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">(* siehe oben)<\/span>&nbsp; zu der Hinrichtungsst&auml;tte bringen. Es soll heute noch auf dem (ehemaligen) Bauernhaus die Verpflichtung bestehen, Verurteilte<\/span> <span style=\"font-size: 14px;\">hinbringen zu m&uuml;ssen!<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<br \/> \t<span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/galgenmauer.jpg\" style=\"width: 138px; height: 208px;\" \/><br \/> \t<span style=\"font-size: 14px;\">Der <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">letzte <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">Pfeilerrest vom ehemaligen, aus drei Pfeilern bestehenden Mauerwerk des <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">(**) <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\">Hochgerichts der Herrschaft Zelking<\/span><\/span><br \/> \t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\">\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Ehemaliges Rotes Kreuz am rechten Melkufer <\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Wenn nicht fr&uuml;her, so vermutlich sp&auml;testens bei der Melkflussregulierung abgekommen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Ein h&ouml;lzernes rotes Kreuz neben einigen B&auml;umen, am rechten Ufer der Melk in der N&auml;he des Dorfes, bezeichnete die St&auml;tte, wo im September 1772 eine ledige Kindesm&ouml;rderin mit dem Schwert hingerichtet wurde, den Rumpf man aber zwischen den gemauerten Pfeilern (*) des Hochgerichtes von Zelking (auf der Anh&ouml;he &ouml;stlich von Gro&szlig;priel) begrub, den Kopf aber auf einer Stange in der Mitte des Galgens aufsteckte, wie es die Kriminaljustiz jener Zeit noch verlangte!<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Teilentnahme aus: Geschichte des Benedictiner=Stiftes Melk von Ignaz Franz Keiblinger, Wien 1869, II. Band, S. 306.<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/enthauptung.jpg\" style=\"width: 219px; height: 249px;\" \/><br \/> \t\t\t<span style=\"font-size: 14px;\">Hier wird eine Enthauptung vorgenommen, wie sie 1772 vonstatten ging<br \/> \t\t\t<\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">(Bild entnommen aus: Wolfgang Schild <\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">&ndash;<\/span><\/span><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> Die Geschichte der Gerichtsbarkeit, 2002, Seite 186 <\/span><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">&ndash; Miniatur aus dem Soester Nequambuch, 14. Jh.<\/span><\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">)<br \/> \t\t\t<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Einstmals bestand diese Hinrichtungsst&auml;tte aus drei Pfeilern (welche mittels zweier Querbalken verbunden waren um eventuell mehrere zum Tode verurteilten hintereinander hinrichten zu k&ouml;nnen), wovon nur mehr einer, in nicht mehr voller H&ouml;he bestehend, vorhanden ist.<\/span>&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">&nbsp;<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Niedere Gerichtsbarkeit<\/strong><\/span><\/span><br \/> \t<span style=\"font-size: 16px;\"><strong> <\/strong><\/span><br \/> \t<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Die Niedere Gerichtsbarkeit (Niedergerichtsbarkeit) ist ein Begriff aus dem mittelalterlichen Recht. Die niedere Gerichtsbarkeit (auch die Bezeichnungen patrimoniale Gerichtsbarkeit, Dorf-, Thing- oder Hubengericht werden verwendet) befasste sich in der Regel mit geringeren Delikten des Alltags, die mit Geldbu&szlig;en oder leichteren Leibstrafen s&uuml;hnbar waren. Zu denen geh&ouml;rte der Pranger, das Tragen des L&auml;stersteins, der Schandpfahl. Diese fallen unter die Rubrik Ehrenstrafen. Inhaber der niederen Gerichtsbarkeit waren zumeist Angeh&ouml;rige der Landst&auml;nde, Adelige, geistliche Stifter oder die R&auml;te der landesunmittelbaren St&auml;dte. &Uuml;ber die Untertanen auf seinen Kammerg&uuml;tern &uuml;bte der Landesherr bzw. seine Beamten die niedere Gerichtsbarkeit aus. Im sp&auml;ten Mittelalter war die Gerichtsbarkeit zu einem dinglichen Recht geworden, das dementsprechend auch verkauft oder verpf&auml;ndet werden konnte.<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t&nbsp;<br \/> \t<span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Das Richteramt wurde selten vom Gerichtsherren selbst ausge&uuml;bt. Vielmehr gab es in den D&ouml;rfern Erb- oder Setzrichter, in den St&auml;dten Stadtrichter, die dem Sch&ouml;ffengericht vorstanden. Die b&auml;uerliche oder st&auml;dtische Gemeinde wirkte &uuml;ber die Sch&ouml;ffen an der Rechtsprechung mit. Die Einnahmen aus den Gerichtsgeb&uuml;hren und den Bu&szlig;geldern wurden zwischen Gerichtsherr und Richter geteilt. Bis weit ins 16. Jahrhundert hinein waren die Richter juristische Laien. Seit dieser Zeit setzte sich in den St&auml;dten langsam die Besetzung der Richterstellen mit an der Universit&auml;t ausgebildeten Juristen durch.<\/p>\n<p> \tDie Folter durfte nicht angewendet, schwere Leibstrafen und die Todesstrafe durften nicht verh&auml;ngt werden. Die niedere Gerichtsbarkeit war ebenfalls f&uuml;r das Erbrecht, Grenzstreitigkeiten sowie die Registrierung und &Uuml;berwachung von Verk&auml;ufen zust&auml;ndig.<\/p>\n<p> \tSchwere Leibstrafen und Todesurteile durften in der Regel nur durch Hochgerichte ausgesprochen werden, die in der Regel dem Landesherrn und nicht dem Grundherrn unterstanden. Freie Reichsst&auml;dte besa&szlig;en im Allgemeinen eine eigene Niedere und Hohe Gerichtsbarkei<\/span>t.<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Blutgerichtsbarkeit<\/strong><\/span><br \/> \t<span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) Die Blutgerichtsbarkeit, auch als ius gladii (&bdquo;Recht des Schwertes&quot;), Blutbann, Hochgerichtsbarkeit (Hohe Gerichtsbarkeit) oder Halsgerichtsbarkeit bekannt, war im Mittelalter im Heiligen R&ouml;mischen Reich die peinliche Gerichtsbarkeit (&bdquo;peinlich&ldquo; bezieht sich auf das lateinische &bdquo;poena&ldquo;, &uuml;bersetzt &bdquo;Strafe&ldquo;) &uuml;ber Straftaten, die mit Verst&uuml;mmelungen oder mit dem Tode bestraft werden konnten, also &bdquo;blutige Strafen&ldquo; waren (&bdquo;straffen biss ann das blut&ldquo; oder &bdquo;straffen, so an das blut gandt und das l&auml;ben kostendt&ldquo;).<\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Straftaten<\/strong><\/span><strong> <\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Dies waren vor allem Straftaten wie Raub und Mord, Diebstahl, sexuelle Bel&auml;stigung, Notzucht (Vergewaltigung), homosexueller Geschlechtsverkehr, Hexerei oder Zauberei und Kindesmord. Die Hinrichtungsformen bei einem Todesurteil unterschieden sich jeweils nach dem Verbrechen (zum Beispiel f&uuml;r Kindesm&ouml;rderinnen das Ertr&auml;nken, f&uuml;r Notzucht der Feuertod oder f&uuml;r Mord das R&auml;dern) sowie nach der Person des Verbrechers. Die Hinrichtung durch Enthaupten war beispielsweise lange Zeit eine &bdquo;privilegierte&ldquo; Hinrichtungsmethode f&uuml;r Adelige.<\/p>\n<p> \tBei Straftaten, die durch Verst&uuml;mmelung ges&uuml;hnt werden sollten (sog. lybstraffen), gab es unterschiedliche Strafformen, wie das an den Pranger stellen, Abschneiden\/Anschneiden von K&ouml;rperteilen (zum Beispiel Ohren, Zunge), &bdquo;Schwemmen&ldquo;, Auspeitschen oder Brandmarken.<\/p>\n<p> \tBei Straftaten wie Beleidigungen oder Raufereien blieben die niederen Gerichte zust&auml;ndig, die keine &bdquo;blutige Strafen&ldquo; verh&auml;ngen, sondern &bdquo;nur&ldquo; auf Geldbu&szlig;en, Gef&auml;ngnishaft, Ehrlosigkeit oder Verbannung erkennen durften.<\/p>\n<p> \t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Todesurteil<br \/> \t<\/strong><\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">&nbsp;<\/span><\/span><\/div>\n<div> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">In der Regel wurden vor allem (besitzlose) Landstreicher, Kleinkriminelle und Menschen aus der sozialen Unterschicht zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde dann oft zum Zweck der Abschreckung in der &Ouml;ffentlichkeit vollzogen. Aus demselben Grund lie&szlig; man die Geh&auml;ngten in vielen l&auml;ndlichen Gegenden auch lange Zeit gut sichtbar am Galgen h&auml;ngen.<\/p>\n<p> \t\tDie Blutgerichtsbarkeit wurde von den jeweiligen Herrschern an ausgew&auml;hlte Gerichtsorte verliehen und untermauerte den Machtanspruch der jeweiligen Stadt. Auf Dorf- und Stadtebene gab es meist nur die Gerichte der Gutsherren oder die Gerichte der niederen Gerichtsbarkeit. Da die Freie Reichsstadt einem F&uuml;rstentum praktisch gleichgestellt war, hatte auch sie das Recht auf die Hohe Gerichtsbarkeit. Die Grenze zwischen den Gebieten verschiedener hoher Gerichtsbarkeiten heisst Fraischgrenze.<\/p>\n<p> \t\tDas erste kodifizierte Strafrecht war die Maximilianische Halsgerichtsordnung, auch Tiroler Malefizordnung genannt, von Maximilian I. aus dem Jahre 1499. Im Jahre 1507 wurde die Bambergische Peinliche Halsgerichtsordnung (Constitutio Criminalis Bambergensis, CCB) erlassen. Beide flossen in die Constitutio Criminalis Carolina (CCC), die Peinliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. ein, die ab 1532 galt. Diese galt zwar subsidi&auml;r, d.h. sie wurde nur herangezogen, wenn das eigene Landesrecht keine entsprechende Regelung kannte, dennoch f&uuml;hrte sie zur Vereinheitlichung der Kriminalprozesse.<\/p>\n<p> \t\tIn &Ouml;sterreich kam nach der Tiroler Malefizordnung 1514 die Landgerichtsordnung f&uuml;r &Ouml;sterreich unter der Enns. Die Halsgerichtsordnungen nach der CCC basieren auf dieser, hatten aber immer salvatorische Klausel, dass sie noch weiter subsidi&auml;r gelte. So 1535 die Landgerichtsordnung f&uuml;r Krain, die Landgerichtsordnungen f&uuml;r &Ouml;sterreich unter der Enns (1540, 1656 &bdquo;Ferdinandea&ldquo;, welche am bedeutendsten im 17. Jahrhundert in &Ouml;sterreich war, da Karl VI. anwies sie subsidi&auml;r zu verwenden), &Ouml;sterreich ob der Enns (1559, 1627, 1675 &bdquo;Leopoldina&ldquo;), die Steiermark (1574) und K&auml;rnten (1577). Diese einzelnen Verordnungen wurden 1768 durch die einheitliche Constitutio Criminalis Theresiana ersetzt, welche in allen Habsburgischen Erblanden galt. Mit ihr wurde auch die subsidiare Verwendung der Carolina in &Ouml;sterreich beendet. 1776 wurde die Folter abgeschafft und mit dem Josephinischen Strafgesetz von 1787 wird die Todesstrafe aus pragmatischen Gr&uuml;nden erstmals aufgehoben und der Verurteilte hat gemeinn&uuml;tzige Arbeit zu leisten, die manchmal auch hohe Todesraten aufwies wie etwa das Schiffziehen.<\/p>\n<p> \t\tInsgesamt war im deutschsprachigen Raum die Blutgerichtsbarkeit noch teilweise bis ins 18. und 19. Jahrhundert verbreitet (<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">* aus Wikipedia, der freien Enzyklop&auml;die)<\/span><span style=\"font-size: 14px;\">.<\/span><\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 18px;\"><strong>Der Pranger in Zelking<\/strong><\/span><br \/> \t\t\t<span style=\"font-size: 10pt;\"> <\/span><span style=\"font-size: 14px;\">(und die Gerichtsbarkeit der Herren von Zelking)<br \/> \t\t\t<\/span><\/span><\/div>\n<\/p><\/div>\n<div> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/pranger 001.jpg\" style=\"width: 150px; height: 226px;\" \/><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Pranger in Artstetten<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(Stellvertretend f&uuml;r den in Zelking) <\/span><\/span><\/div>\n<div> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Pranger: Bagstein (mit Halseisen). Das Wort soll von &bdquo;Bagen&ldquo; kommen, das soviel als zanken oder streiten bedeutet (Teilentnahme aus: Geschichte des Benedictiner=Stiftes Melk von Ignaz Franz Keiblinger, Wien 1869, II. Band, Seite 306).<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(*) W&uuml;r Ambrosius von Gottes Genaden Abbt<br \/> \t\tde&szlig; w&uuml;rdigen Unser Lieben Frauen St&uuml;ft (Stift), und Closters Seitenst&ouml;tten, der R&ouml;misch-Kaiserl.&ndash;Majest&auml;t Rath etc. Entbieten Unsern Richter, und Geschworenen Unsers Ambt Zelckhing Unsern Grue&szlig; (Gru&szlig;), und alles Guetes (Gute) anvor, und geben Euch anmit zuvernemben Welchergstalten w&uuml;r Von Unsern Hoffrichter zu Unsern Vergn&uuml;rgen (Vergn&uuml;gen) Verstandten (verstanden), das die zwischen Euren dermahligen Pfaarherrn Herrn Johann Georg Khauffmann, dann dem Tobiam Schedlmayr, und Joseph Funckhen in ein- und andern Vorgew&ouml;ste Stritigkheithen in G&uuml;ette Beygeleegt (in G&uuml;te beigelegt) wordten, wann nun w&uuml;r erstbesagten Vergleich in allweeg (in jeder Hinsicht) Confirmieren und Best&ouml;tigen, al&szlig; (also\/daher) wollen, und Befehlen w&uuml;r Euch Hiermit, das auch Ihr ob solchen haltet, und soviel an euch ist, Beede (beide) Unterthannen darbey (dabei) sch&uuml;czet (sch&uuml;tzt), wie auch dise, solchen in allweeg nachzukhomben (nachzukommen) iederzeith (jederzeit) Verhaltet, oder da ihr ein solches zuthuen nicht Verm&ouml;get, die schleinige (schleunige) Erinderung an unser Hoffgericht thuen sollet, <strong>f&uuml;r aines (= soweit Punkt Eins; f&uuml;rs Erste)<\/strong>. <strong>Andertens (Zweitens)<\/strong> Befehlen w&uuml;r Euch, und sambtlich (s&auml;mtlich) Unsern daselbstigen Ambts Unterthanen, das ihr disen, und all-Khonfttigen (allen k&uuml;nftigen) Euren Seelsorgern all-schuldigen Respect, und Ehrenbiettigkheith (Ehrerbietung) erweiset, sonderbahr (insbesonders) aber in seinen Geistlichen Pfaar-Verrichtungen nichts Hinderlich, sondern Villmehr all-schuldigen Gehorsamb (Gehorsam) Laisten, denen Gottesdiennsten, Heylligen M&ouml;ss, und Pr&ouml;digen an Sonn- und Fe&uuml;rtagen Fleissig, und mit auferbauung Beywohnet, wie auch Eure Untergebene Eheholden, und K&uuml;nder darzue Verhalten, vor allen aber Befehlen w&uuml;r euch, das ihr Eure K&uuml;nder, auf das selbe in den Heyllig-allein Seeligmachenndt-Christ-Cathollischen glauben unterrichtet werdten, fleissig in die K&uuml;nderlehr (Nichtschulischer Religionsunterricht) Unausbleiblich schikhen sollet.<strong> Drittens<\/strong> Indeme (In dem) w&uuml;r Bereiths zum &Ouml;fftern zu Unsern Hechstenmi&szlig;fallen glaubw&uuml;rdig Vernemben m&uuml;essen, was gstalten die l&ouml;dige Pursch (ledigen Burschen) nicht allein in die spatte nacht in denen W&uuml;rthshe&uuml;sern Herumbfahren, folgendts in ihren nacherhau&szlig;gehen mit Jauchzen, Huyschreien, und andern Schwenglereyen (Ausgelassenheiten) die nachtliche Ruehe st&ouml;rrn, und neben disen Verschiden- andere Biebereyen (Bubenst&uuml;cke) allermassen anderer zugeschweigen (um von anderen zu schweigen), durch auswerff- und Zertr&ouml;ttung der Von der Herrschaftt Zelckhing aufgerichten <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Landgerichts-Saullen (Prangers&auml;ule)<\/strong><\/span> das Frische Exempl (Beispiel) Vor augen st&ouml;llet (stellt) ) anfangen, und Ver&uuml;eben, weillen dann durch solche straffw&uuml;rdige Unformb (Unfug)- und Th&auml;tigkheithen zwischen unsern Gotteshau&szlig;, und daselbstig Herrschaftt Zelckhing Uneinigkeith, und Verschiedene Strittigkheithen entstechen. Ja wohl gahr Kostbare (kostspielige) Procehs (Prozesse) hieraus folgen Kh&ouml;nten, Al&szlig; ist an Euch Richter, und geschworene Unser Ernstlicher Befehl, das ihr Bey Vermeidung Unserer Ungnad nach E&uuml;er Ambtsschuldigkheith auf solche Liederliche schw&ouml;rmer, und n&auml;chtliche Ruehst&ouml;rer Fleissige obacht Haltet, mithin Besunders an Sonn- und Feyrt&auml;gen auf dergleichen Herumb gechente Bursch mittels Fleissiger Visitierung der gassen und He&uuml;ser genaue obsicht traget, und dafern (wenn) ihr dergleichen auf unsern grundt- und Boden, es seye auf offener Gassen, od (oder) He&uuml;sern Betr&ouml;ttet (erwischt), als Bald ohne Verschonung, auch ohne ansechung Freundt- oder feindtschaftt nach Beschaffenheith ihres Verbrechen auf ain- zwey- wohl auch mehr Stundt in gehorsamb (Gewahrsam) Leget, in gressern (gr&ouml;&szlig;eren) Verbr&ouml;chen aber unverweilt an unser Hoffgericht Berichten sollet, auch weillen annebens Vorkhomben, das in dem Klampferer He&uuml;sl (Haus des Spenglers) zu Ungew&ouml;hnliche zeithen n&auml;chtlicher weill Lichter gebrennet, und mit dem Fe&uuml;r (Feuer) alda es sehr gefehrlich zuegechet, al&szlig;&nbsp; sollet ihr sowohl ihme (dem) Klampferer, al&szlig; auch andere Unterthanen dises ernstlich Untersagen, auch weegen dessen ein genaueste obsicht tragen, und damit<strong> Vierttens<\/strong> &ndash; die Herrschaft Zelckhing weegen durch den Tobias Schedlmayr, und Han&szlig; Mayrischen Sohn ausgeworffenen (umgeworfenen) Landtgerichts Saullen (Prangers&auml;ule), und Zertr&ouml;ttene Taffel auch &uuml;ber die solcher weegen durch unsern Hoffrichter Vorgekherte Bestraffung von ne&uuml;en mit ein Herrschaftt Zelckhingerischen Unterthann den Schuester, und den Arbesbaurn (Bauer in der Ortschaft Arb) Ver&uuml;bte st&auml;nckhereyen Vollst&auml;ndige Vergn&uuml;egung Bescheche, weillen J&uuml;ngstens unser Hoffrichter weegen der mit Mountur (Uniform) aufmarschierten Soldaten selbst Vorzunemben, und zu Bestraffen Verhindert wordten, sollen f&uuml;r eines dise beede Th&auml;tter am Plaz der muethwillig Zerstr&ouml;ttenen Taffel auf ihre Uncosten ein andere Taffel machen Lassen, und den&nbsp; Herrschaftt Zelckhingerischen &ndash; Herrn Hoffschreiber gecziment ersuchen, womit selbiger auf solche das Beh&ouml;rige (passende) gegen Billich (geb&uuml;hrende) Taxe (Bezahlung) aufschreiben wolle, dann sollen Beede Th&auml;tter, umbwillen (weil) sye, al&szlig; obsye alhier weegen dero Verbr&ouml;chen nur Leichter Dingen abgestraftt, und nichts ausstehen H&auml;tten derffen, sich Vermessentlich Vernemben Lassen, ingleichen alle die weegen solcher an dem schuester, und den Arbesbaurn, und Villeicht sonsten Ver&uuml;bten muthwillen schuldt tragen auf ein Stundt Lang in gehorsamb geleegt werdten, und damit f&uuml;rohin derley &ndash; und all andere stenckherey und muthwillen Vermiden, und unterweegen bleiben m&ouml;gen, Befehlen w&uuml;r<strong> F&uuml;nfftens<\/strong> das Unser daselbstige W&uuml;rth, wie auch andre Unsere Unterthanen, wann selbige etwann dero aigen fech&szlig;nende wein od Birnmost nach daselbstiger Gewohnheith umb das gelt ausschenckhen w&uuml;rdten, selbige Sommerszeith Legst (l&auml;ngstens, sp&auml;testens) umb 10 Uhr, und w&uuml;nterszeith auch Lengist umb 9 Uhr, und nicht Lenger&nbsp; Ihre w&uuml;rths- und Schenkhe&uuml;ser offen Halten, mithin nach&nbsp; Verfliessung obbenenter stundten weeder solche Bursch, noch anderer Inheimbisch&ndash; und daselbst Haussesige (Hauss&auml;ssig &ndash; Ortsans&auml;ssig durch Besitz eines Hauses) Unterthannen ein auffenthalt nicht&nbsp; gestattet, noch weniger einen Trunckh ausfolgen lassen sollen &ndash; auf da&szlig; aber all &ndash; dises umb souill Besser Bew&uuml;rckhet werdte, Befehlen &ndash; und wollen w&uuml;r <strong>Schliesslich (Sechstens)<\/strong>, da&szlig; sye Richter, und Geschworne auch sambtlich&ndash; &uuml;brige daselbst Haussessige Unterthannen disen Unsern Gn&auml;dig- und Ernstlichen Befehl Vor (f&uuml;r) euch selbsten Fleissigist Beobachten, nicht weniger E&uuml;re K&uuml;nder, und Diennstbothen in guetter Zucht, und Ehrbahrkheith Haltet, mithin Bey euch selbsten wohl Erweeget, welchergstalten ihr dermahlen eins weegen aller durch Eure Fahrlessigkheith unterlassene obsicht, und Bestraffung derley Von Euren K&uuml;ndern und Diennstbothen &Uuml;ebende S&uuml;ndt- und missethatten vor dem gerecht- G&ouml;ttlichen Richterstuell genaue Rechenschaftt zugeben Habet, Folglich Euch solch- Frembder Verbr&ouml;chen nicht thaillhafttig machet, alles Fleisses darob sorg traget, womit solch- E&uuml;re K&uuml;nder und Diennstbothen zu Rechter Zeith, und weill zu hau&szlig; seyen, und dergleichen n&auml;chtliches Herumbziechen, Langw&uuml;riges siczen in W&uuml;rthshe&uuml;sern, und Volltr&uuml;nckhen Von selbsten nicht gestattet, (noch) weniger selbsten &uuml;ebet, und anderen &Auml;rgernus gebet, wann nun w&uuml;r ob disen Unsern Befehl, und Ordtnung Vor ierst (jetzt), und Kh&ouml;nfttig Bestendtig gehalten Haben wollen, al&szlig; (also) Versechen (erwarten) w&uuml;r uns Eures schuldigen Gehorsamb, und Bleiben Euch &uuml;brigens mit Gnadten gewogen.<br \/> \t\tGeben (Gegeben) Seittenst&ouml;tten den 7ber (September) ad (anno domini) 1725<\/p>\n<p> \t\tAmbrosius Abbt (manu propria = eigenh&auml;ndige Unterschrift)<br \/> \t\tzu Seittenstetten.<\/p>\n<p> \t\t(Anschriftfeld)<\/p>\n<p> \t\tDenen Ehrsamben Unsern<br \/> \t\tLieben Getreyen Richter, und<br \/> \t\tGerichts- Geschwornen Unsers Gotts<br \/> \t\tHau&szlig;, und Closter Seittenst&ouml;tten<br \/> \t\tangeh&ouml;rigen Ambts, und Dorff<br \/> \t\tZelckhing zu behendtigen (auszufolgen)<br \/> \t\tZelckhing.<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/pranger st. l.jpg\" style=\"width: 149px; height: 225px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"font-size: 14px;\">Pranger in St. Leonhard am Forst<\/span><br \/> \t\t&nbsp;<span style=\"font-size: 14px;\">(auch &bdquo;stellvertretend&ldquo;)<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Wir, von Gottes Gnaden Abt<br \/> \t\tdes w&uuml;rdigen unseres lieben Frauenstiftes und Klosters Seitenstetten, der r&ouml;m.-kaiserl. Majest&auml;t Rat etc., entbieten unserem Richter und (unseren) Geschworenen unseres Amtes Zelking unseren Gru&szlig; und alles Gute vorerst, und geben Euch damit zu vernehmen, welchergestalten wir von unserem Hofrichter zu unserem Vergn&uuml;gen verstanden, dass die zwischen Eurem damaligen Pfarrherrn Herrn Johann Kauffmann, dann dem Tobias Schedlmayer und Joseph Funcken in ein- und anderen vorgewesenen Streitigkeiten in G&uuml;te beigelegt wurden. Wann wir nun erstbesagten Vergleich in jeder Hinsicht Confirmiren und best&auml;tigen, daher wollen und befehlen wir Euch hiermit, dass auch Ihr ob solchen haltet und soviel es an Euch ist, beide Untertanen dabei sch&uuml;tzt, wie auch diese solche immer nachzukommen (zu) jederzeit anhaltet, oder da Ihr ein solchen Zutun nicht verm&ouml;gt, die schleunige Erinnerung an unser Hofgericht tun sollt, soweit <strong>Punkt Eins<\/strong>. <strong>Zweitens<\/strong> Befehlen wir Euch und s&auml;mtlichen unseren daselbstigen Amtsuntertanen, dass Ihr diesen und alle k&uuml;nftigen, Euren Seelsorger allen schuldigen Respekt und Ehrerbietung erweist, insbesonders aber in seinen geistlichen Pfarrverrichtungen nicht hinderlich, sondern vielmehr allen schuldigen Gehorsam leisten, den Gottesdiensten, heiligen Messen und Predigten an Sonn- und Feiertagen flei&szlig;ig, und mit Erbauung beiwohnt, wie auch Eure untergebenen Dienstboten (Knechte und M&auml;gde) und Kinder dazu anhaltet, vor allem aber Befehlen wir Euch, dass Ihr Eure Kinder auf das gleiche in den heiligen allein seeligmachenden christ.-katholischen Glauben unterrichtet werden, flei&szlig;ig in den Nichtschulischen Religionsunterricht unausbleiblich schicken solltet.<strong> Drittens<\/strong> indem wir bereits des &ouml;fteren zu unserem h&ouml;chsten Mi&szlig;fallen glaubw&uuml;rdig vernehmen m&uuml;ssen, was gestalten die ledigen Burschen nicht allein (bis) in die sp&auml;te Nacht in den Wirtsh&auml;usern herumfahren, besonders bei ihrem Nachhause gehen mit Jauchzen, Huischreien und anderen Ausgelassenheiten die n&auml;chtliche Ruhe st&ouml;ren und neben diesen verschiedenen (auch) anderen Bubenst&uuml;cken (um von anderem zu schweigen), durch umwerfen und Zertretung der von der Herrschaft Zelking aufgerichteten Prangers&auml;ule das frische Beispiel Unfug- und T&auml;tigkeiten zwischen unserem Gotteshaus und daselbstig Herrschaft Zelking Uneinigkeit und verschiedene Streitigkeiten entstehen. Ja, wohl gar kostspielige Prozesse hieraus folgen k&ouml;nnten, also ist an Euch Richter und Geschworenen, unser ernstlicher Befehl, dass Ihr bei Vermeidung unserer Ungnade nach, Eure Amtsschuldigkeit auf solche liederliche Schw&auml;rmer und n&auml;chtliche Ruhest&ouml;rer flei&szlig;ig Obacht haltet, mithin besonders an Sonn- und Feiertagen dergleichen herumgehenden Burschen mittels flei&szlig;iger Beobachtung der Gassen und H&auml;user genaue Obsicht tr&auml;gt, und wenn Ihr dergleichen auf unseren Grund- und Boden, sei es auf offener Gasse oder (in) H&auml;usern erwischt, alsbald ohne Verschonung, auch ohne Ansehung (einer) Freund- oder Feindschaft, nach Beschaffenheit ihres Verbrechens auf ein- zwei- wohl auch mehrere Stunden in Gewahrsam legt, in gr&ouml;&szlig;eren Verbrechen aber unverz&uuml;glich an unser Hofgericht berichten sollt, auch bisweilen andere Vorkommen, dass in dem Haus des Spenglers zu ungew&ouml;hnlichen Zeiten n&auml;chtlicher weile Lichter brennen und mit dem Feuer, da es sehr gef&auml;hrlich zugeht, also sollt Ihr sowohl dem Spengler, als auch anderen Untertanen dieses ernstlich untersagen, auch deswegen eine genaue obsicht tragen und damit <strong>Viertens <\/strong>&ndash; die Herrschaft Zelking wegen durch den Tobias Schedlmayer und Hans Mayrischen Sohn umgeworfenen <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Prangers&auml;ule<\/strong><\/span> und zertrettener Tafel auch &uuml;ber die solcherwegen durch unseren Hofrichter vorgekehrte Bestraffung von neuem mit einem herrschaftlichen Zelkingerischen Untertan, den Schuster und den Bauern aus der Arb ver&uuml;bte St&auml;nkereien vollst&auml;ndige Vergn&uuml;gen beschert, derweil j&uuml;ngst unser Hofrichter wegen der mit Uniform aufmarschierten Soldaten selbst vorzunehmen, und zu bestrafen verhindert worden, sollen erstens diese beiden T&auml;ter am Platz der mutwillig zertrettenen Tafel auf ihre Unkosten eine andere Tafel machen lassen und dem herrschaftlichen Zelkingerischen Herrn Hofschreiber geziemt ersuchen, womit derselbe auf solches das passende gegen geb&uuml;hrende Bezahlung aufschreiben will, dann sollen beide T&auml;ter, weil sie also obsye aller wegen der Verbrechen nur leichter Dinge abgestraft und nichts ausstehen h&auml;tten d&uuml;rfen sich Vermessentlich Vernehmen lassen, dergleichen alle die wegen solche an dem Schuster und dem Bauern aus der Arb, und vielleicht sonstigen ver&uuml;bten Mutwillen Schuld tragen, auf eine Stunde lang in Gewahrsam gelegt werden und damit weiterhin derlei &ndash; und alle andere St&auml;nkerei und Mutwillen vermeiden und unterlassen bleiben m&ouml;gen, Befehlen wir <strong>F&uuml;nftens <\/strong>dass Unser hiesiger Wirt, wie auch andere Unserer Untertanen, wann selbige etwa der eigene gefechsnete Wein- oder Birnenmost nach hiesiger Gewohnheit um Geld ausgeschenkt wird, selbst (zur) Sommerszeit l&auml;ngstens um 10 Uhr und (zur) Winterszeit auch l&auml;ngstens um 9 Uhr und nicht l&auml;nger, ihre Wirts- und Schenkh&auml;user offen halten, nach Verflie&szlig;ung oben genannter Stunden weder solche Burschen, noch andere Einheimische und hier ortsans&auml;ssige Untertanen ein Aufenthalt nicht gestattet, noch weniger einen Trunk ausfolgen lassen sollen &ndash; auf dass aber alle &ndash; um soviel besser bewirkt wird, Befehlen &ndash; und wollen wir <strong>Schlu&szlig;endlich,<\/strong> dass Sie Richter und Geschworene auch s&auml;mtliche &uuml;brige hier ortsans&auml;ssige Untertanen diesen unseren gn&auml;digen und ernstlichen Befehl f&uuml;r Euch selbst fleissigst Beachten, nicht weniger Eure Kinder und Dienstboten in guter Zucht und Ehrbarkeit haltet, mithin bei Euch selbst wohl erw&auml;gt, welchergestalten Ihr dermassen ein wegen aller durch Eure Fahrl&auml;ssigkeit unterlassen Aufsicht und Bestrafung derlei von Euren Kindern und Dienstboten &uuml;bende S&uuml;nden und Missetaten vor den gerechten G&ouml;ttlichen Richterstuhl genaue Rechenschaft zuzugeben habt, folglich Euch solch fremder Verbrechen nicht teilhaftig macht, allen Flei&szlig;es dar&uuml;ber Sorge tr&auml;gt, womit solch Eure Kinder und Dienstboten zu rechter Zeit, und weil zu Hause seien und dergleichen n&auml;chtlicher Herumziehen, langwieriges herumsitzen in Wirtsh&auml;usern und Vollgetrunken von selbst nicht gestattet, (noch) weniger selbst aus&uuml;bt und anderen &Auml;rgernis gebt, wann nun wir ob diesen unseren Befehl und Ordnung, jetzt und k&uuml;nftig Best&auml;ndig gehalten haben wollen, so erwarten wir uns Eures schuldigen Gehorsams und bleiben Euch &uuml;brigens mit Gnaden gewogen.<br \/> \t\tGegeben Seitenstetten den September im Jahre des Herrn 1725.<\/p>\n<p> \t\tAmbrosius Abt (eigenh&auml;ndige Unterschrift)<br \/> \t\tzu Seitenstetten<\/p>\n<p> \t\t(Anschriftfeld)<\/p>\n<p> \t\tDen Ehrsamen unseren<br \/> \t\tlieben (und) getreuen Richter, und<br \/> \t\tGerichts- Geschworenen unseres Gottes-<br \/> \t\thauses und Kloster Seitenstetten<br \/> \t\tangeh&ouml;rigen Amtes und Dorf<br \/> \t\tZelking auszufolgen<br \/> \t\tZelking.<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/div>\n<div> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(* Dankenswerter Weise von Altarchivar P. Dr. Benedikt Wagner, Stift Seitenstten zur Verf&uuml;gung gestellt.)<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Zeitdokumente<\/strong><\/span><\/span><span style=\"font-size: 16px;\"><strong><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <\/span><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">in<\/span> <\/strong><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><strong>Sachen Kriminalit&auml;t<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p> \t\t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/kundmachung.jpg\" style=\"width: 348px; height: 544px;\" \/><br \/> \t\t&nbsp; <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Rundschreiben wegen des entflohenen (und wieder aufgegriffenen) Kriminellen Alexander Hofer aus 1826<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t&nbsp;<\/p>\n<p> \t\t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/krim a.jpg\" style=\"width: 350px; height: 490px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Beleg in Sachen eines Einbruchdiebstahls 1844 mit abgebrochenen Siegeln (Anschriftfeld und beiden R&uuml;ckseiten)<br \/> \t\t<\/span><\/span><\/p>\n<p> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <\/span><\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/krim.jpg\" style=\"width: 350px; height: 215px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> Anschriftfeld (vor dem abbrechen der Siegeln!)<br \/> \t\tDieser Beleg wird der Vorphilatelie zugeordnet, da es in &Ouml;sterreich erst ab 1850 Briefmarken gab!<br \/> \t\t<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">Dies ist ein so genannter Umlaufbrief (wurde von Herrschaft zu Herrschaft weitergeleitet, welche einstmals eine Gerichtsbarkeit innehatte und war mehrmals gefaltet).<\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><u>Vom Criminal=Gerichte Zelking zu Melk<\/p>\n<p> \t\tAn die l&ouml;bliche Herrschaft zu Melk<\/p>\n<p> \t\tIn causa Criminali Nr. 27<\/u><\/span><\/span><\/p>\n<p> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\">(So lautet die in ehemaliger Kurrentschrift gehaltene Anschrift)<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/montage a.jpg\" style=\"width: 399px; height: 604px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">1. Innenseite (angef&uuml;hrt sind unter anderem, dass eine Taschenuhr, Silberbesteck, &#8230; entwendet wurden<\/p>\n<p> \t\t<\/span><\/span><\/span><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zelking.grafikweb.eu\/images\/stories\/krim b.jpg\" style=\"width: 400px; height: 339px;\" \/><br \/> \t\t<span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"><span style=\"font-size: 14px;\"><span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\"> <span style=\"color: rgb(0, 0, 0);\">2. Innenseite<br \/> \t\t<\/span> <\/span> <\/span><\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"> \t\t&nbsp;<\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Criminal-Proce&szlig; (Wolfgang Jetzinger betreffend) (*) Wolfgang J&#8230;&#8230;.&nbsp; gewesten B&uuml;rgers und Tagwerkhers zu M&ouml;lck, in puncto Latrocinij et furti, hingericht mit dem Rad den 11. May anno 1708. &nbsp; Gerichtssitzung Entnommen aus: Die alte Heimat &ndash; Beschreibung des Waldviertels um D&ouml;llersheim &ndash; (Nachdruck) Horn 1981, Seite 16 &nbsp; Summarische Handlung Lit. A. 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