Der Name, 1140 Brandecha geheißen, bedeutet einen Bergvorsprung, der durch Abbrennen gerodet wurde.
Schließlich wurde es der Herrschaft Gutenbrunn zugeteilt.
Gerhard Stenzel. Von Burg zu Burg in Österreich. 1973, Seite 16
Schon 1357 übergaben die Herren von Zelking ihre als freies Eigen besessene Feste Schleinitz an Herzog Albrecht II. und nahmen sie von ihm zu Lehen.
1401 war sie schon in der Hand der Neudecker.
HANDBUCH DER HISTORISCHEN STÄTTEN ÖSTERREICH, Donauländer und Burgenland, Erster Band, 1985 by Alfred Kröner Verlag Stuttgart, Seite 225
Nun begann bis zum Jahre 1624 eine Zeit häufigen Besitzwechsels der Burg.

Burgschleinitz
Abbildung der Burganlage von Georg Matthaeus Vischer – Topographia Austriae inferoris 1672
Stammtafel der Herren von Zelking: Jobst 1351–1386, Alber IV. 1357–1391; Schloß Weinberg in Vergangenheit und Gegenwart, 3. Ergänzte Auflage 1989, Seite 60/61
1357 Übergabe der Feste an Herzog Albrecht II. durch die Herren von Zelking.
DEHIO NIEDERÖSTERREICH Nördlich der Donau, 1990, Seite 86
Als Nachfolger der Sonnberger erscheinen die Haunfeld, Stuchsen und Zelking. Letztere geben die Herrschaft 1357 an den Landesfürsten zurück.
BURGEN Waldviertel und Wachau. St. Pölten 2001, Seite 73
Marktgemeinde Krumau am Kamp/Bezirk Krems-Land
Bilder der Ruine Dobra, Herbst 2012

Links der südliche Bergfried und rechts der nördliche mit dem Bereich der ehemaligen Burgkapelle

Blick von der Ruine Dobra auf den Stausee Dobra

Blick vom südlichen Bergfried auf den Wohntrakt. Rechts der nördliche Eingangsbereich

Inmitten des ehemaligen Wohntraktes
(Diese Ruinenanlage ist ca. 88 m lang und 37 m breit)
Die Burg Dobra war der Stammsitz oder wenigstens der Stammsitz eines Zweiges des Ministerialgeschlechtes der Herren von Dobra, über die zahlreiche Urkunden vom 12. Jahrhundert an Auskunft geben. Ein anderer Zweig dieses Geschlechtes war im Viertel ob dem Wiener Wald in der Gegend von St. Peter in der Au am Urlbach ansäßig und bei St.Pölten begütert. Der Name Dobra ist süd-slawischen Ursprunges und stammt von dobov = Wald, Eichenwald. Da im Waldviertel südslawische Namen sehr selten sind, ist jedoch auch nicht ausgeschlossen, daß der Stammsitz dieser Familie bei St. Peter in der Au war und daß von hier aus ein Zweig desselben in das Waldviertel zog, sich hier die Burg Dobra erbaute und zum Mittelpunkt seines Besitzes machte; Im 12. Jahrhundert finden wir die Herren von Dobra bereits in beiden genannten Gebieten. Das erste urkundlich bekannte Mitglied dieses Geschlechtes ist Hertnit von Dobra, der 1186 als Zeuge eines Vergleiches des Grafen Heinrich von Playen und Hardegg mit dem Bischof Diepold von Passau über Zehente von Leutaker (bei Pulkau) aufscheint.
1278 wird Otto von Dürnstein als Dienstmann Heinrichs des Älteren von Kuenring auf Weitra mit der Feste Dobra belehnt.
(* Wikimedia.org)

Dobra
Abbildung der Burganlage von Georg Matthaeus Vischer – Topographia Austriae inferoris 1672
(© Archiv Verlag, Reprint 2004)

Grundriss der ehemaligen Wehranlage Dobra
(Bild seitens der Gemeinde zur Verfügung gestellt)
(**) 1477 fällt Herr von Zelking (+), ein Parteigänger Kaiser Friedrichs, in das Gebiet der Anhänger des Ungarkönigs ein und richtet auf dem Gebiet der Herrschaft Dobra große Verherrungen an; belegt der Papst die Anhänger des Ungarkönigs Matthias Corvinus mit dem Bannfluche, weil sie Kirchen, Klöster und Pfarren schwer heimgesucht hätten.
(** Entnommen aus: Die alte Heimat – Beschreibung des Waldviertels um Döllersheim. Originalausgabe 1942 und Nachdruck [°] 2. Auflage 1981, jeweils Seite 120)
(**/°) Mit diesem Buche geben wir den Umsiedlern des Gebietes um Döllersheim ein Werk in die Hand, das in gebotener Kürze ein Bild der vertrauten Landschaft und ihrer zeitlichen Begebenheiten und Schicksale vermittelt und damit die alte Heimat in der Erinnerung lebendig erhält und für immer bewahrt.
Berlin, im Mai 1942
Deutsche Ansiedlungsgesellschaft
(+ – damit könnte nach der Stammtafel der Herren von Zelking nur Christoph II. gemeint sein; 1455–1491)
1426 und 1427 zerstörten die Hussiten den Ort und schädigten die Kirche, 1477 wendeten sich die Gutsherren von Ottenstein, Waldreichs und Dobra vom Kaiser ab, schlossen sich dem Matthias Korvinus von Ungarn an, bis die Leute des Herrn von Zelking (+) die Burgen bezwingen wollten, dabei aber die Gegend plünderten und wieder Döllersheim am meisten durch Feuer Schaden litt.
Döllersheim seine Pfarr=, Markt= und Herrschaftsgeschichte. Geschrieben von Stephan Biedermann. 1929, Seite 26/27

1477 lagen die Gutsherren von Ottenstein, Waldreichs und Dobra in Fehde mit dem Kaiser. Der schickte daraufhin den Herren von Zelking (+) mit Haufen von Kriegsknechten, um die Burgen zu brechen und die Besitzungen der Aufständischen zu plündern. Auch Döllersheim wurde verwüstet und erlitt durch ein Feuer großen Schaden.
Heimatkundliche Nachrichten. Beiblatt zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, NÖ. Nr. 5. Sonntag, 15. Mai 1983. 4. Jahrgang. Seite 14. Beitrag von VD Helmut Sauer †

(*) 1477 überzieht der Herr von Zelking (+) das Gebiet der Herren von Dobra, Ottenstein und Waldreichs, die zum Ungarkönig Matthia Corvinus hielten, mit Fehde, plünderten die Kirche in Toellersheim (Döllersheim) und legten den Marktort in Schutt und Asche.
(* Entnommen aus: Die alte Heimat – Beschreibung des Waldviertels um Döllersheim. Originalausgabe 1942 und Nachdruck [°] 2. Auflage 1981, jeweils Seite 130)
(+ – damit könnte nach der Stammtafel der Herren von Zelking nur Christoph II. gemeint sein; 1455–1491)

So sah es noch um 1960 aus!
(*/°) Mit diesem Buche geben wir den Umsiedlern des Gebietes um Döllersheim ein Werk in die Hand, das in gebotener Kürze ein Bild der vertrauten Landschaft und ihrer zeitlichen Begebenheiten und Schicksale vermittelt und damit die alte Heimat in der Erinnerung lebendig erhält und für immer bewahrt.
Berlin, im Mai 1942
Deutsche Ansiedlungsgesellschaft

Dieses Gedicht (in Mundart) hat vor der Aussiedelung 1938 Oberlehrer Seitner seinen Schülern lernen lassen
(Aufgeschrieben wurde es von Frau Maria Geisberger aus 3533 Friedersbach 71)
KG/Stadtgemeinde Allentsteig/Bezirk Zwettl
(* Entnommen aus: Die alte Heimat – Beschreibung des Waldviertels um Döllersheim. Originalausgabe 1942 und Nachdruck [°] 2. Auflage 1981, jeweils Seite 141)
Deutsche Ansiedlungsgesellschaft
Die Härteskala wurde mit einer Rasierklinge (* Härte 6,5) bewerkstelligt!
Unter anderem fiel auch die Ortschaft Edelbach der Aussiedelungspolitik Adolf Hitler’s zum Opfer!
Edelbach vor 1938: Die Ortschaft liegt etwa 6 km östlich von Allentsteig in hohem, fast flachem Gelände zwischen den Tälern der Taffa und der Thaya. Edelbach ist ein geschlossenes Straßendorf, in dem sich die Wege Allentsteig-Äpfelgschwendt und Merkenbrechts-Riegers/Felsenberg kreuzen. Die klare Form des Längsdorfes ist etwas verwischt, weil sich an beiden Straßenzügen beidseitig Häuser hinziehen und die Straßen sich bei der Kreuzung dreiecksförmig erweitern. Edelbach ist eine eigene Gemeinde, ist Pfarrort und besitzt eine Schule. Die Kirche liegt auf der höchsten Stelle der Ortschaft. Bedeutend ist eine von vier alten Linden umstandene steinerne Mariensäule von 1777. In dem Ort gibt es zwei Gasthäuser, ein Kaufhaus, eine Bäckerei, drei Huf- und Wagenschmiede, zwei Schuster, einen Schneider, einen Fleischhauer, zwei Viehhändler und einen Tischler. Bei der Entsiedlung Edelbachs zur Errichtung des Schießplatzes im Jahre 1938 besteht der Ort aus 60 Häusern.
Auf eine frühe Besiedlung dieses Raumes bzw. Handelsverkehr mit den Römern südlich der Donau lassen die Münzfunde in diesem Gebiet schließen. Auch in Edelbach wurden Römische Münzen aus dem 4. Jahrhundert nach Christus gefunden.
Der Ort selbst war wie das benachbarte Äpfelgschwendt eine Siedlung des 12. Jahrhunderts und wird um 1210, als der Zwettler Abt Marquard Besitzungen bei „Erlpach“
– an einem mit Erlen bestandenen Bach – erhielt, erstmals urkundlich erwähnt. 1258 erhielt das Stift Zwettl in einer Schenkung von Ortlieb und Ulrich von Winkel deren ganze Besitzungen sowie das Patronat der Kirche. Um 1311 besaß das Zwettler Kloster in Edelbach 17 Lehen. 1532 verkaufte das Kloster Edelbach mit Dorfgericht an Sigmund Leisser, den Besitzer von Neunzen.1480 wurde Edelbach von Söldnern des Herrn von Neuhaus verbrannt, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, 1645, wurde der Ort Opfer der Brandschatzungen der Schweden. 1658 ging Edelbach wie auch Neunzen in den Besitz des Joachim Freiherr von Windhag über (** Wikimedia.org).
Österreichische Urbare, III. Abteilung, Urbare Geistlicher Grundherrschaften, 1. Band, II. Teil Melk, 1. Hälfte, Seite XLIV/XLV
Der ehem. Sitz ist nach Buchmann/Faßbinder an der Stelle der Häuser Gillaus Nr. 9 und 34 zu rekonstruieren. Nach einem Brand von 1927 ist der Bau als abgekommen zu bezeichnen.
BURGEN Waldviertel und Wachau, 1. Auflage, Dezember 2000, Seite 48/49
Krems, Stadtarchiv – Krems, Urkunden (1108–1844)
Signatur: StaAKr-0135
Datum: 26. IV 1406
Rudolf Angerfelder, Bürgermeister von Wien, Konrad Angerfelder und Nikolaus Weispacher, Mitglieder des Wiener Rats, verkaufen nach dem letzten Willen des Michel Geiokramer und mit Einwilligung der Frau Beatrix von Zelking einen Weingarten in der Kremsleiten um 100 Pfund Wiener Pfennige dem Peter Walchen und seiner Frau Barbara.
http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&q=Zelking&y0&x=0&block=1

Die Weingartried „Kremsleiten“ am 20. Mai 2012
(Layout Franz Jell – aus mehreren Aufnahmen zusammengestellt)
Rudolf der Angerfelder, Bürgermeister zu Wien, Niklas der Weyspacher und Konrad der Rammperstorffer, Ratsherren daselbst, verkaufen als Testamentsvollstrecker Michel des Gewkramer gemäß seines briffs und, und wie es auch ze eine gedechtnuzz in den statpuch ze Wienn gechribn stet, mit Erlaubnis der Burgfrau, Schwester Beatrix von Czelgking, Meisterin des Klosters zu Pulgarn, sechseinhalb Joch (*) Weingarten an der Kremsleiten zu Krems (Flurteil mit eigenem Namen), von welchem man jährlich dem genannten Kloster am Michaelstage 30 Wiener Pfennige Burgrecht dient, um 100 Pfund Wiener Pfennige an Peter den Walchen, Bürger zu Krems, an seine Gattin Barbara und seine Erben.
Siegler: Die Aussteller und Schwester Beatrix.
Der geben ist nach Kristi geburde virzehenhundert jar darnach in dem sechsten jar, am montag nach sand Jorgen tag.
Original. – Pergament mit drei sehr beschädigten Hängesiegeln in grünem Wachs an Pergamentpresseln. – Rückaufschriften: uber die Krembsleittn. – (Jünger:) khauffbrieff.
QUELLEN ZUR GESCHICHTE DER STADT WIEN Herausgegeben mit Unterstützung des Gemeinderates der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt vom Altertums-Vereine zu Wien. VIII. Band. Wien, 1914. 15963, Seite 106
(* Ein altes Joch – vor 1760 – betrug 5434,16 m²)

1292 wird Niedernondorf estmalig als „Neundorf inferior“ genannt, was man mit „niedrig gelegenem neuem Dorf“ übersetzen könnte.
1622 wird das Schloß von kaiserlichen Truppen niedergebrannt. 1655 ist es aber schon wieder neu errichtet und mit einem festen Dach versehen.
Waldviertler Heimatbuch, 1994, Seite 206

(**) Schloß Niedernondorf 1672, nach G. M. Vischer

(**) Niedernondorf
(** Entnommen aus: Pfarrchronik Niedernondorf)
(*) Das große Schloß nächst der Kirche entstand im 18. Jahrhundert durch Umbau einer Anlage der Zelking, die vom Mittelalter bis 1722 (das Geschlecht der Herren von Zelking, ist bereits mit Ludwig Wilhelm von Zelking am 10. April 1634 ausgestorben!! – siehe unter Waldviertler Heimatbuch!) Herren in Niedernondorf waren.
Das freistehende Verwaltungsgebäude ist im 19. Jahrhundert von den Grafen Thurn-Valsassina errichtet worden.
(* Gerhard Stenzel. Von Schloß zu Schloß in Österreich. 1976, Seite 204
KG/Marktgemeinde Artstetten-Pöbring/Bezirk Melk
Das Dorf war Lehen der Herren von Zelking.
Der Sitz ist heute abgekommen.
Burgen Waldviertel und Wachau, 1. Auflage Dezember 2001, Seite 65
Melk, Stiftsarchiv
– Melk, Benediktiner (1075–1912)Signatur: 1274 III 06
Datum: 6. März 1274
König Ottokar II. von Böhmen, Herzog von Österreich und Steier, Markgraf von Mähren beurkundet, daß sein capellanus, der electus [Gerung] von Melk und der Konvent von Melk mit seiner Zustimmung Güter in Ochsenstrauß den Kindern des Ludwig quondam von Zelking zu Lehen gegeben haben.
Datum: Anno domini MCCLXXIIII, pridie non.
http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/search?null=&q=Zelking&y0&x=0&block=1

Der vermutlch wahre Ochsenstrauß mit Herrn Willy Kreuzer …

… und das „Gipfelbild“
(Beide Aufnahme freundlicher Weise von Herrn Kreuzer zur Verfügung gestellt!)
Unter Umständen könnten die Zelking einmal genau dieses Waldstück besessen haben!
Als einzige urkundliche Nachricht ist jene zu vermerken, in der die Herren von Zelking 1274 im Lehensbesitz des Gutes „Ochsenstrauß“ erwähnt werden.
(Entnommen aus: Burgen Waldviertel und Wachau, 1. Auflage Dezember 2001, Seite 146)
Am 3. Jänner 1276 mußte ein Streit zwischen Melk und den Zelkingern wegen einiger Lehen in Ochsenstrauß beigelegt werden.
(Ochsenstrauß, ein Rodungsgebiet im Weinsbergerwald, vergleich Lechner, Waldviertel 198; Originalurkunde im Stiftsarchiv Melk)
KG/Marktgemeinde Rastenfeld/Bezirk Zwettl

Schloss Ottenstein, September 2012

Schloss Ottenstein 1907
1477 bringt Herr von Zelking (+) im Auftrage Kaiser Maximilians I. die aufständischen niederösterreichischen Adeligen (unter anderem Albrecht von Rohr auf Ottenstein) der Waldmark zur Ruhe (Seite 235).
(* Entnommen aus: Die alte Heimat – Beschreibung des Waldviertels um Döllersheim. Originalausgabe 1942 und Nachdruck [°] 2. Auflage 1981)
(*/°) Mit diesem Buche geben wir den Umsiedlern des Gebietes um Döllersheim ein Werk in die Hand, das in gebotener Kürze ein Bild der vertrauten Landschaft und ihrer zeitlichen Begebenheiten und Schicksale vermittelt und damit die alte Heimat in der Erinnerung lebendig erhält und für immer bewahrt.
Berlin, im Mai 1942
Deutsche Ansiedlungsgesellschaft
(**) 1477 traten die Herren von Rohr auf Ottenstein mit ihren Nachbarn Vinzenz Stodolgk von Waldreichs und dem Missingdorfer auf Dobra auf die Seite des Ungarnkönigs Matthias Corvinus, wurden aber durch den Herren von Zelking (+) zur Ruhe getrieben.
(** Entnommen aus: Döllersheim seine Pfarr=, Markt= und Herrschaftsgeschichte. Geschrieben von Stephan Biedermann. 1929, Seite 40)
(+ – damit könnte nach der Stammtafel der Herren von Zelking nur Christoph II. gemeint sein; 1455–1491)

Die Burg Rastenberg (vor 1960; Verlag Johann Saska, Krems an der Donau)
Im Hintergrund Rastenfeld (Kirche und Teile des Ortes)

Im Jahre 1602 besaß er die Herrschaft Rastenberg im Viertel unter dem Manhartsberg und hatte wegen der Pfarrrechte zu Schönau mit dem Kloster Zwettl in demselben Jahre Mißhelligkeiten.
Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens. Elfter Band, Viertel Ober=Wienerwald. Wien 1838, Seite 139
(* Aus Kaltenegger’s Collectio chartarum veterum et sigillorum res et familias potissimum austriacas concernentium)
(**) Ein späterer Volkenstorfer war der Gatte Elisabethen’s, geborene von Zelking, der Muhme (ältere weibliche Verwandte) von Bernhard’s von Streitwiesen Frau), zu welchem seine Schwiegermutter (die alte Oberhofmeisterin Catharina von Zelking und Großmutter der Catharina von Streitwiesen) 1404 ihre letzten Tage (nach des Grafen von Hoheneck’s Genealogie und historische Beschreibung der Stände ob der Ennns) „in solcher Gestalt verdingte daß er (ihr Ayd) sie innen haben soll selbst fünffter, Sie einen Diener, einen Capellan, eine Jungfrau und eine Vogl-Dirn,“ welche vermutlich die Vögel der Witwe wartete, so wie damals ein Kammermensch die Verrichtung im Zimmer, ein Kuchlmensch in der Küche und ein Hundsjunge die Besorgung der Hunde hatte.

Streitwiesen
Abbildung der Burganlage von Georg Matthaeus Vischer – Topographia Austriae inferoris 1672
(© Archiv Verlag, Reprint 2004)

Das ehemalige Wasserschloss Waldreichs (rechts mit Rondell) …

… und die (leider noch immer desolat aussehende) ehemalige Schlosskapelle
(* Entnommen aus: Die alte Heimat – Beschreibung des Waldviertels um Döllersheim. Originalausgabe 1942 und Nachdruck [°] 2. Auflage 1981, Seite 281)
(+ – damit könnte nach der Stammtafel der Herren von Zelking nur Christoph II. gemeint sein; 1455–1491)
(*/°) Mit diesem Buche geben wir den Umsiedlern des Gebietes um Döllersheim ein Werk in die Hand, das in gebotener Kürze ein Bild der vertrauten Landschaft und ihrer zeitlichen Begebenheiten und Schicksale vermittelt und damit die alte Heimat in der Erinnerung lebendig erhält und für immer bewahrt.
Berlin, im Mai 1942
Deutsche Ansiedlungsgesellschaft

Waldreichs
Abbildung der Burganlage von Georg Matthaeus Vischer Topographia Austriae inferoris, 1672
(© Archiv Verlag, Reprint 2004)
